Nightmare on Elm Street Reboot

© Warner Bros. Pictures

Quelle: Bloody Disgusting

Für viele Horrorfans stellt die Neuauflage von A Nightmare on Elm Street, die 2010 mit Jackie Earle Haley in Robert Englunds ikonischer Rolle als Freddy Krueger in die Kinos kam, den Tiefpunkt der modernen Welle von Horror-Remakes dar. Es war immer klar, dass ein Nightmare-Remake ein noch schwierigeres Unterfangen werden würde als die zuvor produzierten Neuverfilmungnen von Halloween, Freitag der 13. und The Texas Chainsaw Massacre und das lag eben daran, dass in keinem der anderen Filme der Darsteller des Schurken diesen so geprägt hat wie Englund. Genau genommen wurden die Darsteller von Michael Myers, Jason Voorhees und Leatherface über die Jahre ausgetauscht, ohne dass ein durchschnittlicher Kinogänger dies mitbekommen hat (eingefleischte Horrorfans haben natürlich auch in jeder dieser Rollen ihrer Favoriten), doch Robert Englund ist Freddy. Jackie Earle Haley ist ein fantastischer Schauspieler, wie jeder weiß, der ihn in Watchmen oder in seiner oscarnominierten Performance in Little Children gesehen hat, doch Englund zu ersetzen wäre so, als würde in einem Evil-Dead-Remake ein neuer Schauspieler Bruce Campbells Rolle von Ash übernehmen: ein No-Go für viele Fans. Doch vielleicht hätte das Remake dennoch funktioniert, wenn die Neubesetzung von Freddy dessen größtes Problem gewesen wäre, doch das uninspirierte Drehbuch und gänzliche Abwesenheit einer eigenen Vision gaben dem Film den Rest. Das erfreulichste an dem Remake von 2010 war, dass die negative Reaktion der Zuschauer an Warner offenbar nicht unbemerkt vorüberging, sodass das Studio auf ein direktes Sequel verzichtete.

Doch natürlich bleibt Freddy nicht für immer im Totenreich, dazu ist das Franchise einfach zu populär und lukrativ. Als 2015 bekannt wurde, dass David Leslie Johnson, der Drehbuchautor von Orphan und, später, von Conjuring 2, angeheuert wurde, um ein Drehbuch zu einem weiteren Reboot der Reihe zu schreiben, war die Reaktion unter den Fans, gelinde gesagt, skeptisch. Seitdem sind jedoch fast zwei Jahre verstrichen und man hat von Freddys geplantem neuen Auftritt nichts mehr gehört (und glaubt nicht der angeblichen Plot-Beschreibung von IMDb, diese ist fake).Wie das zuverlässige, genrespezifische Online-Portal Bloody Disgusting berichtet, ist das Reboot laut internen Quellen des Studios dennoch weiterhin in Arbeit. Warner konzentriert sich im Horrorbereich aktuell auf den Ausbau des Conjuring-Filmuniverums, zu dem neben Conjuring 3 demnächst auch Annabelle 2, The Nun und The Crooked Man gehören werden sowie auf den Es-Zweiteiler nach Stephen King, doch den pizzagesichtigen Traummörder hat man auch nicht vergessen.

Wir leben in einem Jahrzehnt, in dem Horrorikonen Michael, Jason und Freddy noch in keinem einzigen Film in den Kinos gemeuchelt haben. Der Mainstream-Horror wird stattdessen von Geister- und Dämonenhorror der Marken Conjuring, Insidious und Paranormal Activity dominiert. Ich bin gespannt auf den neuen Halloween von David Gordon Green und hoffe, dass Freitag der 13. doch noch irgendwann wiederbelebt werden wird (wie schwer kann es denn sein, ein unterhaltsames Freitag-Sequel auf die Beine zu stellen?!), doch ich würde es mir (vergeblich) wünschen, dass man A Nightmare on Elm Street in Ruhe lässt, es sei denn man bringt Englund doch noch für einen letzten Auftritt als Freddy zurück.

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