Backrooms – Everything Must Go Edition: Langfassung mit neuer Abspannszene kommt in die deutschen Kinos

Der Generationenwechsel hat auch die Kinos erreicht. Alteingesessene Franchises, Comicverfilmungen und auf Nostalgie getrimmte Blockbuster sind keine Erfolgsgaranten mehr. Generation Z interessiert sich weniger für große Budgets oder Superstars vor der Kamera, sondern mehr für originelle Ideen und viralen Hype. Während der erste Star-Wars-Film seit sieben Jahren und Steven Spielbergs Rückkehr zum Science-Fiction-Genre an den Kinokassen enttäuschten und Supergirl und Masters of the Universe schlichtweg floppten, dominierten in den letzten Monaten ausgerechnet zwei günstig produzierte Horrorfilme von blutjungen Youtubern und Erstlingsregisseuren die Kinocharts und den Internet-Diskurs unter Filmfans.

Obsession des 26-jährigen Curry Barker spielt dabei natürlich in einer ganz eigenen Liga. Der Film, der für weniger als eine Million US-Dollar produziert wurde, entwickelte sich dank nahezu beispielloser Mundpropaganda zum größten Horror-Langläufer an den Kinokassen seit The Sixth Sense und erreichte bereits ein weltweites Einspiel von mehr als 400 Millionen US-Dollar. Auch in Deutschland legte er am zweiten Wochenende um mehr als 30% gegenüber seinem Startwochenende zu.

Doch auch Backrooms, die Filmadaption des gleichnamigen Creepypasta-Phänomens, ist ein massiver Erfolg. Der vom prestigeträchtigen Independent-Studio A24 für zehn Millionen US-Dollar produzierte Film wurde vom 20-jährigen Schöpfer der "Backrooms"-Webserie, Kane Parsons, inszeniert. Das Vertrauen in das junge Talent hat sich bezahlt gemacht: Der Backrooms-Film wurde nicht nur sehr positiv in der Kritik aufgenommen, er spielte seit seinem Start Ende Mai rund 350 Millionen US-Dollar weltweit ein und machte Parsons zum jüngsten Filmemacher in der Geschichte, dessen Film die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts eroberte.

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Wer Backrooms bereits gesehen hat und mochte, hat jetzt einen guten Grund für eine zweite Sichtung. Ab Donnerstag, dem 9. Juli, wird der Film mit dem Zusatztitel Everything Must Go Edition als 16 Minuten längere Version exklusiv im Kino zu sehen sein. Dabei entfällt die komplette zusätzliche Laufzeit auf eine brandneue Sequenz, die nach dem Abspann gezeigt wird. In den USA ist die Langfassung bereits letzten Freitag angelaufen, dort läuft der Film aber auch schon einige Wochen länger als in Deutschland. Hardcore-Fans der "Backrooms"-Mythologie werden sich das sicherlich nicht entgehen lassen, für alle anderen, die den Film noch nicht gesehen haben, könnte das der Anstoß für den Kinobesuch sein. Als jemand, für den auch die bisherige Fassung schon spürbare Längen hatte, finde ich, dass eine längere Laufzeit das Letzte ist, was der Film braucht. Viele werden das sicherlich anders sehen, wie beispielsweise mein Kollege, der von Backrooms (Kritik) begeistert war.

Die Idee hinter Backrooms ist gleichermaßen simpel wie effektiv: Es ist eine unheimliche Parallelwelt aus eintönigen, menschenleeren und scheinbar endlosen ineinander verschachtelten Innenräumen und Korridoren, sogenannten "liminal spaces", die man aus unserer Realität durch Portale betreten kann. Den Grusel bezieht das Phänomen aus einer vertrauten, geradezu banalen, aber zugleich auch verzerrten Realität. In dem Film entdeckt der alkoholkranke und frisch geschiedene Clark, gespielt von Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave), in seinem heruntergekommenen Möbelgeschäft einen Zugang zu den Backrooms und ist auf Anhieb fasziniert von dieser surrealen Welt. Renate Reinsve (Sentimental Value) spielt die zweite Hauptrolle als Clarks Psychotherapeutin Mary, die mit einem eigenen Trauma zu kämpfen hat und Clark schließlich in die Backrooms folgt.

Unten findet Ihr eine kurze Promo und das Poster zur Everything Must Go Edition:

Backrooms Abspannszene PosterQuelle: Constantin Film

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