Spider Man Sinister Six

© Marvel Comics

Quelle: Comicbook

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Nach einem kurzen und heftigen Schock hinsichtlich Spideys Austritt aus dem MCU, ist alles wieder im Lot für die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, deren nächster Film nun doch in Zusammenarbeit mit Disney und Marvel produziert werden wird und die darüber hinaus in einem weiteren MCU-Film auftreten darf. Vorerst sind die Fans besänftigt, bevor das Ganze in einigen Jahren möglicherweise wieder von vorne losgeht.

Doch eigentlich hätte das Schicksal von Spider-Man heutzutage auch ganz anders aussehen können, wenn The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro vor fünf Jahre nicht an den Kinokassen und in der Kritik enttäuscht hätte. Zu dem Zeitpunkt hatte Sony noch ausufernde Pläne für die Franchise-Zukunft, kündigte gleich zwei weitere Amazing-Spider-Man-Filme mit Andrew Garfield an und arbeitete zudem fleißig am Schurken-Spin-Off Sinister Six. Dieser sollte von Drew Goddard inszeniert werden und noch vor The Amazing Spider-Man 3 kommen, bevor die Truppe der Bösewichte dann gegen Garfields Spider-Man kämpfen würde. The Amazing Spider-Man 2 säte eindeutig die Samen für die Sinister Six, auf deren Leinwandauftritt ich als Spidey-Fan bereits seit dem allerersten Spider-Man-Film warte.

Doch natürlich implodierten alle diese Pläne mit dem Deal zwischen Disney und Sony. Darüber kann ich als Fan nicht klagen, denn er bescherte uns nicht nur Tom Holland als bislang besten Peter Parker, sondern auch zwei wirklich sehr ordentliche Spider-Man-Filme.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sony die Idee, die Sinister Six endlich gegen Spidey antreten zu lassen, völlig verworfen hat. Im Bonusmaterial auf der Heimkinoveröffentlichung von Spider-Man: Far From Home deutete Produzentin Amy Pascal kryptisch an, dass die Filme möglicherweise genau auf dieses Ziel hinarbeiten: (aus dem Englischen)

Diese Bösewichte, die wir in unserem Universum jetzt haben, sind zufälligerweise auch die Charaktere, die zu den Sinister Six gehören. Daraus könnte etwas entstehen.

Es stimmt. Sowohl Vulture als auch Mysterio sind zwei der Gründungsmitglieder der Sinister Six. Die anderen vier sind Kraven, Sandman, Electro und Doc Ock. Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Film sich sklavisch an diese Aufstellung halten würde. Ein eigener Spin-Off Film über Kraven ist bereits in Arbeit bei Sony.

Vergangenen Dezember enthüllte Pascal, dass auch das Sinister-Six-Spin-Off von Drew Goddard noch nicht tot sei. Sein Drehbuch sei sehr gut und sie hoffe, er würde die Zeit finden, bei dem Film Regie zu führen.

Ich bin immer noch ein wenig skeptisch, ob die Sinister Six einen eigenen Film brauchen, doch als Spider-Mans Gegner würde ich die Truppe sehr gerne sehen. Ich befürchte aber, dass es zumindest im nächsten Film noch nicht soweit sein wird, denn ein solches Ensemble braucht doch etwas mehr Vorbereitung innerhalb des Franchises.