Box-Office Welt – Bester internationaler Start 2013 für Die fantastische Welt von Oz

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Box-Office Welt 8.-10.03.2013

Quellen: The Hollywood Reporter, Rentrak

Obwohl Die fantastische Welt von Oz mit $69,9 Mio am Wochenende den besten internationalen Start von 2013 bis dato hingelegt hat, ist diese Zahl, ebenso wie der deutsche Start des Films, deutlich weniger beeindruckend als das Startwochenende in USA/Kanada. Internationale Starts in dieser Größenordnung sind mittlerweile die Regel für Blockbuster mittlerer Ebene geworden. Da Oz in allen großen Märkten weltweit mit der Ausnahme von China und Frankreich gestartet ist, ist dieses Ergebnis nichts, was besonders heraussticht. Allein letztes Jahr sind neun Filme international beser angelaufen als Oz und die meisten davon eröffneten nicht zugleich in allen Märkten weltweit. Sogar John Carter startete mit $70,6 Mio knapp besser. Verglichen zu Alice im Wunderland erreichte Die fantastische Welt von Oz am Wochenende in den meisten seiner Märkte lediglich etwa die Hälfte von dem, was Tim Burtons Film zum Start eingenommen hatte. Das unumstrittene Highlight war der Start in Russland, der mit $14,6 Mio zum Start etwa 20% des gesamten internationalen Einspiels vom Wochenende darstellte und Alice im Wunderland immerhin um 6% getoppt hat. Das Startwochenende in Russland profitierte enorm von Nationalfeiertag am Freitag, sodass ich keinen guten Rückgang nächstes Wochenende erwarten würde. Großbritannien steuerte solide $5,6 Mio bei, Mexiko mit $5,2 Mio immerhin ein besseres Startergebnis als bei Der Hobbit – Eine unerwartete Reise und das beste Startwochenende in dem Land seit Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2. Beeindruckt hat auch Brasilien mit $3,7 Mio. Die Starts in Italien ($3,8 Mio), Deutschland ($3,7 Mio), Japan ($3,6 Mo) und Spanien ($2,6 Mio) waren hingegen eher mittelmäßig. Insgesamt sollte sich der Film internatonal irgendwo bei $250-300 Mio einpendeln und dem Film ein weltweites Einspiel von mehr als einer halben Milliarde sichern. Ein internationaler Überflieger ist er aber nicht geworden.

Hänsel & Gretel: Hexenjäger setzte seine internationale Box-Office-Performance erfolgreich fort und sicherte sich Platz 2 der internationalen Charts am Wochenende mit $10,8 Mio. Sein vorläufiges Gesamteinspiel außerhalb von USA und Kanada erreichte $140,1 Mio und somit schon fast das Dreifache von seinem Nordamerika-Box-Office. Weltweit fehlen dem Film nur noch knapp $5 Mio bis $200 Mio. Mit einem solchen Erfolg hat wohl kaum einer gerechnet. Da der Film Italien und Japan noch vor sich hat, würde ich auch $250 Mio weltweit momentan nicht ausschließen. Als erfolgreichster Markt am Wochenende erwies sich wieder Deutschland, wo der Film mit $3,3 Mio am Wochenende nur knapp Platz 1 in der zweiten Woche verfehlte. In Frankreich startete Hänsel & Gretel auf Rang 3 mit $2,8 Mio. In Mexiko ist der Film mit $13,7 Mio bislang der erfolgreichste Streifen von 2013.

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Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben rutscht sehr schnell die Charts herunter und erreichte an seinem fünften internationalen Wochenende lediglich $9 Mio, was seinen internationalen Umsatz auf $177,1 Mio. Japan bleibt mit $19,2 Mio nach vier Wochen der stärkste Markt des Films. Kommendes Wochenende erreicht das Sequel seine letzte Station – China. Es gilt jedoch bereits als nahezu ausgeschlossen, dass der Film die $250 Mio von seinem Vorgänger international erreichen wird. Vielmehr sieht es danach aus, als würde er nur knapp $200 Mio passieren und weltweit deutlich unter $300 Mio bleiben. Ein enttäuschendes Ergebnis!

