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Fantasy Filmfest Nights 2014 – Tag 1

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Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1

Liebe Filmfutter-Fans,

Nachdem wir in den letzten zwei Jahren immer mit unserem Fantasy-Filmfest-Tagebuch von Deutschlands größtem Festival für Science-Fiction, Horror, Fantasy (und alles abseits des absoluten Mainstreams) berichtet haben, werden wir dieses Jahr erstmals auch den kleinen Bruder des FFF in Augenschein nehmen – die Fantasy Filmfest Nights. Dieser Frühlings-Ableger wurde 2003 erstmals unter dem Namen "Die Nacht der 1000 Schreie eingeführt" und feiert dieses Jahr seine 12. (und angesichts des gut gefüllten Saals heute) erfolgreiche Ausgabe. Die FFF Nights haben immer den Vorteil, dass dadurch, dass die Filmauswahl hier dank der zweitägigen Laufzeit verdichtet wird, noch weniger qualitative Ausfälle als im Sommer zu erwarten sind. In unserer Vorschau zu den Fantasy Filmfest Hights 2014 haben wir die zehn Filme ausführlich vorgestellt. Im Vorfeld schon fand ich, dass es sich um die beste Filmauswahl handelte, seit ich die Nights besuche (das wäre seit 2006). Ob die Filme aber auch das halten, was sie versprechen, werden wir in unserem zweiteiligen Bericht Euch erzählen. Heute konnte ich bereits fünf Filme sichten und mein kurzes Urteil könnt Ihr unten sehen.

TAG 1

In Fear

Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1 - In FearEin sehr häufiges Problem bei Mystery-Filmen  ist es, nach einem spannenden Aufbau der Geschichte, in dem die Protagonisten in etwas hineingeraten, was sie sich nicht erklären können und die Zuschauer auch nicht mehr wissen als die Hauptcharaktere, dem Ganzen auch eine würdige Auflösung zu geben. Es ist eine Wanderung auf einem sehr schmalen Grat – lässt man zu viel offen, läuft man der Gefahr, dass sich die Zuschauer verarscht fühlen, erklärt man hingegen alles bis ins kleinste Detail, ist es gut möglich, dass die Erklärung verglichen mit der aufgebauten Spannung und dem Rätselraten antiklimatisch und schlichtweg enttäuschend ist. Viele Filme scheitern gerade an der Auflösung der Fragen, die sie zuvor aufstellen und leider ergeht es Jeremy Loverings Kino-Debüt nicht anders. Darin befindet sich das junge Paar Tom (Iain DeCaestecker) und Lucy (Alice Englert), das sich gerade erst seit zwei Wochen kennt, auf dem Weg zu einem Musikfestival. Vorher steht noch ein Zwischenstopp in einem romantischen Hotel auf dem Lande an, doch auf der Suche nach diesem verfahren sich die beiden in der irischen Provinz. Während es draußen immer dunkler wird, der Wald die schmalen Landstraßen bedrohlich umschließt und die Nerven der Protagonisten langsam aber sicher blank liegen, schleicht sich offensichtlich eine reale Gefahr in der Dunkelheit herum.

Genau bis zu diesem Punkt präsentiert sich der Film als ein sehr atmosphärischer und teilweise beklemmender Gruseltrip mit einer tollen Kameraführung und natürlich agierenden Hauptdarstellern, die genau die richtige Chemie von einem frischen Paar miteinander haben. Doch leider beugt sich In Fear in seiner zweiten Hälfte dem Druck der Konventionalität. Erklärungen und recht vorhersehbare Wendungen lassen das zuvor sorgfältig aufgebaute Konstrukt aus Ungewissheit und böser Vorahnung in sich zusammenfallen, während die Story einen banaleren und actionreicheren Pfad betritt. Schade, aber immerhin verhielt es sich bei meinem Tag genau andersherum – schwacher Start und eine deutliche Verbesserung. 2,5/5

The Green Inferno

Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1 - The Green InfernoEli Roth ist wieder da! Obwohl der einst als neues Wunderkind des Horrors gehandelte Filmemacher mit The Green Inferno seine erste Regiearbeit seit sieben Jahren in die Kinos bringt, ist diese Abwesenheit nicht wirklich aufgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass Roth in der Zwischenzeit alles andere als untätig war. Als Schauspieler (Piranha 3D, Inglourious Basterds), Produzent (Der letzte Exorzismus) und Drehbuchautor (Aftershock, The Man with the Iron Fists) – und gelegentlich in allen drei Fukktionen zugleich – war er alles andere als untätig. Dass es dann doch anders aussieht, wenn Roth selbst hinter dem Steuer sitzt, zeigt sich daran, dass The Green Inferno qualitativ deutlich besser ist als Aftershock oder The Man with the Iron Fists. In seiner (kranken) Liebeserklärung an den Italo-Kannibalen-Horror der Siebziger und frühen Achtziger (à la Cannibal Holocaust, bei uns auch bekannt als Nackt und zerfleischt) schickt Roth eine Gruppe an Umweltaktivisten und Gutmenschen in den peruanischen Dschungel, um einen Bautrupp daran zu hindern, den Lebensraum von einem indigenen Stamm zu zerstören. Schnell ist die Mission erfüllt (oder auch nicht) und es kann wieder zurück in die Zivilisation gehen… Leider macht hier unseren Charakteren (darunter Lorenza Izzo als Justine, die Neue in der Gruppe und Ariel Levy aus Aftershock als Alejandero, der charismatische, aber auch zwielichtige Anführer der Truppe) das Schicksal einen Strich durch die Rechnung und lässt das Flugzeug abstürzen. Die entbehrliche Hälfte der Gruppe stirbt sofort, die anderen haben weniger Glück – sie werden nämlich von demselben Indianer-Stamm gefangen genommen, den sie versucht haben zu retten. Bei diesen Ureinwohnern steht Menschenflesch auf dem Speiseplan und die Gringos sehen besonders lecker aus…

