Quelle: TVByTheNumbers

Nachdem „The Flash“ und „Arrow“ bereits vergangene Woche bei The CW ihr neues Jahr begonnen haben, feierte am Montag die zweite Staffel der Superheldenserie „Supergirl“ bei The CW Premiere und überzeugte auf ganzer Linie.

Wir erinnern uns: „Supergirl“ lief in der ersten Staffel noch bei CBS und feierte letzten Herbst sogar das erfolgreichste Debüt einer neuen Serie in der gesamten TV-Saison mit 13 Millionen Zuschauern. Doch die Quoten sanken rapide und haben sich gegen Ende der ersten Staffel mehr als halbiert. Für CBS wurde „Supergirl“ nicht länger tragbar, doch zur großen Freude der Fans sprang The CW als Retter ein, übernahm die Serie und integrierte sie ins eigene DC-Serienuniversum, dem neben „The Flash“ und „Arrow“ auch „DC’s Legends of Tomorrow“ angehört. Man muss aber bedenken, dass die Maßstäbe für Erfolg bei The CW ganz andere sind als bei den anderen vier großen Sendern (ABC, CBS, FOX, NBC), sodass die Zahlen von „Supergirl“ zwar deutlich schlechter aussehen als im letzten Jahr, diesmal aber deutlich über dem Senderschnitt liegen.

Zum Auftakt der zweiten Season erreichte „Supergirl“ 3,1 Millionen Zuschauer und debütierte nur knapp unter dem Start der dritten „The Flash“-Staffel. Dafür lief die Serie deutlich stärker an als „Arrow“ (1,9 Millionen). Es war die meistgesehene Serie für The CW in diesem Timeslot am Montagabend seit acht Jahren. In der Zielgruppe erreichte „Supergirl“ sehr ordentliche 1,1 Millionen Zuschauer zwischen 18 und 49. Der viel beworbene Auftritt von Tyler Hoechlin als Superman hat das Interesse und die Quoten mit Sicherheit angekurbelt, doch so lange die Serie mehr als 2 Millionen Zuschauer pro Woche erreicht, ist sie auf der sicheren Seite bei The CW.

Verglichen mit dem Auftakt der ersten Season lagen die Zahlen 76% bzw. 75% darunter, aber die Maßstäbe sind hier anders. Gegenüber dem ersten Staffelfinale bei CBS verlor „Supergirl“ 49% nach Gesamtzuschauern, allerdings nur 15% in der Zielgruppe 18-49, was wieder einmal vor die Augen führt, dass die Zuschauer von CBS in der Regel deutlich älter sind als bei den anderen Sendern.

Die sechste „2 Broke Girls“-Staffel startete bei CBS mit einer Doppelfolge und erreichte im Schnitt 6,4 Millionen Zuschauer, davon 1,7 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe 18-49. Die Quoten der Staffelpremiere waren nahezu identisch zum Auftakt von Staffel 5.

Die meistgesehene Serie des Abends war natürlich „The Big Bang Theory“ mit 14,4 Millionen Gesamtzuschauern und 3,4 Millionen in der Zielgruppe 18-49. Beide Werte waren nahezu gleichauf mit der Vorwoche. „Kevin Can Wait“ gab hingegen um 9% auf 8,7 Millionen nach und erreichte in der Zielgruppe 18-49 2,1 Millionen Zuschauer (-5%). „Scorpion“ beendete den Abend bei CBS mit 7,1 Millionen Zuschauern, 15% unter der Vorwoche. In der Zielgruppe erreichte das Procedural lediglich 1,3 Millionen. Die Zahlen der Serie liegen deutlich unter denen von Staffel 2.

Der Flop des Abends war „Conviction“ bei ABC. Nach dem schwachen Start in der Vorwoche, fiel die Anwaltsserie mit Hayley Atwell um 18% auf 4,2 Millionen Zuschauer, obwohl das Vorprogramm („Dancing with the Stars“) von mehr als 10 Millionen gesehen wurde. In der Zielgruppe ging es um 11% runter auf 800,000 Interessierte. Atwell wird sich wohl bald nach einem neuen Job umschauen müssen.

„Timeless“ musste bei NBC ebenfalls heftige Einbußen einstecken und fiel um 18% auf 6,2 Millionen Zuschauer insgesamt und um 22% in der begehrten Zielgruppe 18-49 auf 1,4 Millionen. Dennoch sind es (noch) gute Zahlen für die Zeitreiseserie.

„Gotham“ legte nach dem Serientief in der Vorwoche in direkter Konkurrenz zu „Supergirl“ um 7% auf 3,4 Millionen Zuschauer zu und verbesserte sich in der Zielgruppe um 10% auf 1,1 Millionen Fans zwischen 18 und 49. „Lucifer“ kam im Anschluss wieder auf 3,7 Millionen Zuschauer, sank jedoch in der Zielgruppe um 9% auf eine Million.