Quelle: Paramount Pictures

Trotz penetranter anderweitiger Gerüchte, hat James-Bond-Produzentin Barbara Broccoli vor einiger Zeit klargestellt, dass 007 in künftigen Filmen nicht von einer Frau gespielt werden wird. Dafür hat ihre Produktionsfirma Eon Productions einen neuen Actionfilm mit einer weiblichen Heldin produziert. Zwischen James Bond und der von Blake Lively (The Shallows) gespielten Stephanie Patrick liegen jedoch Welten. Sie ist keine hochausgebildete, stilbewusste Superspionin, die Cocktails schlürft und von einem Bettabenteuer zum nächsten hüpft, sondern eine ganz gewöhnliche Frau, die nach einer schweren Tragödie in ihrem Leben zunächst in einer Spirale aus Drogen und Alkohol versinkt, bis eine geheime Regierungsorganisation sie für ihre Zwecke rekrutiert und auf eine Mission schickt.

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Nach einer schwierigen Entstehungsgeschichte (Blake Lively verletzte sich beim Dreh und die Dreharbeiten mussten sechs Monate lang ausgesetzt werden) kam The Rhythm Section am 31. Januar, mehr als zwei Jahre nach Drehbeginn, in die nordamerikanischen Kinos. Kurz vor Kinostart gab es noch einen finalen Trailer zu sehen, der Lively von ihrer taffsten und wandlungsfähigsten Seite zeigt.

Auf den ersten Blick wandelt der Film auf den Spuren vergleichbarer Powerfrau-Actioner wie Nikita, Red Sparrow oder Atomic Blonde. Produzentin Barabra Broccoli und Blake Lively lag es jedoch besonders daran, eine möglichst realistische Actionheldin zu zeigen, die keine lange Ausbildung genossen hat und deshalb auch häufig überfordert ist und Fehler macht.

Sterling K. Brown ("This Is Us") und Jude Law (Captain Marvel) spielen die weiteren Hauptrollen in dem Film. Kamerafrau und TV-Regisseurin Reed Morano ("The Handmaid’s Tale") inszenierte den Film.

Blake Lively zeigte bereits mit The Shallows, dass sie einen Film ganz alleine tragen kann. Die Actionrolle in The Rhythm Section ist eine neue Herausforderung für sie und ich bin gespannt, sie darin zu sehen. Einen deutschen Kinostart hat der Film noch nicht.

The Rhythm Section basiert auf dem ersten der vier Romane über Stephanie Patrick von Mark Burnell. Die ersten Einspielergebnisse aus den USA deuten leider auf einen Kassenflop hin. Damit haben sich die Chancen eines Franchises für Lively erledigt.