Wer auch nur einen Eli-Roth-Film gesehen hat, kann sich gut vorstellen, wie es ab diesem Zeitpunkt weitergeht. So viel sei nun gesagt – die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Film bei der FSK eine Freigabe erhält ist, ungefähr so groß, wie dass Eli Roth einen Teletubbies-Film inszenieren wird. Es beginnt mit herausgeschnittenen (und prompt verspeisten) Augen und geht danach noch den einen oder anderen Schritt weiter. Wer ein Meer aus Blut und Gedärmen erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Ja, der Film kann extrem hart sein, doch die Gewaltszenen werden sehr gezielt und wirkungsvoll eingesetzt – wie man es von Eli Roth eigentlich gewohnt ist. Als Filmemacher ist Roth auf jeden Fall gereift und bietet mit The Green Inferno etwas, was keiner seiner vorherigen Filme hatte – eine sympathische Protagonistin mit der man mitfiebert und ihr auf jeden Fall wünscht, aus der grünen Hölle zu entkommen. Leider lässt sich Roth trotzdem hin und wieder zu den absurd-infantilen Momenten seiner früheren Filme hinreißen (Durchfallszene, öffentliche Masturbation und eine Tarantel, die dem Geschlechtsteil eines Charakters beim Urinieren gefährlich nahe kommt). Das hat der Film nicht nötig und es schmälert leide seine Kraft. Auch zeigt Roth in der zweiten Hälfte seines Films eine überraschende Neigung zum Mainstream (trotz der zahlreichen Gewaltakte) und eine recht einfache Auflösung der Geschichte. In gewisser Hinsicht ist Roth also sogar softer geworden. Insgesamt ist ihm eine solide Hommage an die alten Italo-Filme gelungen, doch der Film weist einfach zu viele kleine und größere Makel auf, um als ein wirklich guter Horrorfilm durchzugehen. Allerdings graut es mir jetzt schon vor Beyond the Green Inferno, dem Sequel, das unter der Regie von Roths Kumpels Ncolás Lopez (Aftershock) angekündigt wurde. 3/5

The Returned

Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1 - The ReturnedSeufz! Schon wieder ein Zombiefilm. Das dachte ich mir jedenfalls, als The Returned erstmals für die Fantasy Filmfest Nights 2014 angekündigt wurde. Schon seit Jahrzehnten ist der Zombie-Horror ein beliebtes Subgenre, doch spätestens seit dem durchschlagendnen Erfolg von "The Walking Dead" gibt es Zombiefilme wie Sand am Meer. Glücklicherweise ist The Returned so sehr ein typischer Zombiefilm wie So finster die Nacht ein typischer Vampirfilm ist. Ja, es kommen Zombies vor, aber diese treiben weder die Handlung unmittelbar an noch erwarten einen viele Kopfschüsse, abgehackte Gliedmaßen und zerfleischte Körper. Es gibt Blut, doch die Gewaltfanatiker werden bei diesem Film ganz gewiss nicht auf ihre Kosten kommen. Zombies sind hier sekundär, primär ist eine Liebesgeschichte. Die spanisch-kanadische Produktion spielt in einer alternativen Version unserer Zeit, in der die Welt in den Achtzigern eine Zombieplage durchlebte und dieser nach 100 Millionen Opfern auch Einhalt gebieten konnte. Ein Serum wurde entwickelt, mit dem die gebissenen Zombie. Opfer vor der Verwandlung gerettet werden können. Allerdings bleibt das Virus immer im Blut und nur tägliche Injektionen des Serums bewahren diese sogenannten "Zurückgekehrten" (die titelgebenden Returned) davor, zu wilden Bestien zu werden. Einer von diesen Returned ist auch der Gitarrenlehrer Alex ("Lost Girl"-Star Kris Holden-Ried). Seit sechs Jahren spritzt er sich schon das Serum, das ihm seine Freundin Kate (Emily Hampshire), eine Ärztin in der Klinik für die Returned, heimlich besorgt. Die Vorräte des Serums werden allerdings immer knapper und die Regierung ergreift Maßnahmen, um alle Returned in Kontrollzentren zusammenzubringen und damit einen Ausbruch der Gewalt zu vermeiden, wenn das Serum endgültig ausgehen sollte. Kate und Alex begeben sich auf die Flucht. Nicht nur vor der Polizei müssen sie sich in Acht nehmen, sondern auch von der Anti-Returned-Bewegung, deren Meinung nach die Zurückgekehrten endgültig ins Jenseits befördert werden sollen…

The Returned wurde als "bester Zombiefilm seit Jahren" im Vorfeld angekündigt. Hält er das Versprechen? Vielleicht, doch das würde eher daran liegen, dass die letzten Jahre das Genre zwar durch Masse, aber nicht durch Qualität glänzte. An die Sensibilität, die Emotionen und die Ästhetik des eingangs erwähnten So finster die Nacht reicht The Returned bei weitem nicht heran. An und für sich ist aber dem Regisseur Manuel Carballo eine schöne Liebesgeschichte mit Horror-Hintergrund gelungen, die vor allem von der Chemie der beiden Hauptakteure lebt und zeigt, dass dem Zombiegenre doch der eine oder andere kleine frische Aspekt abzugewinnen ist. Das Ende, das an eine gewisse Stephen-King-Verfilmung erinnert, wirkt zwar teilweise etwas konstruiert, erreicht aber sein Ziel.  3,5/5

Enemy

Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1 - EnemyMein erster Gedanke nach der letzten (und extrem unheimlichen) Szene dieses Films war: "Ach so, das ist also diese Art von Film". Und damit meine ich ein gänzlich bizarres Werk in bester David-Lynch-Tradition, das einem so gut wie gar nichts vorkaut und stattdessen den Zuschauer am Ende mit einer Million Fragen und einer Handvoll vager Indizien für die Antworten zurücklässt. Die Handlung ist schnell zusammengefasst. Adam (Jake Gyllenhaal) führt ein tristes Leben als Geschichtsdozent, der über Totalitarismus lehrt und dessen Alltag zwischen routinierter Arbeit und routiniertem Sex mit seiner kalten Freundin (Mélanie Laurent) verläuft. Bis er eines Tages in einem Film einen Schauspieler entdeckt, der ihm bis aufs Haar gleicht. Fasziniert und verwirrt von seiner Entdeckung, spürt Adam seinen Doppelgänger auf, der mit seiner schwangeren Ehe Frau (David Cronenbergs neue Muse Sarah Gadon) lebt. Adam wagt den Kontakt und ab diesem Punkt gerät alles außer Kontrolle.

