Christopher Nolan ist wieder auf Erfolgskurs: Seit gestern läuft Die Odyssee in den deutschen Kinos und sowohl Kritiker als auch die Zuschauer sind hellauf begeistert vom gewaltigen Fantasyepos, das bereits als Favorit für die nächsten Oscars gilt. Doch auch die Aussichten des Films an den Kinokassen sind sehr rosig. Nach rekordverdächtigen Vorverkaufszahlen für die IMAX-Vorstellungen deuten erste Einspielergebnisse auf einen massiven Kassenhit hin, der mit dem Riesenerfolg von Oppenheimer, der die Milliardenmarke nur knapp verfehlte, mithalten könnte.
Es ist natürlich immer besonders erfreulich, wenn hochwertige Filme von ambitionierten Filmemachern, die ihr Publikum nicht für dumm verkaufen, an den Kinokassen entsprechend belohnt werden. Doch dieses Jahr führten uns zwei Filme bestens vor Augen, dass gute Kritiken keine Voraussetzung für großen kommerziellen Erfolg sind: Nach Super Mario Galaxy erreichte nun die Michael-Jackson-Filmbiografie Michael als zweiter Film 2026 ein weltweites Einspiel von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Mit nur 38 % positiven Kritiken auf Rotten Tomatoes weist Michael einen der niedrigsten Werte auf, die je ein Milliardenhit erreicht hat. Dem gegenüber stehen jedoch 97% positiver Reaktionen der Zuschauer und sie haben das letzte Wort, wenn es um den kommerziellen Erfolg eines Films geht.
Michael erinnerte die Welt an die beispiellose, anhaltende Popularität des King of Pop, die sich in den Einspielzahlen des Films widerspiegelt. Nachdem Michael Bohemian Rhapsody als erfolgreichstes Musiker-Biopic aller Zeiten überholt hatte, übertraf er nun auch Nolans Oppenheimer ($976 Millionen) als umsatzstärkste Filmbiografie überhaupt. Mit einem weltweiten Einspiel von 1,002 Milliarden US-Dollar steht Michael kurz davor, Super Mario Galaxy (1,01 Milliarden US-Dollar) als erfolgreichsten Film 2026 abzulösen. Es ist jedoch noch unklar, ob er den Thron besteigen wird, bevor Toy Story 5 oder Spider-Man: Brand New Day beide Filme unweigerlich übertreffen. So oder so ist Michael ein gigantischer Erfolg und der mit Abstand größte Kinohit in der Geschichte von Lionsgate.
Rund 372 Millionen US-Dollar seines Gesamteinspiel stammen aus den USA und aus Kanada. Sehr erfolgreich war er außerdem in Großbritannien ($71,4 Millionen) und Frankreich ($57,1 Millionen). In Deutschland lockte Michael bislang 2,77 Millionen Zuschauer:innen in die Kinos. Dank Open-Air-Vorstellungen im Sommer könnte der Film die magische Grenze von drei Millionen verkauften Kinotickets erreichen und eine Goldene Leinwand dafür erhalten. Mit dem Erfolg von Bohemian Rhapsody kann Michael hierzulande jedoch nicht ganz mithalten: Für das Queen-Biopic wurden in Deutschland mehr als vier Millionen Kinotickets gelöst.
Quelle: Boxofficemojo














