Der neuseeländische Schauspielveteran Sam Neill ist heute in Sydney im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab seine Familie über die Social-Media-Kanäle des Schauspielers bekannt. Sein Tod wird darin als plötzlich und unerwartet beschrieben. Obwohl bei Neill 2022 ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde, war er nach einer erfolgreichen Chemotherapie zum Zeitpunkt seines Todes vollständig krebsfrei.
Neill wurde 1947 in Nordirland als Sohn einer englischen Mutter und eines neuseeländischen Vaters geboren. Er besaß sein Leben lang die irische, die britische und die neuseeländische Staatsbürgerschaft. Sieben Jahre nach seiner Geburt zog Neills Familie nach Neuseeland, wo er in einem Vorort von Christchurch aufwuchs. Während seiner Studienzeit konnte sich Neill lange nicht entscheiden, was er mit seinem Leben anfangen wollte. Er wollte weder, wie sein Vater, in die Armee gehen noch im Familienunternehmen arbeiten. Er zog Jura in Erwägung, fiel jedoch im ersten Studienjahr in allen Prüfungen durch. Sein Interesse an der Schauspielerei entdeckte er, als er in mehreren Theateraufführungen seiner Universität auftrat.
Sein Debüt vor der Kamera feierte Neill 1971 im neuseeländischen Fernsehfilm The City of No. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er mit Roger Donaldsons Actionthriller Schlafende Hunde (OT: Sleeping Dogs) aus dem Jahr 1977. Es war der erste auf 35 mm gedrehte Film, der komplett in Neuseeland entstanden ist. Vier Jahre später wurde Neill als Teufelssohn Damien Thorn für die Hauptrolle im Horror-Sequel Barbara’s Baby – Omen III (OT: Omen III: The Final Conflict) besetzt. Im selben Jahr spielte Neill neben Isabelle Adjani auch eine Hauptrolle in Andrzej Żuławskis Kult-Horrorfilm Possession.
Nach Rollen im Psychothriller Todesstille (OT: Dead Calm), der erfolgreichen Tom-Clancy-Adaption Jagd auf Roter Oktober (OT: The Hunt for Red October) und John Carpenters Sci-Fi-Komödie Jagd auf einen Unsichtbaren (OT: Memoirs of an Invisible Man) in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern hatte Neill 1993 das erfolgreichste Jahr seiner Karriere mit zentralen Rollen im oscarnominierten Cannes-Sieger Das Piano (OT: The Piano) von Jane Campion und Steven Spielbergs Dino-Abenteuer Jurassic Park, das seinerzeit zum kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten wurde. Es ist die Rolle des Paläontologen Alan Grant, mit der die meisten Filmfans Neill bis heute in Verbindung bringen. Neill kehrte 2001 in Jurassic Park III und 2022 in Jurassic World – Ein neues Zeitalter (OT: Jurassic World: Dominion) als Alan Grant zurück.
Ein Jahr nach Jurassic Park arbeitete Neill in Die Mächte des Wahnsinns (OT: In the Mouth of Madness) ein zweites Mal mit Carpenter zusammen. In den späten Neunzigern war er u. a. in Paul W.S. Andersons Kultfilm Event Horizon – Am Rande des Universums und in Robert Redfords Der Pferdeflüsterer (OT: The Horse Whisperer) zu sehen.
Ich bin mit Jurassic Park aufgewachsen und es war Neills unvergesslicher Auftritt in dem Film, der mich als Kind davon träumen ließ, selbst einmal nach Dinosaurierknochen zu graben.
Quelle: Sam Neill Instagram