Denis Villeneuve hat mit seinem (fast)-Meisterwerk Prisoners letztes Jahr einen meiner absoluten Lieblingsfilme von  2013 abgeliefert. Enemy, den er noch vor Prisoners abgedreht hat, ist weit entfernt von der Mainstream-Sensibilität seines Hollywood-Films. Hier herrschen Symbolik, Metaphorik und eine gute Portion an "What the fuck?!". Jake Gyllenhaal, den Villeneuve auch in Prisoners zu Höchstleistungen antrieb, glänzt auch hier in der anspruchsvollen Doppelrolle. Doch der Star ist hier die Regie von Villeneuve, der auch ohne Kameramann Roger Deakins atemberaubende Bilder auf die Leinwand bannt und eine wirklich unter die Haut gehende Atmosphäre erschafft. Das Problem von Enemy ist, dass er sich mit den diversen unterschwelligen Themen von Politik und Individualität sich in seiner 90-minütigen Laufzeit etwas übernimmt. Hier wäre vielleicht weniger auch mehr gewesen. Teilweise wird man als Zuschauer mit Bildern und Motiven überfrachtet. Nichtsdestotrotz ist Enemy ein gelungener, gelegentlich zutiefst verstörender und stets fesselnder Psychotrip gelungen, der gleichermaßen fasziniert, verwirrt, erschreckt, ärgert, erstaunt und schockiert. Nichts für Arachnophobiker! 4/5

Snowpiercer

Fantasy Filmfest Nights 2014 Tag 1 - SnowpiercerNach dem vergleichsweise "kleineren" Mother, kehrt der südkoreanische Regisseur Bong Joon-Ho (The Host) wieder zum großen, effektegeladenen Kino zurück und feiert mit Snowpiercer gleich sein englischsprachiges Debüt. Dabei umgibt er sich mit einer sehr internationalen Besetzung aus Chris Evans, John Hurt, Tilda Swinton, Song Kang-Ho, Jamie Bell und Ko Ah-Sung. Snowpiercer spielt 20 Jahre in de Zukunft. Zwanzig Jahre, nachdem die Menschheit bei einem fehlgeleiteten Versuch, die Erderwärmung zu stoppen, den Planeten in eine neue Eiszeit versenkt hat. Ein Leben auf der Erde ist so gut wie unmöglich. Die letzten Überlebenden leben in einem überdimensionalen Zug (der titelgebende Snowpiercer), der auf einer Strecke von über 30,000 Meilen stets in Bewegung bleiben muss und einmal im Jahr die Erde umrundet. Wie die wenig subtile Symbolik des Films es so mag, ist der Zug wie die Gesellschaft vor der Eiszeit organisiert. Die Armen leben in Slum-artigen Verhältnissen in den hinteren Waggons und werden mit undefinierbaren Proteinblocks gefüttert, während die oberen Schichten das Luxusleben der vorderen Waggons genießen. Eines Tages reicht die Schikane endgültig und die hinteren Zugabteile organisieren unter der Führung von Gilliam (John Hurt) und Curtis (Chris "Captain America" Evans) eine  Aufstand. Waggon nach Waggon dringen die Aufständischen im Zug vor, um den Maschinenraum und damit den ganzen Zug (und in Folge die existierende Welt) in ihre Kontrolle zu bringen. Doch so leicht lässt sich die Obrigkeit nicht zurückdrängen.

Der erste Schlüssel dazu, Snowpiercer zu genießen, besteht darin, seine nach näherer Betrachtung gänzlich unlogische Prämisse zu akzeptieren – und zwar, dass ein Zug tatsächlich irgendwie 20 Jahre lang die Erde umrunden kann, ohne dass jemand sich um die Instandhaltung der Gleise kümmert (dies ist aufgrund der extremen Kälte außerhalb des Zugs unmöglich). Hey, diese Ingenieure sollte die Deutsche Bahn, die in der Rebel bereits nach einer Stunden bei Minustemperaturen völlig zusammenklappt, unbedingt anwerben! Wie beispielsweise auch bei Zeitreisefilmen, muss man einfach annehmen, dass es irgendwie funktioniert und versuchen, nicht mit zu viel Logik an die Sache heranzugehen. Schafft man das, bekommt man einen handwerklich sehr gut gemachten dystopischen Film serviert, in dem Chris Evans sein Schauspiel überraschend eindrucksvoll unter Beweis stellt und Bong sich erneut als ein visuell sehr starker Filmemacher erweist. Die Ausstattung des Zuges ist grandios umgesetzt, die zahlreichen Actionszenen sind immer unterschiedlich und spannend in Szene gesetzt. Der gesamte Cast kann sich wirklich sehen lassen, wobei hier neben Evans die nicht wiederzuerkennende Tilda Swinton glänzt.  Die Frau hat es wirklich drauf! Lediglich die schwachen CGI-Effekten bei Außenaufnahmen des Zugs und ein etwas unausgegorenes und für mich persönlich recht unbefriedigendes Ende trüben leicht das Gesamterlebnis des Films, der in gewissen Kreisen schnell zum Kult avancieren wird.  4/5

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bislang zwar keinen Totalausfall gab, aber auch kein großes Meisterwerk. Mal sehen, was Tag 2 bringen wird.

 

Get On Up – Hier ist der Trailer zum James-Brown-Biopic

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Quelle: Universal Pictures

James Brown ist ein perfekter Kandidat für ein Biopic: ein erfolgreicher Musiker mit einem sehr bewegten Leben, Drogenproblemen, politischem Engagement und, was eben auch wichtig ist, er ist tot. Und so versucht der Regisseur des oscarnominierten Rassismus-Dramas The Help, Tate Taylor, dem Godfather of Soul dieses Jahr mit Get On Up ein cinematisches Denkmal zu setzen. Der Film startet in den USA im August, wie schon die Publikumshits The Help und Der Butler, die beide an ein ähnliches Publikum appellieren und sich als potenzielle frühe Oscarkandidaten positionieren. Mal funktioniert es (The Help), mal nicht (Der Butler). Finanziell hat es sich aber auf jeden Fall ausgezahlt. Die Chancen für Get On Up stehen gut, denn die letzten beiden großen Biopics von Musikern – Ray (über Ray Charles) und Walk the Line (über Johnny Cash) – haben zusammen 11 Oscarnominierungen erhalten und im Falle von Ray dem Hauptdarsteller auch einen Oscar eingebracht. Es ist also nur passend, dass auch ein Biopic über James Brown, der übrigens mit Ray Charles befreundet war, ebenfalls bei den Zuschauern und der Academy gut abschneidet.

Daher geht der Film scheinbar keine Risiken ein und liefert ein Biopic nach Schema F ab – das suggeriert jedenfalls der erste Trailer (unten), der veröffentlicht wurde. Versteht das nicht falsch: der Film sieht definitiv ncht schlecht aus. Ich bin sogar ziemlich sicher, dass er ganz gut werden wird, insbesondere da Taylor hier seinem Star Chadwick Bosman (der letztes Jahr in 42 bereits die Baseball-Legende Jackie Robinson gespielt hat) die beiden oscarnominierten Damen aus The Help, Viola Davis und Octavia Spencer, an die Seite stellte. Gute schauspielerische Leistungen sind garantiert, ebenso wie funky Musik. Dennoch hat man das Gefühl, das alles irgendwie schon gesehen zu haben und der Griff zur Ray-DVD reicht, um den Eindruck zu bestätigen. Gerne lasse ich mich diesen Oktober vom Gegenteil überzeugen, doch ich gehe nicht davon aus, dass Get On Up die Biopic-Filmgattung revolutionieren wird.