Der US-Horror-Hit Mama genoss bislang eher stillen Erfolg außerhalb von Nordmerika hat aber mittlerweile ganz solide $41,3 Mio angesammelt, was für einen Horrorfilm nicht wenig ist. Beinahe die Hälfte davon kommt aus Spanien ($10 Mio) und Mexiko ($9,1 Mio). Das ist nicht weiter verwundernswert. Nicht nur, dass die beiden Länder relativ Horror-affin sind, sondern der Flm ist vom mexikanischen Filmemacher Guillermo del Toro produziert worden und enstand unter der Regie von einem Spanier. Italien, Brasilien, Deutschland und Frankreich sind nur einige der Märke, die der Film vor sich hat, doch man sollte nicht erwarten, dass er dort einen ähnlichen Erfolg genießen wird. Dennoch kann man momentan von mindestens $80 Mio international und mehr als $150 Mio weltweit ausgehen.

Das dreifach oscarprämierte Musical Les Misérables spielte am Wochenende weitere $6 Mio außerhalb von USA/Kanada ein und pushte das vorläufige internationale Einspiel des Flms auf unglaubliche $275,4 Mio. Aus Großbritannien und Japan stammen jeweils $59,5 Mio und $58,2 Mio davon. In China hat der Film nach zwei Wochen ordentliche $7,7 Mio eingenommen.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise nahm an seinem dritten Wochenende in China, seinem letzten Markt, $4,6 Mio ein und brachte sein Einspiel dort auf $45,4 Mio.International hat der Film bisher $708,1 Mio eingespielt und befindet sich mit $1,01 Mrd auf Platz 14 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten weltweit.

Einen wichtigen Meilenstein erreichte am Wochenende Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger. Der oscarprämierte Film von Ang Lee erhöhte sein internationales Einspiel auf $480,5 Mio und überquerte damit knapp die $600 Mio-Marke weltweit. Für ein Nicht-Sequel ist es ein grandioses Ergebnis. Kin weiterer Bester-Film-Nominee 2012 hat gar mehr als $500 Mio weltweit geschafft. Die Highlights sind China mit mehr als $90 Mio und Großbritannien mit etwa $44,6 Mio, wobei der Film in fast allen seiner Märkte respektable Zahlen schrieb.

Jack and the Giants, der weiterhin nur in asiatischen Märkten am Wochenende spielte, brachte weitere $5,3 Mio ein und steht bei $23 Mio. International dürfte sich das Fanhtasyabenteer etwa $200 Mio sichern.

Django Unchained nahm am Wochenende zusätzliche $4,6 Mio ein und überholte mit $241,1 Mio das internationale Gesamteinspiel von Der mit dem Wolf tanzt, der bis dato der erfolgreichste Western außerhalb von Nordamerika war. Im April wird Django Unchained (als erstes Werk von Quentin Tarantino) auch in China ankommen. Sollte der Film dort gut laufen, so könnte er möglicherweise doch noch $450 Mio weltweit erreichen.

Argo erreichte am Wochenende international sehr solide $90 Mio und befindet sich weltweit bei annäherend $225 Mio. Silver Linings erhöhte sein internationales Einspiel auf fabelhafte $81 Mio. Für amerikanische Oscar-Komödien ist es ein tolles Ergebnis und deutlich vor Sideways oder Little Miss Sunshine. Auch Juno dürfte er bald überholt haben.

Steven Spielbergs Lincoln hat international mittlerweile solide $77,6 Mio eingespielt und liegt weltweit bei mehr als $250 Mio. Flight von Robert Zemeckis erreichte am Wochenende $65,1 Mio international. Schließlich verdient auch The Impossible eine Erwähnung. Während der Film in Nordamerika bislang nicht einmal $20 Mio geknackt hat, hat er im Rest der Welt tolle $150,6 Mio eingenommen.

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