Sexy Beast Prequel

Ben Kingsley und Ray Winstone in Sexy Beast (2000) © Fox Searchlight Pictures

Quelle: Variety

Vor rund zwei Jahren hat irgendjemand bei Paramount Television aus irgendeinem Grund Jonathan Glazers unterschätzten britischen Gangsterfilm Sexy Beast mit Ray Winstone und Ben Kingsley aus dem Archiv geholt und sich gedacht, dass er doch eine Prequelserie gebrauchen könnte. Diese sollte in der Londoner kriminellen Unterwelt der neunziger Jahre spielen und die Partnerschaft von Gal Dove mit Don Logan schildern, im Originalfilm jeweils von Winstone und Kingsley verkörpert. Ihre Anfänge unter dem Gangsterboss Teddy Bass, und wie Gal seine spätere Ehefrau, die Pornodarstellerin DeeDee, trifft und sich in sie verliebt, sollten Themen der Serie werden.

Letzten Sommer hat "Sexy Beast" dann vom Kabelsender Paramount Network tatsächlich grünes Licht für eine zehnteilige erste Staffel bekommen. Geschrieben wurde sie von Michael Caleo, einem der Autoren von "Die Sopranos". Regie sollte Karyn Kusama (Destroyer, Jennifer’s Body) führen.

Nachdem wir nun ein ganzes Jahr nichts mehr von der Serie gehört haben, erreicht uns nun die Meldung, dass Paramount Network die Serie trotz der offiziellen Bestellung eingestampft. Grund dafür sind Sparmaßnahmen in Folge der Fusion von Viacom und CBS, der Mutterfirma von Paramount Network. Die Drehbücher zur Serie wurden noch geschrieben und die Dreharbeiten haben noch nicht begonnen, sodass es nicht schwer fiel, sie zu streichen. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Prequelserie endgültig tot und begraben ist. Produktionsfirmen Paramount Television und Anonymous Content haben vor, nach einer neuen Heimat für die Serie zu suchen.

Ob es ihnen nun gelingt oder nicht, möchte ich an dieser Stelle noch einmal eindringlich den Originalfilm aus dem Jahr 2000 empfehlen. Gerade Kingsley ist mit seiner Performance als unberechenbarer, explosiver Gangster eine Wucht und erhielt eine verdiente Oscarnominierung für seinen Auftritt. Das war noch zu der Zeit, als er sich mit seinen Performances Mühe gegeben und nicht einfach nur einen Scheck fürs Auftauchen am Set kassiert hat.

Hier eine seiner großartigen Szenen aus dem Film: