George Lucas plante eine Serie über Imperator Palpatine

Mit The Mandalorian and Grogu schloss sich dieses Jahr ein Kreis für das Star-Wars-Franchise. Vor sieben Jahren ging "The Mandalorian" zeitgleich mit Disney+ an den Start und wurde zur ersten "Star Wars"-Realserie in der 42-jährigen Franchise-Geschichte. Nachdem Star Wars jahrzehntelang hauptsächlich ein exklusives Kinoevent war, wendete sich das Blatt. Nach gemischten Reaktionen auf Disneys Star-Wars-Filme hießen die Fans "The Mandalorian" als Rückkehr zum "alten" Star-Wars-Feeling willkommen. Nachdem zwischen 2015 und 2019 jährlich ein neuer Star-Wars-Film in die Kinos gekommen war, fokussierte sich Disney ausschließlich auf die TV-Abenteuer aus einer weit, weit entfernten Galaxis. Sechs weitere "Star Wars"-Realserien, darunter "Andor" und "Ahsoka", wurden seit "The Mandalorian" produziert. Während das Franchise bei Disney+ aufblühte, stagnierte es im Kino. Letztlich wurde es die Filmfortsetzung von "The Mandalorian", die anstelle einer vierten Staffel produziert wurde und Star Wars auf die Kinoleinwände zurückbrachte.

Ideen für Realserien aus dem Star-Wars-Universum gab es jedoch schon lange vor Disney. Bevor Franchise-Schöpfer George Lucas 2012 Lucasfilm für vier Milliarden US-Dollar an Disney verkaufte, hatte er selbst Pläne für ein größeres Star-Wars-Universum im Fernsehen. Lange bekannt ist das Serienprojekt "Star Wars: Underworld", das Lucas ursprünglich nach dem Kinostart von Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith angekündigt hatte. Die Serie sollte von der kriminellen Unterwelt auf dem Planeten Coruscant handeln und zwischen Episode III und Episode IV spielen. Darth Vader und Imperator Palpatine sollten Gastauftritte in der Serie haben. Lucas engagierte mehrere Autoren, darunter den "Battlestar Galactica"-Showrunner Ronald D. Moore, für die Drehbücher. Bis zu 50 Episoden der Serie sollen geschrieben worden sein, bevor Lucas die Pläne aus Kostengründen auf Eis legte. Kurz darauf verkaufte er Lucasfilm und Disney stampfte "Star Wars: Underworld" endgültig ein.

Wie sich nun herausgestellt hat, war es nicht die einzige Realserie, die Lucas zu der Zeit im Sinn hatte. Ian McDiarmid, der seit Die Rückkehr der Jedi-Ritter Imperator Palpatine, den Strippenzieher hinter Darth Vader, verkörpert, verriet bei einem Auftritt auf der SpaceCon in San Antonio, dass Lucas ihn wegen einer Palpatine-Serie angesprochen hatte, die seinen Aufstieg zur Macht à la Adolf Hitler schildern sollte: (aus dem Englischen)

George Lucas sprach mit mir über eine TV-Serie. Ich denke, ich darf es jetzt sagen. Wir haben eines Tages zu Mittag gegessen und er meinte zu mir: "Ich habe diese Idee und ich hoffe, dass du daran teilhaben wollen würdest. Wir könnten dem Aufstieg des Imperators folgen, wie bei Hitler. Es würde vielleicht einen Anschlag auf ihn geben, der aber natürlich nicht erfolgreich sein würde." Es klang wirklich aufregend, und dann meinte er, dass ich vielleicht sogar eine Folge selbst inszenieren dürfte, und dann wurde ich ohnmächtig. Aber leider hat sich das nicht materialisiert.

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Wurde Palpatines Aufstieg vom Senator zum Imperator nicht schon ziemlich genau in der Prequel-Trilogie geschildert? Wie dem auch sei, zum Abschluss muss dieses Zitat natürlich noch sein:

Quelle: IGN

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