Britischer Schauspieler Michael Byrne (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug) ist tot

Der britische Film- und Theaterschauspieler Michael Byrne ist tot. Er starb bereits am 20. Juni, sein Tod wurde jedoch erst später durch einen Nachruf im The Guardian bekannt und von seiner Agentur bestätigt. Während The Guardian angibt, Byrne sei 1943 geboren worden und zum Zeitpunkt seines Todes 82 Jahre alt gewesen, nennt der Nachruf der New York Times unter Berufung auf seine Agentur das Geburtsjahr 1939 und demnach ein Alter von 86 Jahren. Nähere Informationen zu den Todesumständen liegen nicht vor.

Die meisten Filmfans kennen Byrne sicherlich durch seine Rolle als fieser SS-Standartenführer Ernst Vogel aus Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (OT: Indiana Jones and the Last Crusade). Ironischerweise war es nicht der erste Film, in dem Byrne einen Nazi an der Seite von Harrison Ford verkörperte. Das war bereits 1978 im britischen Kriegsfilm Der wilde Haufen von Navarone (OT: Force 10 from Navarone) der Fall. In den Siebzigern spielte Byrne außerdem in den Kriegsfilmen Der Adler ist gelandet (OT: The Eagle Has Landed) und Die Brücke von Arnheim (OT: A Bridge Too Far) mit.

In den Neunzigern spielte Byrne u. a. in Braveheart, The Saint, James Bond 007: Der Morgen stirbt nie (OT: Tomorrow Never Dies) und der Stephen-King-Verfilmung Der Musterschüler (OT: Apt Pupil) mit. Er übernahm eine kleine Rolle im verrissenen Kinoflop Battlefield Earth – Kampf um die Erde. Weitere kleinere Rollen spielte er in der Tom-Clancy-Verfilmung Der Anschlag (OT: The Sum of All Fears) und Martin Scorseses Gangs of New York. In Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 (OT: Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1) absolvierte er einen Gastauftritt als Gellert Grindelwald. Einen Nazi spielte er 2012 erneut als SS-Gruppenführer Neurath im Kriegshorrorfilm Outpost: Black Sun.

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Trotz seiner Erfolge im Kino schlug Byrnes Herz immer für das Theater. Seine Schauspielkarriere begann 1963 am legendären Londoner Old Vic Theatre und auch mehr als 50 Jahre später stand er noch regelmäßig auf Theaterbühnen.

Quelle: The New York Times

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