Final Destination 6

© 2011 New Line Cinema/Warner Bros. Pictures

Quelle: Jeffrey Reddick Twitter

Final Destination gehört zu meinen Favoriten unter den modernen Horror-Franchises. Die Idee, dass der Tod als unsichtbare Macht die Leben einfordert, die ihm durch die Lappen gegangen sind, fand ich von Anfang an faszinierend. Durch tonale Wechsel hat die Reihe es auch geschafft, meist ziemlich frisch zu bleiben. Setzte der erste Film noch auf das Geheimnisvolle und die Spannung, stand bei Final Destination 2 der schwarze Humor im Vordergrund, und ab dem Film wurden die immer ausgefalleneren und blutigeren Todesszenen zum Markenzeichen der Reihe. Final Destination 3 legte bei der Absurdität der Tode noch eine Schippe drauf. Der vierte Film war zwar insgesamt der schwächste, hatte aber immerhin einige solide 3D-Einfälle, während Final Destination 5 sich überraschend als einer der besten Teile der Reihe entpuppt und sehr clever und unerwartet an den ersten Film angeschlossen hat.

Das Ende von Teil 5 könnte man auch als rundes Ende für das gesamte Franchise sehen. Tatsächlich gab es seit 2011 keinen neuen Final-Destination-Film mehr, eine erstaunlich lange Zeit für eine Horrorreihe. Doch im Gegensatz zu seinen Protagonisten wird das Franchise natürlich weiterleben. Vor ziemlich genau zwei Jahren wurde bekannt, dass Marcus Dunstan und Patrick Melton, die Autoren von vier Saw-Sequels und Regisseure von The Collector und The Collection, an einem möglichen Reboot für New Line Cinema arbeiten. Das R-Wort, das bei vielen Filmfans sofort eine allergische Reaktion auslöst, wurde jedoch kurz darauf vom Produzenten Craig Perry und dem Franchise-Schöpfer Jeffrey Reddick entkräftet. Reddick hatte die ursprüngliche Story-Idee für den ersten Film und schrieb an dessen Drehbuch mit. Außerdem schrieb er auch den Storyentwurf für Teil 2. Er bestätigte, dass Final Destination 6 zwar in gewisser Hinsicht ein Neustart werden würde, aber die Ereignisse der bisherigen Filme keineswegs auslöschen würde. Es bleibt alles Kanon: (aus dem Englischen)

Ich denke, Reboot ist ein zu starkes Wort. Es klingt, als würde man alles ändern, aber es ist definitiv ein Final-Destination-Film. Craig (Perry) ist ein Meister von verrückten Eröffnungssequenzen und Szenengestaltungen. Er hat mir ein paar Dinge erzählt, die in dem neuen Film passieren werden, und es wird wirklich spaßig sein. Es wird sich nicht wie ein Final Destination anfühlen, den man nur wegen der Kohle gedreht hat.

Perry selbst deutete sogar das mögliche Setting des Films in der Welt von Ersthelfern an:

Wir spielen mit dem Gedanken, es in der Welt von Ersthelfern spielen zu lassen: Rettungssanitätern, Feuerwehrleuten und Polizisten. Diese Menschen haben jeden Tag an vorderster Front mit dem Tod zu tun, und müssen Entscheidungen treffen, die Menschen leben oder sterben lassen.

Gerade nach dem vergangenen Jahr 2020 stehen Ersthelfer mehr im Fokus der Gesellschaft denn je, und es wäre eine interessante Abwechslung zu den Teenagern und jungen Erwachsenen, die in den bisherigen Filmen den Großteil der Opfer ausmachten.

In den zwei Jahren seit der Ankündigung hat der neue Film jedoch keine sichtbaren Fortschritte gemacht. Doch keine Sorge, Final Destination 6 ist weiterhin in der Mache. Reddick versicherte kürzlich über Twitter, dass obwohl die Pandemie die Entwicklung verzögert hat, der Film definitiv noch geplant ist:

Es ist nicht vorbei. Sie waren dabei, einen weiteren Final Destination zu entwickeln, als Covid eingeschlagen ist. Sie werden weitermachen, sobald das Geschäft wieder richtig anläuft.

Habt Ihr Lust auf Final Destination 6, und mit welchem großen Unfall würdet Ihr den neuen Film gerne eröffnen sehen?