Pirates of the Caribbean Reboot

© Walt Disney Pictures

Quelle: Deadline

Dass das Pirates-of-the-Caribbean-Franchise mit ihren letzten Beiträgen ein bisschen totgelaufen ist, ist kein Geheimnis. Keins der Sequels kam an die Frische des ersten Films von 2003 heran und auch Johnny Depps einst brillante Masche als Captain Jack Sparrow hat sich inzwischen abgenutzt. Dennoch bleibt die Reihe weiterhin Disneys größte Geldmaschine nach Marvel, Star Wars, den Animationsfilmen und den Realverfilmungen der Animationsfilme. Letztes Jahr spielte Pirates of the Caribbean: Salazars Rache weltweit fast $800 Mio ein, obwohl die Reihe schon lange vom Höhepunkt des Hypes um sie herum entfernt ist. Da der fünfte Film in seiner Abspannszene ganz klar den Weg für eine weitere Fortsetzung bereitet hat, erscheint die vorliegende Meldung umso verwunderlicher.

Laut dem Industrie-Portal Deadline wird bei Disney aktuell über ein Reboot der Reihe nachgedacht. Es gab wohl sogar schon Treffen mit den Deadpool-Autoren Rhett Reese und Paul Wernick, die den Piraten einen neuen Anstrich verpassen sollen. Jerry Bruckheimer würde das Reboot wieder produzieren, doch die gesamte Besetzung wäre neu. Ich nehme nicht an, dass jemand jemals versuchen würde, Depp als Jack Sparrow zu ersetzen. Vielmehr würden dann vermutlich neue Geschichten aus der gleichen Welt erzählt werden. Es sollte betont werden, dass sich die Verhandlungen noch in einem ganz frühen Stadium befinden und noch keine festen Entscheidungen getroffen wurden.

Nichtsdestotrotz überrascht mich diese Entwicklung. Es war anzunehmen, dass einem regulären Pirates of the Caribbean 6 nichts im Wege stünde. Gerade die Aussicht darauf, dass die Hauptakteure der ersten drei Filme – Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley – in Vollzeit wiedervereint werden würden, sorgte für Vorfreude bei vielen Fans. Noch im August wurde berichtet, dass an dem Drehbuch zum sechsten Film geschrieben werden würde. Jetzt aber stattdessen ein Reboot, obwohl die Hauptreihe noch finanziell sehr erfolgreich ist? Das erscheint schon ein wenig merkwürdig. Vielleicht war die negative Presse rund um Johnny Depp und die Vorwürfe häuslicher Gewalt der Auslöser für die Reboot-Gedanken. Vielleicht möchte Disney aber auch einfach eine neue Generation mit den Filmen erreichen und sieht voraus, dass die Einnahmen ansonsten weiter sinken werden. Wie dem auch sei, wir werden weiteren Entwicklungen dranbleiben.