In die deutschen Kinos kommt der Film voraussichtlich am 9.10.2014.

Diese Oscargewinnerin ist im Gespräch für Star Wars: Episode VII!

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Star Wars Serie

Quelle: The Hollywood Reporter

Nach Adam Driver, der sich in finalen Verhandlungen für den Part eines Bösewichts in Star Wars: Episode VII befindet, gibt es jetzt einen zweiten Namen, der mit relativer Sicherheit mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden kann.

Lupita Nyong'o Satar Wars: Episode VII News

Lupita Nyong’o, frisch nach ihrem Oscarsieg als "Beste Nebendarstellerin" für 12 Years a Slave (Filmbild oben), hat sich laut zuverlässigen Quellen des Branchenblatts The Hollywood Reporter vor einigen Wochen mit dem Regisseur J. J. Abrams bezüglich einer Rolle im heiß erwarteten Sequel getroffen. Dabei fand das Treffen angeblich noch kurz vor der Oscarverleihung statt. The Hollywood Reporter bestätigt damit ein Gerücht, das kurz zuvor auf Latino-Review aufgetaucht war.

Für die 31-Jährige war 12 Years a Slave ihre erste Filmrolle in einem Langfilm und katapultierte sie mit Lichtgeschwindigkeit ins Rampenlicht. Aktuell ist sie als Stewardess in dem Liam-Neeson-Actioner Non-Stop im Kino zu sehen und spätestens nach der Oscarnominierung erhält sie viele Filmangebote. Eine Rolle im nächsten Star-Wars-Film würde ihrer Karriere einen ungeheuren Schub geben und zugleich auch die Zuversicht der Fans stärken, dass hier eine schauspielerisch gute Besetzung zusammenkommt. Natürlich steht es noch gar nicht fest, ob Nyong’o den Part wirklich bekommen wird. In den nächsten 1-2 Monaten sollten wir mit Sicherheit mehr erfahren.

Box-Office Welt – 300: Rise of an Empire schafft den besten Start von 2014

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300: Rise of a Empire neues Poster

Quellen. Screendaily, Rentrak

Es war nur eine Frage der Zeit bis zum ersten wirklich großen weltweiten Blockbuster-Start von 2014. Letztes Jahr dauerte es bis Ende März, als G. I. Joe – Die Abrechnung mit mehr als $80 Mio außerhalb von USA und Kanada aus den Startlöchern kam, dieses Jahr war es bereits am erste März-Wochenende soweit. 300: Rise of an Empire machte seinem Titel alle Ehre und eroberte den Spitzenplatz der Charts in nahezu allen der 58 Länder, in denen das Sequel am Wochenende gestartet ist. Mit einem Einspiel von $88,8 Mio außerhalb von Nordamerika gelang dem Film nicht nur bei weitem der beste internationale Start eines Films dieses Jahr, sondern auch ein Ergebnis, das etwa 10% höher lag als das von seinem Vorgänger in den selben Ländern. Natürlich muss man bedenken, dass 300: Rise of an Empire den Vorteil von 3D- und IMAX-Leinwänden hatte und von sieben Jahren Inflation und stark gewachsenen Filmmärkten wie Russland und Brasilien profitieren konnte. Doch auch wenn man die Zahlen des Films an diesen Faktoren relativiert, macht es sie dennoch nicht minder beeindruckend und zeigt, wie beliebt der erste 300 weltweit war. Jener spielte international $245,5 Mio ein und es ist so gut wie sicher, dass Teil 2 noch mehr einspielen wird und somit international zum erfolgreichsten Historien-Schlachtenepos aller Zeiten werden wird.

Die stärksten Zahlen für das Sequel kamen aus Russland, wo er mit $8,8 Mio zum Start das Startwochenende von Teil 1 um 74% übertraf. In Frankreich konnte sich der Film zwar gegen den lokalen Hit Der Super-Hypochonder ($27 Mio nach zwei Wochen) nicht durchsetzen, war jedoch eine starke Nummer 2 mit $8,1 Mio (etwa 2% über dem ersten Film). Brasilien war ein weiteres Highlight für den Film. Dort startete er mit $5,9 Mio (inkl. Previews) 126% (!) über dem ersten 300. Ene ähnliche Steigerung konnte der Film auch in Mexiko verbuchen, wo er $5,5 Mio am Wochenende einnahm (12% über dem Startwochenende des ersten Films. Doch während 300: Rise of an Empire in vielen wachsenden Märkten solch gute Zahlen schrieb, hat er sich in diversen europäischen Ländern gegenüber seinem Vorgänger deutlich verschlechtert. In Großbritannien recihte es gerade einmal für $4,6 Mio – etwa die Hälfte von dem, was 300 zum Start einspielte. In Spanien belegte de Film mit $3,7 Mio (45% hinter Teil 1) den ersten Platz der Charts und in Deutschland, wo der Film unter einer härteren Altersfreigabe litt, reichte es für $5,2 Mio (22% unter dem ersten Film). Auch in Südkorea ($6,4 Mio), Italien ($3,3 Mio) und Australien ($2,9 Mio) lief er schwächer als der erste Film an. Dem Film stehen jetzt (was große Länder betrifft) nur noch Japan und eventuell China (wenn er dort eine Starterlaubnis erhält) bevor. Sollte 300: Rise of an Empire in China tatsächlich anlaufen, dann halte ich ein Gesamteinspiel von mehr als $300 Mio international für möglich. Mindestens $250 Mio sind aber so oder so drin.

