Quelle: Vertical Entertainment

Wer heutzutage noch einen Film mit Bruce Willis schaut, weiß eigentlich ganz genau, worauf er oder sie sich einlässt – in der Regel nichts Gutes. Es hat schon seinen Grund, weshalb Willis dieses Jahr als erster Schauspieler in der Geschichte der Goldenen Himbeere seine eigene Kategorie bekommen hat. Mit gleich acht Filmen, die allesamt letztes Jahr erschienen ist, war er im Rennen um die schlechteste Willis-Performance 2021. Gewonnen hat er für den Science-Fiction-Quark Cosmic Sin, aber auch Filme wie American Siege, Out of Death und Survive the Game waren im Rennen.

Keiner der nominierten Filme hat auch nur annähernd positive Kritiken erhalten und dass Willis gleich achtmal dabei war, verrät auch einiges über sein aktuelles Arbeitsethos. Sein Modus Operandi heutzutage besteht darin, einen oder maximal zwei Tagen am Set zu verbringen, seine Rolle mit gleichem Elan abzuspulen wie ein Großraumbüro-Angestellter an einem sonnigen Freitagnachmittag und dafür eine satte Gage einzustreichen. Im fertigen Film ist Willis dann meist nicht länger als 10-15 Minuten lang zu sehen, wird aber natürlich als Hauptdarsteller vermarktet.

Wird es die Willis-Kategorie auch bei den nächsten Razzies geben? Jedenfalls arbeitet der Schauspieler inzwischen fleißig an seinem 2022-Output. Sein neuster Film, A Day to Die, über dessen Entstehung wir letztes Jahr schon berichtet haben, sieht genauso uninspiriert und austauschbar aus, wie die ganzen bei den Razzies nominierten Werke aus dem letzten Jahr.

Die eigentliche Hauptrolle in A Day to Die spielt Kevin Dillon, der für mich immer Johnny Drama aus "Entourage" bleiben wird. Er verkörpert den ehemaligen Militäroffizier und in Ungnade gefallenen Bewährungshelfer Conner Connolly, der einen Handlanger des örtlichen Gangsterbosses (Leon Kennedy) tötet. Der Gangster lässt Conners schwangere Ehefrau (Brooke Butler) entführen und fordert 2 Millionen US-Dollar für ihre Freilassung – noch am selben Tag! Also trommelt Conner seine alte Crew zusammen, zu der auch Frank Grillo (The Grey – Unter Wölfen) gehört, um eine Reihe gefährlicher Raubüberfälle zu begehen und dabei auch eine Rechnung mit dem von Willis gespielten korrupten Polizeichef Alston zu begleichen.

Unten könnt Ihr den Trailer, einen Ausschnitt und zwei Plakate zu A Day to Die sehen, der wirklich exakt das bietet, was man erwarten würde. Entgegen unserem ursprünglichen Bericht über den Film, ist es nicht die dritte, sondern sogar die vierte Zusammenarbeit von Grillo und Willis. Die beiden waren zuvor schon in Lady Vegas, Reprisal und Cosmic Sin zu sehen.

A Day to Die Bruce Willis Poster 1 A Day to Die Bruce Willis Poster 2In den USA wurde A Day to Die am 4. März in ausgewählten Kinos und über Video-On-Demand veröffentlicht. Einen deutschen Releasetermin hat der Streifen noch nicht.