Quelle: Variety

Eine der größten Enthüllungen, die während des Sony-Hack-Skandals im Winter 2014 ans Licht kam, war die Idee, das erfolgreiche 21-Jump-Street-Franchise mit dem nach Will Smiths Absage an ein weiteres Sequel ruhenden Men-in-Black-Franchise zu verschmelzen. Die Idee, die chaotischen Undercover-Cops auf die Alienjäger treffen zu lassen, war dermaßen durchgeknallt, schräg und an den Haaren herbeigezogen, dass sie Filmfans gleichermaßen faszinierte und den Kopf schütteln ließ. Kurze Zeit später haben Christopher Miller und Phil Lord, die Regisseure der beiden Jump-Street-Filme bestätigt, dass die Idee im Raum steht.

Seit 22 Jump Street sind jetzt eineinhalb Jahre vergangen und obwohl recht bald nach dem großen Erfolg des Sequels ein dritter Film angekündigt wurde, ist bislang wenig an der Front passiert. Solche Eisen muss man jedoch schmieden, solange sie heiß sind und deshalb macht Sony endlich Nägel mit Köpfen und treibt das Jump Street/Men-in-Black-Crossover voran. Das bestätigt das Industrieblatt Variety, laut dem bereits im Juni die Dreharbeiten zu 23 Jump Street beginnen sollen. Kinostart wäre in dem Fall vermutlich im Sommer 2017.

Regie führt leider nicht mehr das Duo Miller und Lord, das mich spätestens nach dem genialen Jump-Street-Sequel und The LEGO Movie mich überzeugt haben, dass sie sogar aus Sudoku einen tollen Film machen könnten. Da sie jedoch an den Han-Solo-Film gebunden sind, produzieren sie das Crossover nur, während James Bobin (Die Muppets) die Regie übernimmt. In seinem Muppets-Film zeigte Bobin zum Glück auch eine herrliche Portion an anarchischem Humor und genau das wird ein Film wie 23 Jump Street feat. Men in Black benötigen. Das Drehbuch schreibt Rodney Rothman, der auch am Skript von 22 Jump Street mitgearbeitet hat.

Jonah Hill und Channing Tatum werden in ihren Rollen als Jenko und Schmidt zurückkehren, doch Ihr solltet nicht mit Will Smith und Tommy Lee Jones als Agenten Jay und Kay rechnen. Zunächst einmal hat Will Smith bereits klargestellt, dass er kein Interesse an einem weiteren Men in Black hat und außerdem plant das Studio sowieso die Men-in-Black-Reihe mit neuen Gesichtern zu rebooten (wobei mindestens einer der neuen Protagonisten weiblich sein soll). Und was eignet sich dazu als Sprungbrett besser als ein Auftritt in einem der aktuell beliebtesten Comedy-Franchises?

Es ist nicht ohne Grund, dass während Comedy-Sequels wie Ted 2 und Kill the Boss 2 an den Kinokassen deutlich schwächer abgeschnitten haben as ihre Vorgänger, 22 Jump Street sich gegenüber Teil 1 sogar verbesserte und weltweit knapp $330 Mio bei nur $50 Mio Produktionskosten eingespielt hat. Lord und Miller ist eine großartige Neuinterpretation von 21 Jump Street gelungen und dazu noch ein (Meta-)Sequel, das die Gagdichte und Cleverness des ersten Films z. T. sogar übertrifft. Wäre das Crossover in ihren Händen, würde ich mir da keinerlei Sorgen machen. Auch jetzt bleibe ich vorsichtig optimistisch und hoffe, dass sie dennoch ihre Hände beim Film im Spiel haben werden.

Was haltet Ihr von der Crossover-Idee?