Platz 2 ging am Wochenende an DreamWorks' Animationsstreifen Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman, der $20,5 Mio einspielte – das bislang beste Wochenendergebnis für den Film. Etwa $4,5 Mio davon kamen aus Russland und $1,8 Mio aus Spanien. In beiden Ländern belegte er Platz 2 der Kinocharts (hinter 300: Rise of an Empire). In Mexiko rutschte der Film in der zweiten Woche auf Rang 2 ab und steht bei $5,1 Mio nach zehn Tagen. Der erfolgreichste Markt für den Film verbleibt Großbritannien mit $20,1 Mio nach fünf Wochen. In Frankreich steht er bei $8,6 Mio nach vier Wochen. Insgesamt sind die Ergebnisse alles andere als besonders stark für einen 3D-Animationsfilm in unserer Zeit und liegen leicht unterhalb der Zahlen von Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum und auf gleicher Ebene mit Epic – Verborgenes Königreich. Aktuell kann der Film ein internationales Einspiel von $65,4 Mio vorweise. Sogar mit Italien, Venezuela, Japan, Australien, Neuseeland, Portugal, Malaysia und evtl. China im Rücken wird er nicht mehr als $160-175 Mio außerhalb von Nordamerika einnehmen. International macht ihn das zum schwächsten DreamWorks-Film seit Bee Movie vor sieben Jahren.

RoboCop hatte ein weiteres starkes Wochenende außerhalb von Nordamerika und entwickelt sich so langsam zu einem richtigen Hit trotz der schwachen Box-Office-Performance in den USA. Nach weiteren $15,8 Mio von 70 Ländern brachte der Film sein internationales Einspiel auf $165,3 Mio und hat locker das Total-Recall-Remake überholt. Zu verdanken hat es der Film vor allem China, wo er nach zwei Wochen bereits $42,4 Mio eingespielt hat. Aber auch in Brasilien, dem Heimatland des Regisseurs José Padilha, schnitt der Film sehr gut ab und steht nach drei Wochen bei $11,8 Mio. Mit Japan in petto rücken $200 Mio immer näher. Damit wird der Film weltweit mehr als $250 Mio einnehmen und im Gegensatz zu Total Recall für das Studio Profit abwerfen.

Der Actionthriller Non-Stop mit Liam Neeson nahm an seinem zweiten internationalen Wochenende zusätzliche $12 Mio ein und liegt jetzt bei $40 Mio. Davon stammen $10,7 Mio aus Südkorea und $9 Mio aus Großbritannien. Dem Film stehen u. a. noch Italien, Spanien, Deutschland, Japan und Venezuela bevor, sodass ihm definitiv mehr als $100 Mio international winken. Das liegt über den Einspielergebnissen von Neeson-Streifen wie Unknown Identity und 96 Hours und etabliert den Iren auch außerhalb von Nordamerika als einen Kassenmagneten.

The LEGO Movie spülte international $9,6 Mio in die Kinokassen und liegt bei $135,4 Mio. Nach vier Wochen hat der Film in Großbritannien $48,1 Mio eingenommen und bereits Animationshits wie Die Monster Uni und Die Croods überholt. In Frankreich hat der Film in drei Wochen $9,2 Mio eingesammelt. Deutlich schwächer läuft der Film in Spanien, wo er nach fünf Wochen lediglich $6,4 Mio eingespielt hat und in Italien mit $4,4 Mio nach drei Wochen. Mi China, Japan, Venezuela, Australien und Deutschland liegen aber noch genug große Märkte vor ihm, um wieder Stärke zu zeigen. Ich erwarte weiterhin mindestens $250 Mio international mit guten Chancen auf $300 Mio.

12 Years a Slave profitierte letzte Wochenende immens von den drei Oscarsiegen (darunter als "Bester Film") und spielt letztes Wochenende $9,3 Mio außerhalb von Nordamerika ein. Damit überquerte der Film international die $100-Mio-Barriere – etwas, das weder The Artist noch Argo gelang, den letzten beiden "Bester Film"-Gewinnern. Insgesamt hat das Sklavereidrama international bis dato $104,6 Mio erbeutet, wovon $31,6 Mio aus Großbritannien und $13,3 Mio aus Frankreich stammen. Aber auch Deutschland ist mit $5,7 Mio ganz gut dabei. In den nächsten Wochen sollte der Film dank dem Oscar-Hype gut laufen und mindestens $125 Mio erreichen. Angesicht der schwer verdaulichen Thematik ist es ein sensationelles Ergebnis!

Der Berlinale-Eröffnungsfilm Grand Budapest Hotel spielte international am Wochenende $6,1 Mio ein und hat bislang insgesamt $19,9 Mio verbuchen können. In Großbritannien ($2,6 Mio) und Deutschland ($1,1 Mio) erreichte der Film zum Start die Bestwerte von Wes Andersons Karriere. Bereits dieses Wochenende wird Grand Budapest Hotel zum erfolgreichsten Wes-Anderson-Film außerhalb von Nordamerika werden. Dabei hat er die meisten seiner Märkte noch vor sich, darunter Australien, Italien, Spanien, Brasilien, Russland und Schweden. Es würde mich wundern, wenn der Film weniger als $60 Mio international einspielen würde. Weltweit wird es wohl Andersons erster $100-Mio-Hit.

Der Hobbit – Smaugs Einöde spielte am Wochenende dank China und Japan international $5,8 Mio ein und erhöhte sein vorläufiges Gesamtergebnis auf $679,7 Mio. China hat nach drei Wochen $71 Mio beigetragen, während err in Japan nach $7,6 Mio nach zwei Wochen immer noch Platz 1 der Wochenendcharts belegte. Mittlerweile befindet sich der Film auf Rang 14 der international erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Allerdings scheint es von Tag zu Tag schwerer, die $700-Mio-Marke zu erreichen. Es sieht so aus als würde es bei etwa $695 Mio schon Schluss sein. Aber auch das reicht für mehr als $950 Mio weltweit aus und sollte kein Grund sein zu klagen.

Pompeii brachte am Wochenende weitere $5,3 Mio ein und hat sein internationales Einspiel auf $57,4 Mio gebracht, wobei Russland mit $11,6 Mio mit Abstand sein erfolgreichster Markt ist. Mit Australien, Neuseeland, Spanien, Japan und Großbritannien vor sich, sollten hier $100 Mio möglich sein, jedoch nicht viel mehr. Insgesamt ein eher enttäuschendes Ergebnis.

Monuments Men – Ungewöhnliche Helden nahm $3,2 Mio international ein am Wochenende und steht jetzt bei $45,1 Mio mit lediglich Australien, Frankreich, Japan und Neuseeland in petto. Mehr als $80-85 Mio sind hier nicht drin.

The Wolf of Wall Street konnte im Gegensatz zu 12 Years a Slave nicht von den Oscars am Wochenende profitieren, doch der Film lief auch so bereits extrem gut außerhalb von Nordamerika. Martin Scorseses größter Erfolg spielte zusätzliche $3 Mio am Wochenende ein und hat ein Gesamteinspiel von $257 Mio erreicht. Jetzt ist der Film weniger als $6 Mio vom Gesamteinspiel von Django Unchained entfernt und wird diesen in den kommenden Wochen überholen. Insgesamt sollte The Wolf of Wall Street bei $265 Mio landen.

