Theodor Seuss Geisel, besser bekannt als Dr. Seuss, ist einer der beliebtesten Kinderbuchautoren der USA und seine berühmteste Schöpfung ist der Grinch. Der Weihnachtshasser mit einem verkümmerten Herzen wurde umgangssprachlich zum Synonym für einen griesgrämigen Miesepeter. Was viele heutzutage nicht mehr wissen, ist, dass der Grinch ursprünglich gar nicht grün war, sondern in Dr. Seuss' Buch komplett in Schwarzweiß gezeichnet wurde. Es war der fürs Fernsehen produzierte Zeichentrickkurzfilm Die gestohlenen Weihnachtsgeschenke aus dem Jahr 1966, der das heute allgemein bekannte, unverwechselbare Aussehen des Grinchs bestimmte.
Während der Kurzfilm in den USA auch nach 60 Jahren ein Weihnachts-Evergreen ist, kennen hierzulande die meisten Kinder und diejenigen, die es in den frühen 2000ern waren, den Grinch hauptsächlich durch die Realverfilmung von Ron Howard, in der Gummigesicht Jim Carrey in die Rolle schlüpfte. Für den Film musste Carrey viel leiden. Zu Beginn der Dreharbeiten musste das aufwendige Make-up acht Stunden lang aufgetragen werden. Die Prozedur fand Carrey so schlimm, dass er anbot, seine 20-Millionen-Dollar-Gage zurückzugeben, um aus dem Film aussteigen zu dürfen. Ein CIA-Berater, der Agenten darin ausbildete, Folter zu ertragen, wurde hinzugezogen, um Carrey zu helfen. Schließlich konnte der Make-up-Prozess auf drei Stunden heruntergekürzt werden. Carrey hat den Dreh überstanden und das Make-up wurde später sogar mit einem Oscar prämiert.
Trotz gemischter Kritiken wurde Der Grinch zu einem Riesenhit an den Kinokassen. In den USA, wo jedes Kind Dr. Seuss' Vorlage und den Zeichentrick kennt, wurde er zum erfolgreichsten Film seines Jahres. Weltweit spielte Der Grinch rund 350 Millionen US-Dollar ein. Eine weitere Adaption als Animationsfilm aus der Minions-Schmiede Illumination folgte 2018 und war kommerziell noch erfolgreicher, in der anhaltenden Beliebtheit während der Weihnachtszeit konnte er dem Realfilm jedoch nicht das Wasser reichen.
Zum 25. Jubiläum des Films erklärte Carrey letztes Jahr, dass er bereit wäre, als Grinch zurückzukehren, solange er die Rolle mittels Motion-Capture-Effekten verkörpern könnte. Jetzt sieht es ganz danach aus, als würde das Sequel Wirklichkeit werden. Wie The Hollywood Reporter berichtet, steht Carrey in Verhandlungen, in einem neuen Kinofilm als Grinch zurückzukehren. Howard würde wieder die Regie übernehmen. Das Drehbuch schreibt das Trio Alec Berg, Jeff Schaffer und David Mandel. Ironischerweise zeichneten sich diese drei Autoren auch für das Skript zur Dr.-Seuss-Verfilmung Der Kater mit Hut mit Mike Myers verantwortlich, die so schlecht war, dass Dr. Seuss' Witwe verfügte, dass es nie wieder Realadaptionen seiner Werke geben dürfe. Wie ihr Wunsch, der sogar in ihrem Testament festgehalten wurde, für Der Grinch 2 umgangen werden konnte, ist unklar.
Habt Ihr Interesse an Der Grinch 2 mit Jim Carrey?
Quelle: The Hollywood Reporter














