Oppenheimer räumt bei den Preisen der US-Schauspielergewerkschaft ab

Cillian Murphy und Robert Downey Jr. in Oppenheimer © 2023 Universal Pictures

Quelle: Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists

Vergangene Nacht wurden in Los Angeles die 30. Screen Actors Guild Awards verliehen, also die Preise der US-amerikanischen Schauspielergewerkschaft, deren Streik letztes Jahr die Film- und TV-Industrie monatelang lahmgelegt hatte. Die SAG Awards gelten als wichtigste Prädiktoren der Oscars in den vier Schauspielkategorien, während der Preis fürs beste Schauspielensemble ganz gut mit dem "Bester Film"-Oscar korreliert.

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Der große Sieger des Abends bei den Filmen war – wie konnte es anders sein – Oppenheimer. Von seinen vier Nominierungen konnte Christopher Nolans Riesenhit drei Preise einheimsen, für Cillian Murphy, Robert Downey Jr. und sein Ensemble. Nur Emily Blunt ging leer aus. Oppenheimer gehört damit zu nur sechs Filmen, die drei oder mehr SAG Awards gewonnen konnten. American Beauty, Chicago, The Help, Three Billboards Outside Ebbing, Missiouri und Everything Everywhere All at Once sind die anderen fünf Titel, von denen drei auch den Oscar als bester Film gewonnen haben.

Mit seinen Siegen bei den BAFTAs und den SAG Awards ist Cillian Murphy endgültig an Paul Giamatti (The Holdovers) als Oscarfavorit in der Hauptdarsteller-Kategorie vorbeigezogen. Bei den Golden Globes haben beide gewonnen. Es gibt tatsächlich nur einen Präzedenzfall eines Schauspielers, der den Golden Globe, den BAFTA und den SAG Award gewonnen, aber den Oscar verloren hat: Russell Crowe mit A Beautiful Mind, der gegen Denzel Washington (Training Day) den Oscar verloren hat. Es gibt noch Überraschungspotenzial bei Giamatti, doch aktuell ist Murphy der klare Favorit, insbesondere da er auch im wahrscheinlichen Oscarsieger mitspielt.

Robert Downey Jr. (Oppenheimer) und Da’Vine Joy Randolph können nach den SAG-Siegen ihre Oscar-Reden guten Gewissens vorbereiten. An ihnen wird niemand mehr vorbeiziehen. Derweil bleibt das Rennen um den Hauptdarstellerin-Oscar spannend: Emma Stone gewann für Poor Things den Golden Globe, den Critics' Choice Awards und den BAFTA, Lily Gladstone für Killers of the Flower Moon aber ebenfalls den Globe und den SAG Award. Bei den BAFTAs war sie nicht einmal nominiert. Gladstone hat im Rennen den Vorteil, dass Stone bereits einen Oscar hat. Außerdem könnte die Academy mit ihrer Auszeichnung Geschichte schreiben, denn sie wäre die erste indigene Oscarpreisträgerin.

Bei den Serien dominierte "The Bear" mit drei Auszeichnungen, während "Succession" trotz fünf Nominierungen nur einen Preis gewonnen hat. Das dürfte daran liegen, dass gerade in der Darsteller-Kategorie die Stimemn zwischen den drei nominierten "Succession"-Stars aufgeteilt wurden, sodass Pedro Pascal stattdessen mit "The Last of Us" triumphierte.

Unten findet Ihr alle Siegerinnen und Sieger der diesjährigen Screen Actors Guild Awards. Die Nominierungen könnt Ihr hier nachlesen.

Filme

Bester Hauptdarsteller

Cillian Murphy (Oppenheimer)

Beste Hauptdarstellerin

Lily Gladstone (Killers of the Flower Moon)

Bester Nebendarsteller

Robert Downey Jr. (Oppenheimer)

Beste Nebendarstellerin

Da’Vine Joy Randolph (The Holdovers)

Bestes Ensemble

Oppenheimer

Bestes Stunt-Team

Mission: Impossible – Dead Reckoning

Serien

Bester Darsteller einer Dramaserie

Pedro Pascal ("The Last of Us")

Beste Darstellerin einer Dramaserie

Elizabeth Debicki ("The Crown")

Bestes Ensemble einer Dramaserie

"Succession"

Bester Darsteller einer Comedyserie

Jeremy Allen White ("The Bear – King of the Kitchen")

Beste Darstellerin einer Comedyserie

Ayo Edibiri ("The Bear – King of the Kitchen)

Bestes Ensemble einer Comedyserie

"The Bear – King of the Kitchen"

Bester Darsteller in einer Miniserie oder einem TV-Film

Steven Yeun ("Beef")

Beste Darstellerin in einer Miniserie oder einem TV-Film

Ali Wong ("Beef")

Bestes Stunt-Team

"The Last of Us"
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