Die Bücherdiebin spielte an Wochenende $1,5 Mio ein und steht bei insgesamt $44,4 Mio außerhalb von Nordamerika. Davon hat Australien $12,5 Mio beigesteuert. In Australien schnitt der Film besser ab als American Hustle und Elysium.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren erreichte mittlerweile $616,4 Mio außerhalb von Nordamerika und liegt weltweit bei $1,01 Mrd. Damit hat Disneys Phänomen bereits The Dark Knight weltweit überholt und als nächstes werden Der Hobbit – Eune unerwartete Reise und Alice im Wunderland daran glauben müssen. Da Japan dem Film noch bevorsteht, wird er international mindestens $650 Mio erreichen und weltweit mehr als $1,05 Mrd.

Zu guter Letzt hat die Ensemble-Komödie Last Vegas ihr Einspiel außerhalb von USA/Kanada auf $70,1 Mio gebracht.

Plant Marvel Captain America 3 für Mai 2016?

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Captain America 3 Start

Quelle: The Hollywood Reporter

Am 6.05.2016 wird es in den US-Kinos zu einer Schlacht der Giganten kommen. In einer Ecke Clark Kent alias Superman, in der anderen Bruce Wayne alias Batman. Die Rede ist natürlich von Zack Snyders Man-of-Steel-Fortsetzung Batman vs. Superman (so jedenfalls der vorläufige Titel). Wenn es nach den Vorstellungen von Warner Bros. und von Marvel Studios läuft, wird es aber nicht der einzige Kampf der Titanen an dem Wochenende sein. Eine deutlich größere Schlacht wäre zwischen DC und Marvel bzw., um präziser zu sein, zwischen Batman vs. Superman und einem offiziell noch unbetitelten Marvel-Film, den Marvel und Disney für diesen Starttermin ursprünglich festgelegt haben, noch bevor Batman vs. Superman von Warner aus dem Sommer 2015 dorthin verschoben wurde. Dass zwei Riesenblockbuster am gleichen Tagstarten ist schon verrückt genug, dass es sich aber bei beiden um Comicbuchverfilmungen handelt, ist unerhört und würde im Falle, dass die beiden Studios nicht nachgeben und es durchziehen, beiden Filmen Einnahmen kosten. Der Marvel-Studios-Präsident Kevin Feige behauptete erst kürzlich, dass es seitens Marvel Studios keine Pläne gäbe, aus Furcht vor Batman vs. Superman den noch ungenannten Film zu verschieben.

Um welchen Film es sich dabei handeln soll, hat The Hollywood Reporter jetzt angeblich aufgedeckt. Entgegen früheren Vermutungen soll es dabei nicht um Guardians of the Galaxy 2 handeln, sondern um Captain America 3. Das ist interessant, denn es wäre der erste große Marvel-Film nach Avengers: Age of Ultron (Ant-Man betrachte ich noch nicht als einen Riesenblockbuster) und zugleich ist Captain America 2: The Return of the Fist Avenger auch das letzte Marvel-Sequel vor dem zweiten Avengers-Film und soll die Ereignisse von Avengers: Age of Ultron direkt einleiten. Bedenkt man zudem, dass Avengers: Age of Ultron mit Thomas Kretschmanns Baron Strucker einen Captain-America-Bösewicht einführt, kann ich mir vorstellen, dass der Film direkt zu Captain America 3 hinführen wird.

Wie wir bereits berichtet haben, werden die Regisseure des zweiten Films, Joe und Anthony Russo, höchstwahrscheinlich auch Teil 3 inszenieren und haben dafür bereits den ersten Story-Entwurf entwickelt. Ob aber Captain America 3 tatsächlich am gleichen Wochenende starten wird wie Batman vs. Superman und es damit zum Kampf der wahrscheinluch patriotischsten Comic-Helden im Kino kommen wird, wage ich dennoch zu bezweifeln. Finanziell gesehen wäre das nämlich sehr ungeschickt.

Hier ist John Constantine

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Constantine Staffel 2 Ende

Quellen: NBC, I Am Rogue

Nachdem wir Euch erst kürzlich den ersten Look von The Flash, einem der neuen TV-Superhelden, präsentiert haben, kommt jetzt auch schon ein anderer. Dieser sieht allerdings deutlich weniger nach einem klassischen Superhelden aus und trägt auch kein Latexkostüm (und das ist auch gut so!). Hier ist Constantine. John Constantine.

Matt Ryan als John Constantine

Um es mit einem Wort zu beschreiben: perfekt. Ich fand zwar schon die Filmadaption Constantine mit Keanu Reeves in der Titelrolle ganz ordentlich, doch sein John Constantine entsprach (nicht nur) visuell nicht ganz der Comicvorlage. Matt Ryan hingegen sieht wie die lebendgewordene Zeichnung von John Constantine aus dem Comic. Tolles Casting und die Entscheidung Constantine seinen klassischen Regenmantel zu geben, kann ich auch nur begrüßen. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob er in der kommenden Serie von NBC auch den Kettenraucher geben darf, wie Constantine es in den Comics ist. Da es sich bei NBC aber nicht um einen öffentlichen Sender handelt, könnte dies aus Gründen des US-Jugendschutzes aber etwas schwierig werden. Das hat der Serienschöpfer David Goyer jedenfalls bereits angedeutet.

Die Dreharbeiten zur Serie fingen diese Woche schon an, damit die Serie in der Saison 2014/2015 Premiere feiern kann. Neben dem Briten Ryan hat die Serie nur noch drei weitere Stammdarsteller: "Lost"-Star Harold Perrineau als Manny, ein Engel, der Constantine im Auge behält, "True Blood"-Darstellerin Lucy Griffiths als Liv, eine junge Frau, die bei sich die Fähigkeit entdeckt, die übernatürliche Welt inzwischen unserer Welt zu sehen und Charles Halford als Chas, Constantines loyale Freund. Als Bösewicht wird für die Serie der Charakter Papa Midnight vermutet. Jedoch wurde das noch nicht bestätigt und für den Part wurde noch niemand besetzt. Neil Marshall (The Descent – Abgrund des Grauens) führt bei der Pilotfolge der Serie Regie.

Von all den Comic-Adaption, die in nächster Zeit ins Fernsehen kommen, gehört "Constantine" für mich neben "Gotham" zu denen, auf die ich mich am meisten freue. Es scheint als würde den Machern hier viel daran liegen, möglichst nah an der Vorlage zu bleiben.

