Critics Choice Awards 2014 Gewinner

Quelle: Broadcast Film Critics Association

Zum 20. Mal wurden am Donnerstag in Los Angeles die Critics’ Choice Awards verliehen. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen der Broadcast Film Critics Association (BFCA), der größten Vereinigung von Fernseh-, Radio- und Online-Filmkritikern aus USA und Kanada, die etwa 250 Mitglieder zählt. Obwohl es keinerlei Überschneidung zwischen den Wählern der Academy und denen der BFCA gibt, haben sich die Crtiic’s Choice Awards in den letzten Jahren als ein immer besser werdender Prädiktor der Oscars erwiesen. Letztes Jahr war die Übereinstimmung bei den Siegern besonders markant – in 17 Kategorien haben die BFCA und die Academy die gleichen Filme prämiert! Abweichungen gab es kaum. Das wird dieses Jahr allein schon aus dem Grund nicht der Fall sein, dass sechs der BFCA-Gewinner erst gar nicht für die Oscars nominiert wurden, darunter Birdman für seinen Schnitt und seine Musik, The LEGO Movie als “Bester Animationsfilm”, Gillian Flynn (Gone Girl) für ihr Drehbuch, Life Itself als “Bester Dokumentarfilm” und Höhere Gewalt als “Bester fremdsprachiger Film”. Das sollte doch zu denken geben.

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Zwei Rekorde wurden bei den diesjährigen Critics’ Choice Awards eingestellt. Nachdem Lincoln vor zwei Jahren mit 13 Nominierungen einen Nominierungsrekord aufgestellt hat und 12 Years a Slave und American Hustle ihn vergagenes Jahr einstellen konnten, erreichte auch Birdman dieses Jahr 13 Nennungen. Geholfen hat dabei, dass der Film in den Sonderkategorien “Beste Komödie” und “Bester Hauptdarsteller einer Komödie” nominiert wurde. Birdman stellte auch den Rekord der meisten Auszeichnungen ein, der erst letztes Jahr von Gravity mit sieben Preisen aufgestellt wurde. Die Parallelen zu Gravity hören hier aber nicht auf: wie schon Gravity verlor auch Birdman in der Kategorie “Bester Film” (an Boyhood). Im Gegensatz zu Gravity erhielt er auch nicht den Regiepreis, gewann aber dafür für sein Drehbuch.

Insgesamt ging diese Preisverleihung also genau so aus, wie die meisten in dieser Oscar-Saison: Boyhood und Birdman räumten fast alles ab, Julianne Moore, Patricia Arquette, Michael Keaton und J.K. Simmons holten die Schauspielerpreise. Der große Verlierer der Preise war The Imitation Game, der trotz sechs Nominierungen leer ausging. Viele Überraschungen sind in der Oscarnacht vermutlich nicht zu erwarten.

Hier sind die Nominierungen und Gewinner (in grün) der diesjährigen Critics’ Choice Awards:

Bester Film

Birdman
Boyhood
Gone Girl
Grand Budapest Hotel
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
Nightcrawler
Martin Luther King – Der Marsch von Selma
Die Entdeckung der Unendlichkeit
Unbroken
Whiplash

Bester Hauptdarsteller

Benedict Cumberbatch (The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben)
Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel)
Jake Gyllenhaal (Nightcrawler)
Michael Keaton (Birdman)
David Oyelowo (Martin Luther King – Der Marsch von Selma)
Eddie Redmayne (Die Entdeckung der Unendlichkeit)

Beste Hauptdarstellerin

Jennifer Aniston (Cake)
Marion Cotillard (Zwei Tage, eine Nacht)
Felicity Jones (Die Entdeckung der Unendlichkeit)
Julianne Moore (Still Alice)
Rosamund Pike (Gone Girl)
Reese Witherspoon (Wild – Der große Trip)

Bester Nebendarsteller

Josh Brolin (Inherent Vice – Natürliche Mängel)
Robert Duvall (Der Richter – Recht oder Ehre)
Ethan Hawke (Boyhood)
Edward Norton (Birdman)
Mark Ruffalo (Foxcatcher)
J.K. Simmons (Whiplash)

Beste Nebendarstellerin

Patricia Arquette (Boyhood)
Jessica Chastain (A Most Violent Yaar)
Keira Knightley (The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben)
Emma Stone (Birdman)
Meryl Streep (Into the Woods)
Tilda Swinton (Snowpiercer)

Bester junge Darsteller/Darstellerin

Ellar Coltrane (Boyhood)
Ansel Elgort (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
Mackenzie Foy (Interstellar)
Jaeden Lieberher (St. Vincent)
Tony Revolori (Grand Budapest Hotel)
Quevenzhane Wallis (Annie)
Noah Wiseman (The Babadook)

