Rose Byrne X-Men

Quelle: Entertainment Weekly

Hier mal eine Meldung, die mir heute ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Simon Kinberg, der Autor und Produzent von X-Men: Apocalypse, hat in einem Interview mit Entertainment Weekly verraten, dass Rose Byrne als Dr. Moira MacTaggert in der Fortsetzung nicht nur wieder mit von der Partie sein wird, sondern auch eine signifikante Rolle spielen wird. Die Beziehung zwischen ihr und Charles Xavier (James McAvoy) wird wieder aufgegriffen: (aus dem Englischen)

[Sie ist] ein wichtiger Charakter in dem Film. Am Ende von Erste Entscheidung hat Charles große Teile ihrer Erinnerungen an die X-Men ausgelöscht. Sie sind mehr oder weniger Fremde für sie, wenn sie sie wieder trifft. Die Beziehung zwischen ihr und Charles, die wir in Erste Entscheidung angeschnitten haben, ist sehr interessant und wir würden gerne mehr davon erforschen in diesem Film

Als ein Fan der Australierin Rose Byrne seit ihrem ersten großen Blockbuster-Auftritt in Troja, freut mich ungemein, dass sie wieder dabei sein wird. Byrne trat zwar bereits in vielen erfolgreichen Filmen auf, doch sie bleibt trotzdem eine Schauspielerin, die der Mainstream bestenfalls nach dem Motto "Das war doch die aus dem Film Soundso…" wiedererkennt. Dabei hat sie mit Filmen wie Männertrip, Brautalarm und Bad Neighbors großes komödiantisches Talent bewiesen und mit der Anwaltsserie "Damages – Im Netz der Macht" ein ebenso ausgeprägtes Talent in dramatischen Rollen. In nahezu jedem Film, den ich mit ihr gesehen habe, war sie in der Lage, das Werk noch ein kleines Stück aufzuwerten – so auch im bereits großartigen X-Men: Erste Entscheidung, in der sie zwar einen der wenigen Charaktere ohne Superkräfte gespielt hat, dennoch aber einen guten Eindruck hinterlassen hat. Nicht nur, aber auch, durch ihre Szene im Hellfire Club.

Umso trauriger fand ich es, als bekannt wurde, dass sie in X-Men – Zukunft ist Vergangenheit nicht mit von der Partie sein würde, doch angesichts der Fülle an Charakteren, die der Film bereits mit sich brachte, war diese Entscheidung nachzuvollziehen. Ich habe mich damit abgefunden, dass Byrnes Zeit im X-Men-Franchise vorbei war, denn das Ende für ihre Figur wirkte in X-Men: Erste Entscheidung relativ abgeschlossen. Zum Glück werde ich scheinbar eines Besseren belehrt!

Kinberg elaborierte zudem, dass der kommende Film sich auf das Figuren-Quartett Professor X, Magneto, Mystique und Beast konzentrieren wird:

Apocalypse ist die Beendigung der ersten Handlungsbögen von Charles, Eric, Raven und Hank, die essentiell unsere Hauptcharaktere sind. Sie sind so junge Schauspieler und spielen junge Charaktere, also gibt es noch sehr viel über sie zu erzählen. Was aber die erste Phase von ihren Leben betrifft, so bietet der Film in dieser Hinsicht einen Abschluss

Da die Verträge der Hauptdarsteller nach dem Film auch auslaufen, bin ich mir nicht sicher, ob wir Jennifer Lawrence, Michael Fassbender und James McAvoy in diesen Rollen danach jemals wieder zu sehen bekommen werden. Sie alle haben sehr erfolgreiche und gefeierte Karrieren und sind sehr gefragt in Hollywood, sodass ich mir vorstellen kann, dass sie nicht alle paar Jahre wieder in einem neuen Abenteuer der Marvel-Mutanten auftreten wollen werden, so schade das auch ist für die Fans.

Auf die Nachfrage hin, ob das Achtziger-Setting dazu führen könnte, dass bestimmte Mutanten wie Dazzler im Film auftreten werden, lachte Kinberg und antwortete wie folgt:

Das könnte sein. Wir suchen auf jeden Fall nach Muanten, die in diese Zeitepoche hineinpassen würden.

Das Achtziger-Setting bringt mich allerdings auch zu der Überlegung, ob einige der Figuren nicht zu jung aussehen werden. X-Men: Erste Entscheidung spielte im Jahre 1962, zu der Zeit der Kuba-Krise. X-Men: Apocalypse spielt in den Achtzigern, wie Kinberg mehrfach bestätigt hat. Auch wenn es nur 1980 ist, bedeutet das, dass 18 Jahre zwischen Erste Entscheidung und Apocalypse verstrichen sind. Zwischen den Filmen werden aber nur fünf Jahre liegen. Demnach sollte Rose Byrnes Figur im Film eigentlich mindestens 45 Jahre alt sein (ihr wahres Alter ist 35), wenn nicht älter und im Gegensatz zu Mystique besitzt sie keine mutierten Gene, die ihr Altern verlangsamen. Auch Eric und Charles müssten eigentlich deutlich gealtert sein… Ich schätze das wird einfach eine dieser Sachen sein, die man nicht hinterfragen sollte.

Derweil wurde Kinberg auch gefragt, wie wahrscheinlich ein Crossover zwischen dem aktuellen X-Men-Universum und den neuen Fantastic-Four-Filmen sei. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass 20th Century Fox ebenfalls ein großes Comicfilm-Universum à la The Avengers anstrebt. In Vergangenheit gab es Berichte, dass vorerst kein Crossover geplant sei, doch Kinberg blieb diesmal offener:

Das Reboot der FanFour musste wirklich auf sich alleine gestellt funktionieren. Wir haben etwas wirklich Radikales mit der Atmosphäre dieses Films versucht. Wenn wir einen Weg findet wollten, die Fantastic Four mit den X-Men zu verbinden, könnten wir es tun. Es gibt dafür viele Präzedenzfälle aus den Comics.

Ich frage mich, ob es auch das eine oder andere Easter Egg diesbezüglich in The Fantastic Four geben wird, der diesen August in den deutschen Kinos startet. Was X-Men: Apocalypse betrifft, so kommt dieser Film unter Bryan Singers Regie am 19.05.2016 in unsere Kinos, selbstverständlich wieder in 3D. Neben Hoult, Lawrence, Byrne, McAvoy und Fassbender werden auch einige neue Gesichter im Film zu sehen sein, wie Tye Sheridan, Sophie Turner und Alexandra Schipp als die jungen Ausgaben von Cyclops, Jean Grey und Storm, Channing Tatum in seinem ersten Auftritt als Gambit und Oscar Isaac als übermächtiger Bösewicht Apocalypse. Sehr wahrscheinlich ist es auch, dass Hugh Jackman als Wolverine sich blicken lassen wird, auch wenn seine Beteiligung an dem Film noch nicht offiziell bestätigt ist. Nah zwei großartigen X-Men-Filmen in Folge (und einem überraschend soliden Wolverine-Film), gehört X-Men: Apocalypse zweifelsohne zu meinen meisterwarteten Filmen von 2016. Wenn es um die X-Men geht, dann ist auf Bryan Singer eigentlich immer Verlass!