 

Veronica Mars (2014)

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Veronica Mars (2014) Filmkritik

Veronica Mars, USA 2014 • 94 Min • Regie: Rob Thomas • Mit: Kristen Bell, Krysten Ritter, Jason Dohring, Gaby Hoffmann, Tina Majorino, Jamie Lee Curtis • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 13.03.2014Deutsche Website

Ein Film von Fans für Fans: das ist noch das Beste, was sich über den vom Serien-Publikum via Kickstarter mit über 5,7 Mio. Dollar realisierten Kinofall der TV-Detektivin sagen lässt. Die von Kristen Bell verkörperte Titelfigur suchte in der von Rob Thomas kreierten Erfolgsserie von 2004 bis 2007 den Mörder ihrer besten Freundin und diverse kleinere Delinquenten, nebst persönlichem Beziehungsglück mit Bad Boy Logan.

Veronica Mars (2014) Filmbild 1Als „eine Teenager-Privatdetektivin.“, stellt sich die Heldin den wenigen im Publikum, die nicht als eingefleischte Fans ins Kino kommen dürften, vor, „Ich weiß, wie dämlich das klingt.“ Es klingt nicht nur dämlich, sondern es ist es auch. Der Krimi erzeugt nicht ansatzweise Kinoatmosphäre und wirkt als wäre eine auf 107 Minuten komprimierte Staffel ohne Umschweife vom Fernsehbildschirm auf die Leinwand gehievt worden. Den Machern fehlte jedes Gespür für die Anforderungen des Mediums. Oder sie waren überzeugt, dass die Fans nichts anderes wollten als einen „Nancy Drew“-Abklatsch mit Dialogen auf Telenovela-Niveau, gespielt von alten Bekannten. Vermutlich fühlt sich das Feature deshalb wie ein ausgedehntes Klassentreffen an, weil es praktisch real eines war. Regisseur Thomas versammelte die gesamte Riege der Mitwirkenden, von dem Cast bis zur Crew. Alles wird fröhlich neu aufgegossen, inklusive des Titelsongs der Dandy Warhols. Dandy wer? Dandy Warhols. Die hatten in den Nullerjahren den Hit „Bohemian like You“, der in einem Telefonspot lief und in „Buffy, the Vampire Slayer“. Buffy war ebenfalls eine toughe, verbal und physisch schlagfertige blonde High-School-Heldin in einer fiktiven US-Kleinstadt, die sich vom braven Mädchen zur Kämpferin wandelte und eine komplizierte Beziehung mit einem Bad Boy hatte. Quasi Veronica Mars für das Zielpublikum von „Twilight“ bevor es „Twilight“ gab.

Veronica Mars (2014) Filmbild 2Buffy war so beliebt, dass es nach dem spektakulären Erfolg von „Veronica Mars“ bei Kickstarter nur eine Frage der Zeit scheint, bis ein neuer Spielfilm das große Buffy-Revival zelebriert. Mit dabei sind dann bestimmt wieder die Dandy Warhols, die fanden, dass Teenie-TV-Serien doch cooler sind als Telefonwerbung und dem Format mit „Veronica Mars“ treu blieben. Überhaupt ist der Spielfilm ein Emblem der Treue. Die Protagonisten, allen voran die Hauptfigur, bleiben angestammten Gewohnheiten treu, als seien nicht neun Jahre, sondern neun Tage seit der dritten Staffel verstrichen. Der eine oder die andere hat ein paar Haare weniger oder Kilos mehr drauf, aber sonst sind alle die selben, die nahtlos an einstige Freund- und Feindschaften anknüpfen. Abgesehen von einem Kurzauftritt James Francos fehlt Humor der vorhersehbaren Story genauso wie Spannung. Wie der Schurke treffend sagt: „Wir alle wissen, wie das ausgeht.“ Zu Beginn wiederholt die mittlerweile unauffällige Jura-Absolventin im Businessanzug im Zeitraffer den Wandel zur forschen Privatdetektivin, den sie im ersten Kapitel der Serie vom Schulmädchen vollzog. Da kann Jamie Lee Curtis in einer Cameo als Chefin einer renommierten New Yorker Kanzelei ihr noch so oft wegen des gutbezahlten Traumjobs hinterher telefonieren: Veronica weiß, wo ihr Platz ist.

Er ist im Städtchen Neptune, im Büro von Papa Privatdetektiv (Enrico Colantoni), ihrer High-School-Liebe Logan Echolls (Jason Dohring), im Kreise ihrer Schulkameraden Cindy „Mac“ (Tina Majorino), Eli „Weevil“ (Francis Capra), Piz (Chris Lowell) und Wallace (Percy Daggs III) und in abgelegten Klamotten, die im Schrank darauf gewartet haben, dass ihre Trägerin wieder in sie und die alte Rolle schlüpft. Das Rückfallmuster ist so eklatant, dass Veronicas Selbstvergleich mit einer Drogensüchtigen durchaus passt.

Fazit

Skurrilerweise ist ihr Kinoauftritt zugleich geschaffen für den Serienjunkie, der dringend Stoff braucht und schon viel zu lange gewartet hat, um jetzt noch wählerisch zu sein. Sind die Entzugserscheinungen vorläufig gestoppt und die Verfilmung ausgeklungen, wundert man sich, was man da für mieses Zeug hatte und macht sich im Idealfall ein Versprechen: endlich Schluss mit dem Mist.

Trailer

CBS verlängert "The Big Bang Theory" um drei Staffeln!

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The Big Bang Theory Season 8

Quelle: CBS

Kaley Cuoco, Johnny Galecki, Jim Parsons, Simon Helberg und Kunal Nayyar werden vorerst keinen Mangel an Arbeit haben. Während viele Serien Staffel für Staffel um eine weitere Verlängerung bangen müssen und diverse davon ein vorzeitiges Ende ereilt, wurde die Comedy-Serie "The Big Bang Theory" vom US-Sender CBS direkt um drei weitere Staffeln verlängert – eine Situation, die nur selten auftritt. Bei "The Big Bang Theory" lässt sich aber dieses sensationelle Vertrauen in die Serie seitens des Senders leicht erklären: keine andere Comedy-Serie ist aktuell erfolgreicher im US-Fernsehen und auch weltweit hat "The Big Bang Theory" eine riesige Fangemeinde (so hat bei Facebook lediglich "Two and a Half Men" mehr Fans als "The Big Bang Theory"). Während die Zuschauerzahlen von vielen Serien im öffentlichen Fernsehen in den USA heutzutage von Staffel zu Staffel sinken, gelang "The Big Bang Theory" ein unglaublicher Anstieg an Popularität. Hatte die erste Staffel noch 8,3 Mio Zuschauer im Schnitt pro Folge, erreicht die aktuelle 7. Season etwa 16-18 Mio Zuschauer jede Woche. Das spiegelt sich auch in den Gagen der Stars wider. Erhielten Cuoco, Galecki und Parsons für die erste Staffel etwa $60,000 pro Folge, ist die Gage mittlerweile auf rund $350,000 pro Folge angestiegen.

