Jurassic World 4 findet einen neuen Regisseur

© 2022 Universal Pictures

Quelle: Variety

Der englische Filmemacher Gareth Edwards hat bislang vier Filme inszeniert und alle von ihnen haben eins gemeinsam: Sie sehen toll aus. Edwards' Regiedebüt Monsters kostete gerade einmal eine halbe Million US-Dollar, sah aber mindestens zehnmal teurer aus. Edwards selbst zeichnete sich nicht nur für die Regie und das Drehbuch des Films verantwortlich, sondern auch für seine visuellen Effekte.

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Monsters machte Hollywood-Studios auf Edwards aufmerksam und ihm wurde die Regie von Godzilla übertragen, dem zweiten Versuch nach Roland Emmerichs zerrissenem Film, den japanischen Kaiju fürs westliche Publikum zu adaptieren. Edwards' Godzilla-Reboot war nicht perfekt, hatte einige Längen und uninteressante menschliche Charaktere, doch er sah atemberaubend aus und fühlte sich episch an. Unmittelbar nach Godzilla drehte Edwards Rogue One: A Star Wars Story, der in der Fangemeinde gemeinhin als bester Star-Wars-Film gilt, der unter Disneys Regie entstanden ist. Die Produktion war nicht unproblematisch und Tony Gilroy (Michael Clayton) schrieb den kompletten dritten Akt um und drehte ihn neu. Der Film war ein großer Hit und ergatterte zwei Oscarnominierungen, darunter auch für seine Effekte.

Nach zwei großen Franchise-Filmen brauchte Edwards zunächst eine längere Auszeit und kehrte letztes Jahr mit The Creator zurück. Der Film wirkte zwar, wie aus Versatzstücken anderer, besserer Science-Fiction-Filme zusammengesetzt, doch für seine spektakulären Effekte erhielt er eine hochverdiente Oscarnominierung. Vor allem hatte der "nur" 80 Millionen US-Dollar teure Filme deutlich bessere Effekte als die meisten großen Blockbuster letztes Jahr, die mitunter das Doppelte oder Dreifache kosteten, siehe Ant-Man and the Wasp: Quantumania oder Aquaman: Lost Kingdom.

Bei The Creator hatte Edwards deutlich größere kreative Kontrolle als bei seinen beiden vorigen Franchise-Beiträgen. Er schrieb am Drehbuch mit und produzierte den Film. An den Kinokassen war der Streifen jedoch kein Erfolg und mit seinem nächsten Film springt Edwards wieder für ein Franchise ein und hat es, wie bei seinem ersten Blockbuster, wieder mit Riesenechsen zu tun. Universal hat Edwards für die Regie des nächsten Jurassic-World-Abenteuers verpflichtet, nachdem die Verhandlungen mit David Leitch (Deadpool 2) aufgrund unterschiedlicher kreativer Vorstellungen gescheitert sind. Mit Edwards hat das Studio einen mit großen, effektreichen Produktionen erfahrenen Regisseur an Bord geholt. Diesen braucht Universal auch, denn es muss alles schnell gehen, denn im Juli 2025 soll der Film bereit sin die Kinos kommen und hat noch nicht einmal einen Cast.

David Koepp, der Autor des allerersten Jurassic Park und seiner ersten Fortsetzung, schrieb das Drehbuch zu Jurassic World 4. Der Film wird das Franchise nicht komplett rebooten, aber auch nicht die bisherigen Filme fortsetzen oder deren Darsteller:innen zurückbringen, sondern eine neue Geschichte aus demselben Universum erzählen. Nach der Verpflichtung von Edwards geht es jetzt an die Besetzung, mit der Hoffnung, im Frühsommer mit den Dreharbeiten zu beginnen. Nach Edwards' The Creator hat Universal vermutlich auch die Hoffnung, dass das Budget des Films im vernünftigen Rahmen bleibt. Doch so oder so ist Universal bereit, viel in die Dinos zu investieren. Der letzte Film spielte trotz sehr durchwachsener Kritiken eine Milliarde US-Dollar weltweit ein und das gesamte sechsteilige Franchise hat bislang knapp sechs Milliarden Dollar alleine im Kino erwirtschaftet.

Jurassic World 4 (der offizielle Titel ist noch unbekannt) wird voraussichtlich am 03.07.2025 in die deutschen Kinos kommen. Über weitere Entwicklungen werden wir Euch auf dem Laufenden halten.

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