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Seit einigen Stunden wissen wir, wer beim diesjährigen Oscar-Rennen noch mitmischen darf und wer mit gesunkenem Kopf die Oscarhoffnungen jetzt schon begraben muss (hier lang geht es zu den Nominierungen). Nachdem die Nominierungen letztes Jahr im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen lagen, hat die Academy dieses Jahr offensichtlich versucht, die verrückten Nominierungen von 2012 zu übertreffen. Ob es ihnen gelungen ist, ist Ansichtssache, doch Fakt bleibt, dass die diesjährigen Nominierungen wieder voller kleiner und großer Überraschungen waren und abermals gezeigt haben, dass viele Vorzeichen im Vorfeld der Oscars sehr irreführend sein können und manche sich wiederum doch auszahlen und bewahrheiten.

Die PGA, DGA, SAG und WGA haben uns in diesem Jahr einen guten Überblick über den Stand der Dinge im Oscar-Rennen gegeben und keine der diesjährigen Überraschungen kommt an das Fehlen von Kathryn Bigelow und Ben Affleck unter den Nominierten vor zwei Jahren heran. Nichtsdestotrotz zeigte sich, dass die Academy bestimmte Filmschaffende sehr schätzt und andere offensichtlich überhaupt nicht ausstehen kann.

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Nachdem wir uns im Vorfeld der Nominierungen mit den Schwächen und Stärken von zahlreichen potenziellen Kandidaten auseinandergesetzt haben, geht das Rennen jetzt in die letzte Runde. Die Filme steuern auf die Zielgerade zu. Wir schauen uns an, wer die großen Gewinner des Tages sind und wer die Academy-Mitglieder kalt ließ.

Gewinner

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 11. Foxcatcher – Schon seit Stunden versuche ich es in den Kopf zu kriegen, was bei Foxcatcher genau abgelaufen ist. Ohne Zweifel war das Abschneiden das Films die größte Überraschung bei den diesjährigen Oscarnominierungen und das gleich in vielfacher Hinsicht. Ich weiß nicht, was für mich schockierender ist – dass Bennett Miller für seine Regie nominiert wurde, ohne während der Oscar-Saison auch nur ein einziges Mal auf irgendeiner Liste aufzutauchen (seine letzte Auszeichnung war der Regiepreis in Cannes) oder dass trotz der Nominierung für die Regie, das Drehbuch und zwei Schauspieler des Streifens, der Film selbst nicht nominiert wurde. Seit 2007 kam es nicht mehr vor, dass ein Regisseur für den Oscar nominiert wurde und sein Film nicht (damals Julian Schnabel für Der Schmetterling und die Taucherglocke). Früher kam es eigentlich fast jedes Jahr vor, dass ein Regisseur nominiert war und sein Film nicht, manchmal sogar bei zwei Regisseuren im Jahr (ich denke da an David Lynch mit Mullholand Drive und Ridley Scott mit Black Hawk Down). Doch es hörte auf, als die Academy 2009 angefangen hat, mehr als fünf Filme als “Bester Film” zu nominieren, während die Anzahl der “Beste Regie”-Plätze weiterhin bei fünf blieb. Alle nahmen damals an, dass wenn man schon als Regisseur nominiert wird, der Film genug Begeisterung erwecken kann, um es unter die 8-10 Film-Nominees zu schaffen. Alles, was ein Film dafür benötigt, ist, auf mindestens 5% der Wahlzettel den ersten Platz der Wähler zu belegen. Und offensichtlich scheiterte Foxcatcher daran. Es ist aber schon irgendwie bizarr zu sehen, dass Filme wie American Sniper, Whiplash, Die Entdeckung der Unendlichkeit und Martin Luther King – Der Marsch von Selma es unter “Bester Film” geschafft haben ohne eine Regie-Nominierung und Foxcatcher gelang es nicht.

