Away Staffel 2

Hilary Swank in "Away" © 2020 Netflix

Quelle: Deadline

Nomen est omen bei der Netflix-Weltraumserie "Away". Knapp eineinhalb Monate nach ihrer Veröffentlichung hat der Streamer beschlossen, die Science-Fiction-Serie mit der zweifachen Oscarpreisträgerin Hilary Swank (Million Dollar Baby) über die erste bemannte Mission zum Mars nicht zu verlängern. Das sind natürlich bittere Neuigkeiten für die Fans, zu denen auch einige meiner jetzt sicherlich frustrierten Freunde gehören, denn Showrunnerin Jessica Goldberg, bekannt für ihre Sekten-Serie "The Path", hat die Geschichte von "Away" auf drei Staffeln ausgelegt. Das hat sie nach dem Release von Season 1 verraten. Da die Mars-Mission in drei Phasen unterteilt ist – Hinflug, Mars und Rückflug – bot sich eine solche Aufteilung auch für die Serie an. Die zweite Staffel hätte daher hauptsächlich auf dem roten Planeten gespielt, den das internationale Astronauten-Team am Ende von Staffel 1 erreicht hat.

Für gewöhnlich trifft Netflix die Entscheidung über die Verlängerung oder Absetzung einer Serie anhand ihrer Zuschauerzahlen im ersten Monat nach Veröffentlichung. Obwohl "Away" einige Zeit im September in der täglichen Top 10 des Streamings-Diensts verbracht hat, war die Resonanz offenbar nicht ausreichend, um die verhältnismäßig kostspielige Serie fortzuführen. "Away" gesellt sich zu "Teenage Bounty Hunters", "The Society" und "I Am Not Okay With This" als eine von Netflix-Serien, die in den letzten Monaten nach einer Staffel ohne angemessene Auflösung abgesetzt worden sind.

Produziert wurde "Away" von einigen großen Namen im Film- und Seriengeschäft: Jason Katims ("Friday Night Lights"), Matt Reeves (The Batman) und Edward Zwick (Last Samurai). Letzterer führte bei der Pilotfolge Regie. Swank verkörperte in der Serie die NASA-Astronautin Emma Green, die ein Astronauten-Team aus China, Indien, Großbritannien und Russland auf der dreijährigen Mission zum Mars anführt und ihren Ehemann (Josh Charles) und Tochter (Talitha Bateman) auf der Erde zurücklässt. Anfangs muss sie gegen das Misstrauen ihrer Crew ankämpfen, und Spannungen gibt es auch auf der Erde zwischen den unterschiedlichen Nationen, die an der Mars Joint Initiative beteiligt sind. Den Machern der Serie war es wichtig, den Science-Fiction-Aspekt möglichst klein zu halten und die Serie bodenständig und realistisch zu gestalten. So war es auch ausgeschlossen, dass die Astronauten außerirdischem Leben im Weltraum begegnen würden. "Away" ist vielmehr eine Geschichte über den Triumph des menschlichen Willens und Zusammenarbeit im Angesicht von Widrigkeiten udn Differenzen.

Findet Ihr es schade, dass die Serie nicht weitergehen wird?

  • Petra Küpper

    Was muss eine Serie den noch alles bieten außer in den TopTen zu landen. Wahrscheinlich haben viele gar nicht angefangen die Serie zu schauen, weil sie lieber warten ob mehr als eine Staffel kommt bevor sie anfangen was neues zu schauen. Wundert mich nicht wenn man wie hier wieder sieht dass eine gute Serie nicht weitergeführt wird.

    • Arthur A.

      Aber so entsteht ein Teufelskreis – wenn die Leute die Serie nicht anfangen und erst warten, ob sie verlängert wird, dann erzielt sie nicht genug Zuschauer, um verlängert zu werden. 😉

  • Safrina

    Sehr enttäuschend! Ich finde die Serie wirklich besonders gut gemacht! Eine gute Mischung aus Menschlichkeit, Streit, Versöhnung und Aufregung.
    Eine Schande, dies Potential zu vergeuden. Und leider eine der wenigen Serien von Netflix, die ich wirklich mochte und für gelungen halte!

  • Nix Nutz

    Zuerst dachte ich ja, das wird anstrengend und zäh mit dem vielen Drama on Earth und den Probemen im All, und die Hillary, so gern ich sie mag, ist halt auch sperrig in der Ausstrahlung. Letztendlich ist das aber ein äußerst sorgfältig arrangiertes und überzeugend gespieltes Zukunftsabenteuer, dem man, wenn man lernt, die Teilnehmenden zu mögen, gerne seine Zeit schenkt (was bei 10 Folgen nicht wenig ist) und dafür bald auf beiden Schauplätzen mittendrin ist. Es ist vielleicht über weite Strecken ein wenig zu bedrückend gehalten, aber eigentlich ist es auch ein Lehrstück, wie man einander immer wieder auf Schiene bringen kann, wenns mal schlecht aussieht. Jedenfalls hätte ich nicht erwartet, dass die Serie gestrichen wird, sehr sehr schade.

  • Karin Farr

    Schade, schade, schade… wir haben die erste Staffel in einem Rutsch angeschaut und fanden sie sehr gut. Mal eine spannende Serie ohne Mord und Totschlag, die von den einzelnen Charakteren lebt. Aber ist das heutzutage nicht mehr gefragt oder Kasse bringend.

  • Gscheiderle

    Sehr schade! Endlich mal eine Serie, die auf dem Boden der Tatsachen und im Bereich des Machbaren lag – mit einer realistischen Handlung, die nicht durch künstlich herbeigeskriptete Dramen sondern durch die pure Zwischenmenschlichkeit spannend war.
    Ein wohltuendes Programm im sonstigen Einheitsbrei von Sex & Crime.
    Handwerklich gut gemacht, wenn auch mit einem sehr "amerikanischen" (Staffel)Finale, hatten wir sehr viel Spaß das zu gucken – und bedauern, dass es nicht weiter geht!

  • Su Milena Messerschmidt

    Ja echt schade das die Serie nicht weitergeht. Wir fanden sie so richtig gut. Ausgewogen und spannend ohne Mord und Totschlag und zwar seine Fiction aber absolut vorstellbar. Schade Schade…