Quelle: Entertainment Weekly

Der Artikel enthält selbstverständlich Spoiler hinsichtlich Star Wars: Das Erwachen der Macht.

Mehr als 2 Millionen deutsche Kinogänger haben am Wochenende bereits die siebte Episode der Star-Wars-Saga gesehen und der Tenor der Zuschauer ist im Schnitt überwältigend positiv. Nachdem der Schleier der Geheimhaltung nun endlich gelüftet wurde, kommen seit dem Release des Films immer mehr neue interessante Details ans Licht, wie beispielsweise die scheinbare Bestätigung von Daniel Craigs Gastaauftritt in dem Film.

Dass Das Erwachen der Macht proppenvoll mit Cameos ist, ist keine Neuigkeit mehr, doch dazu zählen offenbar auch winzige verbale Gastauftritte, mit denen niemand gerechnet hat. Star-Wars-Stars Mark Hamill (der ansonsten in dem Film wortlos bleibt), Frank Oz (Yoda) und Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi) sind kurz zu hören. Doch das i-Tüpfelchen ist tatsächlich die Stimme von Alec Guinness, der im allerersten Star-Wars-Film die Rolle von Obi-Wan spielte (und dafür seinerzeit eine Oscarnominierung erhielt).

Alle diese Stimm-Cameos sind in einer mysteriösesten Szenen des Films zu hören, wenn Rey (Daisy Ridley) Luke Skywalkers Lichtschwert in einer Schachtel im Kellergewölbe von Maz Katanas Bar findet. Sobald sie die Jedi-Waffe berührt, erlebt sie eine Reihe von sich schnell abwechselnden Visionen, in denen sie offenbar Momente aus der Vergangenheit aber auch möglicherweise der Zukunft erlebt. Wir sehen in schneller Abfolge u. a. die Rückenansicht von Luke Skywalker neben R2D2, Kylo Ren und die anderen Ritter von Ren scheinbar kurz nach dem Massaker an Lukes Schülern, das Innere eines Raumschiffs und erleben, wie die junge Rey auf Jakku zurückgelassen wurde. Innerhalb dieser Szenen hört man im Hintergrund einige Stimmen und diese stammen von den vorhin genannten Star-Wars-Stars. Im Falle von Hamill wurde sein „Nein!“-Ausruf aus Das Imperium schlägt zurück wiederverwertet, doch Ewan McGregor kam tatsächlich ins Studio und nahm einen neuen Satz auf: „Rey, das sind deine ersten Schritte“. Abrams schwärmt in einem Interview mit Entertainment Weekly von McGregor, der nach der Aufnahme auf seinem Motorrad abgedüst sein soll. Auch von Frank Oz als Yoda wurden neue Aufnahmen gemacht, doch letztlich wurde für Yoda altes Material verwendet.

Die größte Überraschung ist aber die „Beteiligung“ des vor 15 Jahren verstorbenen Alec Guinness, mit der nicht einmal Abrams selbst ursprünglich gerechnet hat. Der Filmproduzent Bryan Burk präsentierte ihm eines Tages ein einzelnes Wort: „Rey“. Dieses haben die Tontechniker des Films aus einer anderen Aufnahme zusammengeschnitten, in der Guinness das Wort „Afraid“ sagt. Abrams sei mit der Stimmlage und der Betonung überglücklich gewesen und beteuert im Interview, dass er es sich genau so vorgestellt gehabt hätte, wäre Guinness selbst am Set gewesen.

Was die einzelnen Bilder in Reys Vision bedeuten und ob wir in Zukunft auch verlängerte Versionen dieser Flashbacks zu sehen bekommen werden, bleibt offen doch diese Szene säte die Samen für die Mythologie der neuen Trilogie, die in den kommenden beiden Episoden weiter erforscht werden wird. Wer weiß, ob es auch wirklich das Letzte ist, das wir von McGregor und Oz bei Star Wars gehört haben…

Wer für sich selbst herausfinden will, ob er/sie die einzelnen Stimmen erkennt, sollte sich demnächst die englische Originalfassung des Films im Kino zu Gemüte führen. Oder habt Ihr sie bereits gesehen und die Stimmen gar auf Anhieb erkannt?

Ich bin gespannt, welche kleinen Easter Eggs uns in den nächsten Tagen und Wochen noch offenbart werden.