Ich gehe davon aus, dass die Verlängerung der Serie um drei Staffeln auch dazu dienen sollte, die Stars per Vertrag möglichst lange an die Serie zu binden, denn wie schon Serien wie "Friends" oder "How I Met Your Mother" steht und fällt "The Big Bang Theory" mit dem Schauspielensemble. Sollten die Darsteller 2017 immer noch Interesse haben, bin ich mir sicher, dass der Sender die Serie noch weiter verlängern wird. Wie es momentan aussieht, wird "The Big Bang Theory" mit zehn Staffeln mindestens genau so lange laufen wie "Friends" und länger als "How I Met Your Mother". Ich hoffe aber, dass die Macher die Serie enden lassen, bevor ihr komplett die Puste ausgeht (so wie es bei den meisten Serien der Fall ist, die zehn Jahre oder länger laufen). Es soll ja nicht mit einem schlechten Nachgeschmack aufhören!

Kurz und knackig – der neue Red-Band-Trailer zu Sabotage ist da

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Quelle: Yahoo! Movies

Die Welle an Werbematerial zu Sabotage reißt nicht ab. Man hat schon fast das Gefühl dass jede Woche ein neuer Trailer, Fernsehspot oder Filmausschnitt im Internet auftauchen. Meine Hoffnung ist, dass nicht alle besten Momente in diesen bereits verraten wurden. Ich würde jedoch lügen, wenn ich behaupten würde, dass Trailer um Trailer meine Begeisterung und Vorfreude auf den Film nicht steigen würden. Einen harten, No-Nonsense Arnie hat man schon lange nicht gesehen und auf dessen Rückkehr freue ich mich sehr, insbesondere da ich angesichts seines Alters nicht denke, dass er noch viele solche Rollen in sich hat. Dass ihm in Sabotage noch eine tolle Nebenbesetzung an die Seite gestellt wurde, allen voran Terrence Howard, Olivia Williams und Mireille Enos, die die Show zuweilen an sich zu reißen scheint, ist ebenfalls ein Plus.

Hier haben wir für Euch den brandneuen, unzensierten Red-Band-Trailer (es gab bereits einen zuvor), der sich nicht davor scheut, Blut und nackte Haut zu zeigen. Die neue Vorschau konzentriert sich mehr als die vorherigen auf die Entführung von Schwarzeneggers Familie durch das Kartell.

https://youtu.be/1W7oPpTc9s0

Inhalt:

"In SABOTAGE ist Arnold Schwarzenegger Anführer einer Elite-Einsatztruppe der Anti-Drogen-Behörde DEA, die den gefährlichsten Kartellen der Welt den Kampf angesagt hat. Nachdem die eingeschworene Truppe um Teamchef Wharton (Arnold Schwarzenegger) einen riskanten Angriff auf das Geheimversteck eines Kartells ausgeführt hat, erscheint die Mission zunächst erfolgreich beendet – doch dann werden immer mehr Teammitglieder nach und nach auf unerklärliche Weise ausgeschaltet. Während die Verluste weiter steigen, gerät die Loyalität eines jeden unter Verdacht." (Quelle: Sony Pictures Germany)

In Deutschland läuft der Film am 10.04.2014 an.

Helena Bonham Carter wird wieder zur Roten Königin

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Helena Bonham Carter Alice im Wunderland 2

Quelle: Variety

Das Sequel, um das niemand wirklich gebeten hat, hat jetzt ein drittes Cast-Mitglied aus dem ersten Film gesichert – Helena Bonham Carter kehrt in ihrer Rolle als die Rote Königin in Alice im Wunderland 2 zurück. Im Original heißt der Film jetzt Through the Looking Glass (ich dabei dem immer an das Finale der dritten "Lost"-Staffel denken, die ebenso diesen Titel trug), was auch der Titel von Lewis Carrolls Fortsetzung zu seinem ersten Buch "Alice im Wunderland ist (deutscher Titel: "Alice hinter den Spiegeln"). Allerdings darf man nicht davon ausgehen, dass der Film eine direkte Adaption des Werks sein wird, denn bereits der Film von Tim Burton hat diverse Elemente aus dem zweiten Roman vorgegriffen und verarbeitet. Ob der Film auch in Deutschland umbenannt werden wird oder ob man beim einfachen Alice im Wunderland 2 bleibt, ist noch unbekannt.

Neben Helena Bonham Carter haben auch schon Johnny Depp als Der Verrücke Hutmacher und Mia Wasikowska als Alice für die Fortsetzung zugesagt (wobei im Fall der mittlerweile deutlich auf Independent-Produktionen fokussierten Wasikowska mich das nagende Gefühl beschleicht, dass sie hier eher einer vertraglichen Sequel-Verpflichtung folgen muss denn einer wirkliche Begeisterung für die Fortsetzung). Tim Burton übergibt die Regie diesmal allerdings an James Bobin (Die Muppets) – womöglich eine positive Entwicklung, denn Bobin verspricht einen visuell etwas anderen Stil als bei Teil 1. In die Kinos kommt der Film voraussichtlich im Mai 2016, wobei de deutsche Starttermin noch nicht feststeht.

Wie ich in Vergangenheit bereits erwähnt habe, bin ich nicht sonderlich begeistert von der Sequel-Idee, da der erste Film zwar nicht schlecht war, mich aber auch nicht nach einer Fortführung der Geschichte hat sehnen lassen. Dass Disney allerdings ein Sequel macht, kann ich dem Studio nicht verübeln. Schließlich hat der erste Film seinerzeit erst als dritter Original-Film (also kein Sequel) weltweit mehr als $1 Milliarde eingespielt (vor ihm gelang das Titanic und Avatar). Natürlich war ein großer Grund dafür damals noch die weit verbreitete Begeisterung für 3D im Zuge von Avatars Erfolg. Diesen Vorteil ebenso wie Tim Burtons große Fangemeinde wird der zweite Film nicht haben.

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