Nichtsdestotrotz ist der Film jetzt schon ein Gewinner auf voller Linie, denn eigentlich hat kaum jemand damit gerechnet, dass er mehr als 2-3 Nominierungen erhalten würde, geschweige denn fünf. Bennett Millers Nominierung ist das Highlight, doch auch die Tatsache, dass das Drehbuch des Films sich gegen den Academy-Liebling Mike Leigh (Mr. Turner) und gegen Martin Luther King – Der Marsch von Selma durchgesetzt hat und Steve Carell der ultraharten Konkurrenz von Jake Gyllenhaal, Ralph Fiennes, David Oyelowo und Timothy Spall trotzte, spricht für sich. Ein wenig erinnert mich Foxcatcher an den größten Gewinner der letztjährigen Nominierungen, Dallas Buyers Club, auch wenn Foxcatcher vermutlich keine drei Oscars gewinnen wird. Auch Dallas Buyers Club hatte zwei Schauspielnominierungen, eine Drehbuchnominierung und eine Nom für das Makeup.

2. American Sniper – Noch vor 3-4 Wochen hatte eigentlich niemand mehr den Film auf dem Schirm. Die Kritiken waren solide, aber nicht herausragend genug und Bradley Cooper hatte als stärkster Aspekt des Films einfach zu viel Konkurrenz in der Hauptdarsteller-Kategorie. Doch die Dinge begannen sich zu ändern, als der Film von der Produzentengewerkschaft und später von der Autorengewerkschaft nominiert wurde und als dann auch noch Clint Eastwood von der Regegewerkschaft eine Nominierung erhielt, war klar, dass man mit dem Streifen rechnen sollte. Nichtsdestotrotz schnitt er mit sechs Nominierungen deutlich über den Erwartungen ab. Für einen Film ohne Golden-Globe– oder SAG-Nominierungen und lediglich zwei BFCA-Nominierungen ein recht starkes Ergebnis. Der größte Gewinner der ganzen Sache ist dabei Bradley Cooper, der zum dritten Mal in Folge eine Oscarnominierung erhalten hat. Zuletzt gelang das Renee Zellweger zwischen 2001-2003 und davor Russell Crowe in der Zeit von 1999-2001.

3. Independent-Filme – Dies war das Jahr der kleinen Produktionen bei den Oscars. Von den acht nominierten Filmen, stammen lediglich zwei von Hollywood-Majors (also den großen sechs Studios) – American Sniper von Warner Bros. und Martin Luther King – De Marsch von Selma von Paramount. Die anderen sechs sind Indie-Filme, die von The Weinstein Company, IFC, Fox Searchlight, Sony Classics und Focus Features vertrieben werden. Das ist für die Oscars sehr ungewöhnlich und seit vor fünf Jahren die Anzahl von “Bester Film”-Nominees ausgeweitet wurde, gab es kein Jahr, in dem nicht mindestens fünf der nominierten Filme von 20th Century Fox, Universal, Paramount, Warner Bros., Sony oder Disney stammten. Letztes Jahr waren es beispielsweise sechs. Der sehr geringe Anteil an großen Produktionen spricht dafür, dass die Academy-Mitglieder tatsächlich bemüht sind, nicht die Massenware zu promoten, sondern versuchen die kleineren Filme ins verdiente Rampenlicht zu stellen. So hat zum aktuellen Zeitpunkt nur ein einziger der acht nominierten Filme am US-Box-Office mehr als $50 Mio eingespielt – Grand Budapest Hotel. Wenn ein Film von Wes Anderson der erfolgreichste unter den nominierten Filmen ist, dann weiß man, dass hier wirklich eher auf Nischenfilme zurückgegriffen wurde (wobei American Sniper in den kommenden Wochen sicherlich noch sehr viel einspielen wird). Negativ interpretiert kann man auch sagen, dass die Diskrepanz zwischen der Wahl der Academy und dem Geschmack der Kinogänger deutlich größer geworden ist.

