Guardians of the Galaxy Vol 3 Dave Bautista

Dave Bautista in Guardians of the Galaxy (2014) © Walt Disney Pictures

Quellen: Short List, Dave Bautista Twitter

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Das Schlamassel rund um James Gunns plötzliche Entlassung durch Disney nachdem Rechtspopulisten seine zehn Jahre alten, geschmacklosen Tweets ausgegraben haben, wird immer unangenehmer. Während Marvel angeblich noch versucht, Disney davon zu überzeugen, James Gunn als Regisseur von Guardians of the Galaxy Vol. 3 zurückkehren zu lassen, spricht Guardians-Darsteller Dave Bautista (Drax) sehr klare Worte. In einem neuen Interview stellte er Disney ein Ulimatum, sollte das Studio auch das bereits fertige und eingereichte Drehbuch von James Gunn verwerfen: (aus dem Englischen)

Niemand nimmt seine Tweets in Schutz, aber es war eine Hetzkampagne gegen einen guten Mann. Ich habe mit Chris Pratt an dem Tag gesprochen, an dem es passiert ist, und er ist etwas religiös und wollte Zeit zum Beten und um sich darüber klarzuwerden, aber ich dachte eher: Scheiß drauf. Das ist Quatsch. James ist einer der nettesten, aufrichtigsten Menschen, die ich je getroffen habe. Momentan ist meine Position: wenn Marvel sein Drehbuch nicht verwendet, werde ich sie bitten, mich aus meinem Vertrag zu entlassen, den Charakter aus dem Plot zu nehmen oder neu zu besetzen.

Natürlich könnte Disney einfach auf seiner Vertragserfüllung bestehen oder ihn für seine Weigerung mit einer heftigen Strafe belegen, aber all das würde kein gutes Licht auf die bereits im Vorfeld von Skandalen geplagte Produktion werfen. Es wäre außerdem recht sinnlos, Gunns fertiges Skript, wenn es denn gut sein soll, nicht zu nutzen.

Zuvor erklärte Bautista über Twitter (unten), dass er das tun werde, wozu er rechtlich nach Vertragsunterzeichnung verpflichtet ist, doch Guardians ohne James Gunn sei nicht das, worauf er sich eingelassen habe. Er bezeichnete es als "ekelerregend" für jemanden zu arbeiten, der einer "Hetzkampagne von Faschisten" nachgibt und meinte damit natürlich Disney.

Harte Worte. Seit Gunns Entlassung war er derjenige aus dem Guardians-Cast, der sich am vehementesten für Gunn und seine Wiedereinstellung eingesetzt hat, und es sieht nicht danach aus, als könnte Disney Bautista irgendwie beschwichtigen. Ob sein Ultimatum jedoch ein ausreichendes Druckmittel ist, um Gunn zurückzubringen, wage ich leider zu bezweifeln. Doch man kann nicht abstreiten, dass der allgemeine Druck auf Disney wächst. Sollte der Film durch die ganze Sache Bautista als Drax-Darsteller verlieren, wären die Reaktionen unter den Fans zweifellos sehr negativ.