Links: Die Schöne und das Biest © 2017 Walt Disney Pictures
Mitte: Power Rangers © 2017 Lionsgate
Rechts: Logan – The Wolverine © 2017 20th Century Fox

Quelle: Boxofficemojo

Nach dem Rekord-Wochenende vor einer Woche war es keine Überraschung, dass die Umsätze der Top 12 trotz drei breiter Neustarts sanken. Mit insgesamt $195,1 Mio war dennoch reger Betrieb in den nordamerikanischen Kinos angesagt und die Zahlen lagen 23% unter der Vorwoche sowie 20% unter dem gleichen Wochenende im Vorjahr, als Batman v Superman den damaligen März-Startrekord aufstellte (der dieses Jahr von Die Schöne und das Biest getoppt wurde).

Disneys Die Schöne und das Biest setzte seinen phänomenalen Siegeszug an den Kinocharts mit einem zweiten Wochenende, das sogar noch beeindruckender war als das erste. Die Realverfilmung des Märchen-Musicals fiel um lediglich 48,3% auf $90,4 Mio und schrieb damit das viertbeste zweite Wochenendergebnis aller Zeiten. Das Startwochenende vor einer Woche war noch das sechstbeste aller Zeiten. Nur Star Wars – Das Erwachen der Macht ($149,2 Mio), Jurassic World ($106,6 Mio) und Marvel’s The Avengers ($103,1 Mio) hatten ein besseres zweites Wochenende. Das sind auch die einzigen Filme, die in ihren ersten zehn Tagen insgesamt mehr eingespielt haben als Die Schöne und das Biest. Der Streifen steht nach diesem Zeitraum bei überwältigenden $319 Mio in Nordamerika und liegt sogar 2% vor dem besser gestarteten Avengers: Age of Ultron sowie 12% vor Rogue One: A Star Wars Story im selben Zeitraum. Außerdem ist der Film bereits satte 66% The Jungle Book zum selben Zeitpunkt ihrer Performances voraus. The Jungle Book nahm in den ersten zehn Tagen $192,2 Mio ein, was letztlich 52,8% des finalen Gesamteinspiels des Films ausmachte. Wenn Die Schöne und das Biest dem gleichen Muster folgt, wird der Film sogar $600 Mio in Nordamerika erreichen. Allerdings ist Die Schöne und das Biest allein schon aufgrund des Riesenhypes deutlich frontlastiger als The Jungle Book, der an seinem zweiten Wochenende lediglich 40,4% einbüßte. Dennoch ist allein die Tatsache, dass Die Schöne und das Biest einen 50%-Drop vermeiden konnte, sehr bemerkenswert. Ohne nennenswerte direkte Konkurrenz bis Mai wird der Triumph des Films, der auch die nächsten beiden Wochenenden an der Spitze der US-Charts verbringen sollte, nicht bald enden. Ein Gesamteinspiel oberhalb von $500 Mio ist mittlerweile absolut sicher. Der Film sollte irgendwo im Bereich von $525-550 Mio in Nordamerika landen und hat gute Chancen, zum sechsterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA und in Kanada aufzusteigen.

Obwohl die Kinoadaption der Neunziger-Kultserie „Power Rangers“ nicht gegen die Übermacht von Die Schöne und das Biest ankommen konnte, startete der Film an und für sich solide und im Rahmen der moderaten Erwartungen. Der Streifen spielte $40,3 Mio von 3693 Kinos ein und erzielte einen Schnitt von $10913 pro Spielstätte. Der Film erwies sich als guter Kontrastprogramm zu Die Schöne und das Biest. Während die Zuschauer von Disneys Hit zu 70% weiblich waren, waren 65% der Ticketkäufer von Power Rangers männlich. Vermutlich wäre der Film in einem weniger kompetitiven Monat als diesem noch besser gestartet, doch Streifen wie Logan – The Wolverine und Kong: Skull Island haben in den letzten Wochen sein Zielpublikum abgegrast. So lässt sich teilweise erklären, weshalb Power Rangers deutlich unter dem Teenage-Mutant-Ninja-Turtles-Reboot von 2016 ($65,6 Mio) eröffnete. Bei einem Budget von $100 Mio wird das nordamerikanische Einspiel alleine nicht reichen, um auf schwarze Zahlen zu kommen, doch es ist gut genug, um eine solide Grundlage für ein potenzielles Sequel zu bilden. Mit sehr starker Mundpropaganda im Rücken („A“-CinemaScore, äquivalent einer „1“) sollte Power Rangers $105-115 Mio in Nordamerika erreichen, bevor er die Kinos verlässt.

Kong: Skull Island sank um einen Platz auf Rang 3 und spielte von Freitag bis Sonntag $14,7 Mio ein, 47,3% weniger als an seinem zweiten Wochenende. Nach 17 Tagen steht das Monsterspektakel bei $133,8 Mio und damit 23% hinter Godzilla (2014) im selben Zeitraum. Der Abstand schrumpft allerdings allmählich, denn Kong: Skull Island ist unter den Kinogängern deutlich beliebter und hält sich deshalb auch besser. Insgesamt wird der Film $160-165 Mio erreichen, was sehr ordentlich wäre, hätte der Film nicht heftige $185 Mio gekostet (mehr als jeder andere März-Blockbuster dieses Jahr).

Daniel Espinosas Sci-Fi-Horrorstreifen Life startete mit $12,5 Mio von 3146 auf Rang 4 und schrieb einen unspektakulären Schnitt von $3974 pro Kino. Sogar die namhafte Besetzung aus Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds sowie die große Popularität von Weltraumfilmen in jüngster Vergangenheit (Gravity, Interstellar, Der Marsianer) konnte Life nicht zu einem besseren Ergebnis verhelfen. Die Mundpropaganda scheint angesichts eines „C+“-CinemaScores (äquivalent einer „3+“) bestenfalls durchwachsen zu sein, sodass der Film sich mit $30-35 Mio aus den Kinos verabschieden wird. Da er $58 Mio kostete (ohne Marketingausgaben), müssen internationale Ergebnisse deutlich besser sein, damit er zumindest seine Kosten wieder einspielt.

Auf Seite 2 verraten wir Euch, welchen großen Meilensteine Logan – The Wolverine, John Wick: Kapitel 2 und La La Land erreichten.