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 24. Biopics – Die acht “Bester Film”-Nominees zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass es fast allesamt Independent-Produktionen sind, auch Filmbiografien sind im Übermaß vertreten. Es ist nichts Neues, dass Biopics und wahre Geschichten stets der perfekte Stoff für die Oscars sind. Man denke nur an Milk, Lincoln, Capote, Ray oder A Beautiful Mind. Dennoch ist es bemerkenswert, dass die Hälfte der nominierten Filme dieses Jahr Biopics sind und drei davon auch von nicht gerade völlig unbekannten Persönlichkeiten (Stephen Hawking, Martin Luther King, Alan Turing). Vergessen sollte man in diesem Zusammenhang auch Mr. Turner – Meister des Lichts nicht. Das J.M.W.-Turner-Biopic von Mike Leigh schaffte es zwar nicht in den Hauptkategorien, wurde jedoch überraschende viermal für seine technischen Leistungen nominiert. Nimmt man auch als Foxcatcher, Wild – Der große Trip und Unbroken als Biopics hinzu, so kamen die Filmbiografien auf insgesamt 35 Nominierungen, davon 19 in den acht Hauptkategorien (Schauspielkategorien, Film, Regie und die Drehbücher).

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 35. Alexandre Desplat – Die Filmkarriere des französischen Komponisten Alexandre Desplat begann verhältnismäßig spät, doch in kürzester Zeit avancierte er zu einem der gefragtesten und gefeiertsten Filmkomponisten der Welt. Seit seiner ersten Oscarnominierung für Die Queen vor acht Jahren gab es lediglich zwei Jahre (2007 und 2011), in denen er nicht für einen Oscar nominiert wurde. Dieses Jahr erreichte der begnadete Komponist einen neuen Meilenstein und wurde erstmals doppelt nominiert in einem Jahr. Damit steigt die Gesamtzahl seiner Nominierungen auf acht. Nur eins fehlt noch – der Sieg. Lediglich ein lebender Filmkomponist hat noch mehr Nominierungen als Desplat, ohne je gewonnen zu haben (Thomas Newman mit 11), doch er hat seine über 20 Jahre angesammelt. Desplat hat noch sicherlich viele weitere Nominierungen vor sich und befindet sich jetzt schon unter den 20 meistnominierten Filmkomponisten aller Zeiten. Es würde mich nicht wundern, wenn er in zehn Jahren unter die ersten zehn einzieht. Doch wird es endlich sein Jahr sein und wird er eher für Grand Budapest Hotel oder für The Imitation Game gewinnen?

Verlierer

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 41. Gone Girl – Ich weiß nicht, was David Fincher in Hollywood verbrochen hat, doch es muss übel sein, denn die Academy verabscheut scheinbar ihn und fast alles, was mit seinen Filmen zu tun hat. Das zeigte sich anfangs darin, dass die Academy seine Meisterwerke Sieben und Fight Club nahezu gänzlich ignorierte und seinem fabelhaft rezensierten Thriller Zodiac keine einzige Nominierung vergab. Die Anzeichen häuften sich, als David Fincher 2010 mit The Social Network einen Film abgeliefert hat, der im Vorfeld der Oscars alle erdenklichen Preise abgeräumt hat, darunter vier Golden Globes. Doch bei den Oscars gingen sowohl der Film als auch Fincher selbst leer aus – gegen das Standard-Biopic The King’s Speech. Sehr deutlich wurde es dann, als Finchers Verblendung von der Produzentengewerkschaft und der Regiegewerkschaft vor drei Jahren nominiert wurde, die Oscars aber weder ihn noch den Film selbst nominierten. Immerhin gab es fünf Oscarnominierungen insgesamt. Doch was seiner Bestsellerverfilmung und seinem mit Abstand erfolgreichsten Film Gone Girl heute widerfahren ist, ist schlicht absurd. Nachdem der Streifen von der Produzentengewerkschaft als bester Film von 2014 nominiert wurde und bei den Golden Globes vier Nominierungen erhielt, wurde er von der Academy mit einer einzigen Oscarnominierung abgespeist, für die Hauptdarstellerin Rosamund Pike.

