Jennifer Carpenter und Morris Chestnut in "The Enemy Within" © 2019 NBC

Quelle: NBC

Während die neuen Dramaserien "Manifest" und "New Amsterdam" bei NBC erfolgreich genug waren, um eine zweite Staffel zu erhalten, hatten einige andere neue Serien des Senders nicht so viel Glück. Neben der Sitcom "Abby’s" und der herzerwärmenden Ensembleserie/"This Is Us"-Nachahmer "The Village" wurde auch der "The Blacklist"-Möchtegern "The Enemy Within" nach nur einer kurzen Staffel aus 13 Folgen abgesetzt.

In "The Enemy Within" spielte Jennifer Carpenter ("Dexter") die geniale CIA-Codebrecherin Erica Shepherd, die Hochverrat begeht, um das Leben ihrer Tochter zu retten. Dafür verbüßt sie als schlimmste Verräterin in der Geschichte der US-amerikanischen Geheimdienste ihre Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis. Ihre Dienste werden wieder benötigt, als sie zur einzigen Hoffnung wird, einen gefährlichen Kriminellen zu fassen, der zu der Gruppe in Verbindung stehen soll, die Ericas Leben ruiniert hat. Dafür muss sie mit dem FBI-Agenten Will Keaton (Morris Chestnut aus "Rosewood") zusammenarbeiten, der aus persönlichen Gründen eine große Abneigung gegen Erica hegt. Um ihren Gegner zur Strecke zu bringen, müssen beide jedoch an einem Strang ziehen.

"The Enemy Within" startete im Februar mit ordentlichen 5,8 Millionen Zuschauern, was Hoffnung auf die Zukunft der Serie machte. Doch die Zuschauerzahlen fielen schnell unter 4 Millionen. Zugegeben, es waren immer noch bessere Werte als bei der stattdessen verlängerten Thrillerserie "Blindspot", doch "The Enemy Within" ist eben keine etablierte Serie mit Syndication-Potenzial, und so musste sie den Sendeplatz räumen

"The Enemy Within" ist die erste eigene Serienschöpfung von Ken Woodruff, der als Produzent und Autor an "The Mentalist" und "Gotham" gearbeitet hat. NBC beschrieb die Serie als temporeichen Thriller über Spionenjagd. Allerdings kommt man beim Durchlesen des Plots nicht umhin, unmittelbar an "The Blacklist" zu denken, mit Carpenter in James Spaders Rolle. Mittelmäßige Reaktionen auf die erste Staffel gaben ihren Erfolgschancen den Rest.