Bestes Ensemble

Birdman
Boyhood
Grand Budapest Hotel
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
Into the Woods
Martin Luther King – Der Marsch von Selma

Beste Regie

Wes Anderson (Grand Budapest Hotel)
Ava DuVernay (Martin Luther King – Der Marsch nach Selma)
David Fincher (Gone Girl)
Alejandro González Iñárritu (Birdman)
Angelina Jolie (Unbroken)
Richard Linklater (Boyhood)

Bestes Originaldrehbuch

Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris und Armando Bo (Birdman)
Richard Linklater (Boyhood)
Wes Anderson und Hugo Guinness (Grand Budapest Hotel)
Dan Gilroy (Nightcrawler)
Damien Chazelle (Whiplash)

Bestes Adaptiertes Drehbuch

Gillian Flynn (Gone Girl)
Graham Moore (The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben)
Paul Thomas Anderson (Inherent Vice – Natürliche Mängel)
Anthony McCarten (Die Entdeckung der Unendlichkeit)
Joel Coen & Ethan Coen, Richard LaGravenese und William Nicholson (Unbroken)
Nick Hornby (Wild – Der große Trip)

Beste Kamera

Birdman
Grand Budapest Hotel
Interstellar
Mr. Turner – Meister des Lichts
Unbroken

Beste Ausstattung

Birdman
Grand Budapest Hotel
Inherent Vice – Natürliche Mängel
Interstellar
Into the Woods
Snowpiercer

Bester Schnitt

Birdman
Boyhood
Gone Girl
Interstellar
Whiplash

Beste Kostüme

Grand Budapest Hotel
Inherent Vice – Natürliche Mängel
Into the Woods
Maleficent
Mr. Turner – Meister des Lichts

Bestes Makeup & Hairstyling

Foxcatcher
Guardians of the Galaxy
Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere
Into the Woods
Maleficent

Beste visuelle Effekte

Planet der Affen – Revolution
Edge of Tomorrow
Guardians of the Galaxy
Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere
Interstellar

Bester Animationsfilm

Baymax – Riesiges Robowabohu
Die Boxtrolls
Drachenzähmen leicht gemacht 2
Manolo und das Buch des Lebens
The LEGO Movie

Bester Actionfilm

Der Scharfschütze
The Return of the First Avenger
Edge of Tomorrow
Herz aus Stahl
Guardians of the Galaxy

Bester Darsteller in einem Actionfilm

Bradley Cooper (Der Scharfschütze)
Chris Evans (The Return of the First Avenger)
Tom Cruise (Edge of Tomorrow)
Brad Pitt (Herz aus Stahl)
Chris Pratt (Guardians of the Galaxy)

Beste Darstellerin in einem Actionfilm

Emily Blunt (Edge of Tomorrow)
Scarlett Johansson (Lucy)
Jennifer Lawrence (Die Tribute vpn Panem – Mockingjay Teil 1)
Zoe Saldana (Guardians of the Galaxy)
Shailene Woodley (Die Bestimmung – Divergent)

Beste Komödie

22 Jump Street
Birdman
Grand Budapest Hotel
St. Vincent
Top Five

Bester Darsteller in einer Komödie

Jon Favreau (Chef)
Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel)
Michael Keaton (Birdman)
Bill Murray (St. Vincent)
Chris Rock (Top Five)
Channing Tatum (22 Jump Street)

Beste Darstellerin in einer Komödie

Rose Byrne (Bad Neighbors)
Rosario Dawson (Top Five)
Melissa McCarthy (St. Vincent)
Jenny Slate (Obvious Child)
Kristen Wiig (The Skeleton Twins)

Bester Sci-Fi/Horrorfilm

The Babadook
Planet der Affen – Revolution
Interstellar
Snowpiercer
Under the Skin

Bester fremdsprachiger Film

Ida
Höhere Gewalt
Leviathan
Zwei Tage, eine Nacht
Wild Tales – Jeder dreht mal durch!

Bester Dokumentarfilm

CitizenFour
Glen Campbell: I’ll Be Me
Life Itself
Jodorowsky’s Dune
Last Days in Vietnam
The Overnighters

Bestes Filmlied

“Yellow Flicker Beat” (Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1)
“Glory” (Martin Luther King – Der Marsch von Selma)
“Big Eyes” (Big Eyes)
“Lost Stars” (Can a Song Save Your Life?)
“Everything is Awesome” (The LEGO Movie)

Beste Filmmusik

Birdman
Gone Girl
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
Interstellar
Die Entdeckung der Unendlichkeit