Dabei kann ich noch akzeptieren, dass der Film selbst und Fincher als Regisseur angesichts der Konkurrenz nicht nominiert wurden, doch dass Gillian Flynns Drehbuch, das mehr Preise im Vorfeld abgeräumt hat, als jedes andere adaptierte Drehbuch des letzten Jahres, nicht nominiert wurde, kann ich einfach nicht begreifen. Es geht dabei nicht um meine persönliche Wahrnehmung der Qualität, sondern darum, dass Flynn von der Autorengewerkschaft, den Golden Globes, den BAFTAs und der BFCA zuvor nominiert wurde – von allen wichtigen Institutionen, die es vor den Oscars gibt. Sie war für mich mindestens die zweitplatzierte in ihrer Kategorie, was die Siegchancen angeht und die Academy verweigerte ihr gänzlich eine Nominierung. Ebenso verrückt ist, dass kein einziger technischer Aspekt des makellos umgesetzten Films anerkannt wurde – weder der Schnitt noch die Musik oder die Kamera. Vielleicht sollte Fincher nur noch langweilige Biopics drehen, wenn er die Gunst der Academy für sich gewinnen will.

2. Martin Luther King – Der Marsch von Selma – Was hat Paramount nur mit diesem Film angestellt? Ist es wirklich so schwer, einem Biopic über Martin Luther King, das auch noch blendende Kritiken bekommen hat und während der Oscar-Saison gestartet ist, zu mehr Oscarnominierungen zu verhelfen? Wer mir jetzt entgegnet, dass es doch gut sei, dass der Film zumindest als “Bester Film” nominiert wurde, dem schleudere ich eine Statistik entgegen. Seit 1951 wurden nur fünf Filme mit in der Königsklasse “Bester Film” nominiert und erhielten nur eine einzige weitere Nominierung. Bei vier davon erfolgte diese weitere Nominierung in einer der “Hauptkategorien” (also Schauspieler oder Drehbuch) – Vier Hochzeiten und ein Todesfall (Drehbuch), A Serious Man (Drehbuch), Blind Side (Hauptdarstellerin), Extrem laut und unglaublich nah (Nebendarsteller). Der fünfte Film ist Martin Luther King – Der Marsch von Selma, dessen zweite Nominierung für den Song “Glory” ist. Darauf kann Paramount doch nicht wirklich gehofft haben – eine Nom als “Bester Film” und eine für das “Beste Filmlied”, ohne Nennungen für die Regisseurin, das Drehbuch oder die Darsteller. Ein möglicher Grund: der Film wurde angeblich erst wenige Tage vor dem Kinostart an Weihnachten fertig und als Paramount die Screener produziert und verschickt hat, haben viele Academy-Mitglieder bereits abgestimmt. Ein weiterer möglicher Grund hätte politische Hintergründe und ich will hier jetzt nicht in ein Hornissennest stechen…

3. The LEGO Movie – Ich war kurz davor, diesen Punkt stattdessen “Die Glaubwürdigkeit der Academy-Animatoren” zu nennen, denn eben diese hat heute immens gelitten, als The LEGO Movie keine Nominierung als “Bester Animationsfilm” ergattern konnte. Es ist einfach verrückt, denn der Film galt noch vor 24 Stunden als der Favorit in seiner Kategorie und befindet sich jetzt nicht einmal in der Endauswahl. Ich weiß ja, dass die Animatoren in der Academy sehr konservativ sind und beispielsweise Motion-Capture-Animationsfilme wie Der Polarexpress oder Die Abenteuer von Tim und Struppi nicht als Animationsfilme anerkennen, doch das ist ein neues Tief. Der überwiegende Großteil der Kritikerverbände prämierte The LEGO Movie als die Nummer 1 in der Animation von 2014 und sowohl die Golden Globes als auch BAFTA und PGA nominierten den Film, doch der Academy war er scheinbar nicht gut genug. Ich habe den leisen Verdacht, dass es einige Realfilm-Sequenzen in The LEGO Movie waren, die den Wähler sauer aufgestossen sind.

