James Bond Spectre

Quelle: Sony Pictures

James Bond Spectre SymbolDie Zeit der Spekulationen und Gerüchte ist vorbei. Auf einer Pressekonferenz anlässlich des nahenden Drehbeginns des 24. James-Bond-Films wurden alle Details zum neuen Streifen enthüllt und diese stellen einen weiteren aufregenden Einsatz von Daniel Craig als 007 in Aussicht. Nach Skyfall, trägt auch James Bond 24 einen kurzen Titel: Spectre. Genau genommen ist es der kürzeste Bond-Titel seit Dr. No, dem ersten Film der Serie. Alle eingefleischten Bond-Fans werden bei diesem Titel natürlich hellwach, denn mit SPECTRE (steht für SPecial Executive for Counter-intelligence, Terrorism, Revenge and Extortion) bringt der neue Film die im Bond-Universum bereits legendäre, weltweit tätige Verbrecherorganisation zurück, mit der James Bond es bereits in sechs Filmen aufgenommen hat. Auch in drei von Ian Flemings 007-Romanen findet SPECTRE (Symbol der Organisation in der Grafik rechts) Erwähnung. Allerdings war SPECTRE seit Diamantenfieber 1971 nicht mehr in Bonds Filmuniversum aktiv (abgesehen vom nicht-kanonischen Sag niemals nie). Auf eine Rückkehr von SPECTRE hoffen die 007-Fans bereits seit dem Quasi-Reboot der Serie mit Daniel Craig, doch stattdessen hat die Reihe mit QUANTUM in Ein Quantum Trost versucht, eine andere, ähnliche Organisation zu etablieren. Viel Erfolg hatte der Film dabei nicht, denn er ist der mit Abstand am wenigsten geliebte von Craigs drei Bond-Auftritten. Also kehrt man jetzt doch zu den Wurzeln zurück und lässt SPECTRE wiederauferstehen.

ANEZIGE

Neben dem Titel wurde auf der Pressekonferenz der Welt die gesamte Besetzung des Films vorgestellt. Dabei wurden viele schon länger existierende Gerüchte bestätigt, doch auch einige Überraschungen gab es auch. Bestätigt wurden Dave Bautista als Mr. Hinx (vermutlich ein fieser Handlanger des Haupt-Antagonisten), Léa Seydoux als Madeleine Swann (eine angebliche Femme Fatale) und Christoph Waltz als Oberhauser, der wahrscheinlich der Hauptgegner von Bond sein wird. Außerdem wurden Andrew Scott (Moriarty aus BBCs "Sherlock") als Denbigh und Monica Bellucci als Lucia Sciarra für den Film angekündigt. Natürlich kehrt auch eine Reihe von Schauspielern aus Skyfall zurück: Ralph Fiennes als neuer M, Ben Whishaw als Q, Naomie Harris als Miss Moneypenny, Rory Kinnear als Tanner und selbstverständlich Daniel Craig als MI6-Agent mit der Lizenz zum Töten. Gerüchten zufolge wird Andrew Scott hier wieder einen Bösewicht spielen, womit Bond dann bereits drei interessante Gegner im Film hätte – Bautista, Scott und Waltz.

Sehr spannend ist natürlich die Identität von Waltz' Figur "Oberhauser". Mit der Rückkehr von SPECTRE macht es nur Sinn anzunehmen, dass auch Bonds bekanntester Gegner, der katzenstreichelnde Ernst Stavro Blofeld, im Film auftauchen würde. Könnte Oberhauser also nur eine falsche Identität sein, um die Zuschauer von einer Überraschung abzulenken? Schließlich wurde auch stets beteuert, dass Benedict Cumberbatchs Figur in Star Trek into Darkness John Harrison heißt und nicht Khan und wir wissen, wie das ausgegangen ist. Seit Tagen schwirren schon Gerüchte in der Luft, Waltz wäre der neue Blodfeld und ganz ehrlich – das wäre doch richtig geil und eine gute Gelegenheit, mit Javier Bardems fantastisch gespielten Bösewicht aus Skyfall mitzuhalten. Es ist auch super, Monica Bellucci endlich in einem James-Bond-Film zu sehen. Sie ist eine Schauspielerin, die dazu geboren wurde, um ein Bond-Girl zu sein und falls sie wirklich eins ist, wäre die 50-Jährige das mit Abstand älteste Bond-Girl in der Franchise-Geschichte. Doch der italienischen Grazie merkt man das Alter nicht an. Wahrscheinlicher erscheint jedoch, dass Léa Seydoux die weibliche Hauptdarstellerin im Film sein wird.

Auch eine kurze Inhaltsangabe wurde zum Drehstart veröffentlicht, die sich aber bewusst vage hält:

Eine mysteriöse Nachricht aus Bonds Vergangenheit setzt ihn auf die Fährte einer zwielichtigen Organisation, die er aufzudecken versucht. Während M damit beschäftigt ist, politische Mächte zu bekämpfen, um den Secret Service am Leben zu erhalten, kann Bond eine Täuschung nach der anderen ans Licht bringen, um die schreckliche Wahrheit zu enthüllen, die sich hinter SPECTRE verbirgt.

Mit dem schnittigen Aston Martin DB10, der exklusiv für SPECTRE entworfen wurde, wurde Bonds neuer Dienstwagen vorgestellt:

James Bond Spectre Auto

Insgesamt wurden nur zehn von den Schönheiten produziert.

Am kommenden Montag, den 8. Dezember, beginnen offiziell die Dreharbeiten zum Film, der am 23.10.2015 in die britischen Kinos und am 29.10.2015 in die deutschen kommen soll. Für eine Riesenproduktion ist es ein ganz schön knapper Zeitplan (im Vergleich: Batman v Superman: Dawn of Justice wird seit diesem  Sommer gedreht und kommt erst im März 2016 in die Kinos). Die Basis der 007-Produktion befindet sich in den Pinewood Studios, zusätzlich wird vor Ort in London, Mexiko City und Rom sowie in Tanger und Erfoud in Marokko gedreht. Außerdem wird Bond mal wieder in den Schnee zurückkehren, dieses Mal in Sölden sowie in Obertilliach und am Altausseer See in Österreich. Bond wird also mal wieder viel rumkommen.

Sam Mendes sitzt im Regiestuhl von Spectre, was nach seiner grandiosen Leistung bei Skyfall auf jeden Fall eine tolle Sache ist. Für die Kameraarbeit ist leider nicht mehr Roger Deakins zuständig, sondern der Interstellar-Kameramann Hoyte van Hoytema, der aber auch beeindruckende Bilder auf die Leinwand zaubern kann.

Zu guter Letzt wurde zu Spectre ein Motion-Poster veröffentlicht, auf dem ein Einschussloch die Umrisse des SPECTRE-Symbols formt:

Alles schön und gut, jetzt kann der Film nicht schnell genug hier sein. Nach Skyfall, der unangefochten meine Nummer 1 von 2012 war und sich auf jeden Fall unter den besten James-Bond-Filmen aller Zeiten befindet, könnte ich mich auf den Nachfolger kaum mehr freuen. Hoffentlich wird es keine bittere Enttäuschung wie Ein Quantum Trost nach dem fantastischen Casino Royale.