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 54. Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere – Wie tief der Mächtige gesunken ist! Die Herr-der-Ringe-Trilogie wurde für insgesamt 30 Oscars nominiert und gewann 17 davon. Peter Jacksons unnötig ausgedehnte Prequel-Trilogie ist nun abgeschlossen und zählt sieben Nominierungen, von denen vermutlich keine einzige gewonnen sein wird. Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere bildet dabei passenderweise das Schlusslicht (was angesichts der schwächsten Qualität auch richtig ist). Wurden seine beiden Vorgänger noch für jeweils drei Oscars nominiert, muss sich der finale Film mit einer einzigen Nom zufrieden geben, für den “Besten Tonschnitt”. Es ist auch der erste Mittelerde-Filme, der nicht für seine Effekte nominiert wurde (ironischerweise wurde dieses Jahr X-Men – Zukunft ist Vergangenheit als erster Film aus der gesamten X-Men-Welt für einen Oscar nominiert, und zwar für seine Effekte). Ein Blick auf die Kategorie “Beste visuelle Effekte” zeigt eins deutlich: Fantasy ist out, Marvel ist in!

Oscars 2014 Gewinner und Verlierer 65. Kinohits – Die Diskrepanz zwischen dem, was die Academy mag und dem Geschmack der Massen habe ich vorhin schon angesprochen. Seit es mehr als fünf Nominees in der “Bester Film”-Kategorie gibt, hat sich die Academy in keinem anderen Jahr so sehr gegen Zuschauerlieblinge gestellt. Bevor mir das jemand unterstellt, will ich nicht an dieser Stelle sagen, dass die Academy Transformers 4, Die Tribute von Panem oder The Return of the First Avenger hätte nominieren sollen. In vergangenen Jahren hat die Academy mit Nominierungen für Filme wie Django Unchained, Les Misérables, Blind Side, Avatar, Gravity, American Hustle, District 9, Inglourious Basterds und The Help auch zahlreiche Filme erwischt, deren Zielpublikum nicht enorm eingeschränkt war. In den kommenden Wochen wird Clint Eastwoods American Sniper zwar auch Blockbuster-Zahlen an den Kinokassen schreiben, doch zum Zeitpunkt der Stimmenabgabe war dies noch nicht klar und die nun nominierten Filme wurden nur von einem sehr kleinen Teil der Kinogänger gesehen. Das letzte Mal, dass die größeren Filme so stark abwesend waren, ist sieben Jahre her. Die Academy verzichtete darauf, Filme wie Interstellar, Unbroken, Into the Woods oder Gone Girl zu berücksichtigen (ob das gut oder schlecht sei, ist einem selbst überlassen). Es hätte aber auch nichts dagegen gesprochen, einem coolen Überraschungshit wie Guardians of the Galaxy zumindest eine Drehbuchnominierung zu geben.

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 Weitere interessante Fakten:

Roger Deakins wurde für Unbroken zum 11. Mal für einen Oscar nominiert. Gewonnen hat er noch nie und angesichts der Konkurrenz von Birdman und Grand Budapest Hotel wird er vermutlich wieder leer ausgehen. Nur sechs Kameraleute wurden in der Filmgeschichte noch häufiger als er für den Oscar nominiert. Ihm fehlen noch acht Nomonierungen bis zum neuen Rekord. Bei seinem aktuellen Tempo (sieben Nominierungen in acht Jahren) wird er den Rekord noch brechen.

– Die Kostümdesignerin Colleen Atwood erhielt für Into the Woods ihre 11. Nominierung, ist damit die meistnominierte noch lebende Kostümbildnerin und belegt den sechsten Platz auf der All-Time-Liste.

– Währenddessen baute Meryl Streep ihren Vorsprung als die meistnominierte Schauspielerin aller Zeiten weiter aus mit ihrer 19. Nominierung (!) für Into the Woods. Die zweitplatzierten Katherine Hepburn und Jack Nicholsonb haben jeweils “nur” 12.