Predator Prey R Rating

Amber Midthunder in Prey © 2022 20th Century Studios/Hulu

Quellen: MPA, Comicbook

Wird John McClane mit einer Wasserpistole auf seine Gegner schießen? Wird die Alien-Königin zu einer Disney-Prinzessin? Wird der Predator bei seinen künftigen Filmauftritten singen und tanzen?

Diese und viele anderen absurden Scherzfragen tauchten im Internet auf, nachdem Disney durch den Kauf von 20th Century Fox die Rechte an einigen entschieden nicht kinder- und jugendfreien Franchises erworben hat. Dahinter steckte die aufrichtige Sorge, dass Filmreihen wie Alien, Predator, Kingsman oder Deadpool durch den familienfreundlichen Konzern weichgespült und entschärft werden würden. Ganz berechtigt waren die Befürchtungen nicht, denn Disney hat schon lange unter Labels wie Miramax oder Touchstone R-rated-Filme wie Scream, From Dusk Till Dawn und The Rock produziert. Auch die vielen Zusicherungen, dass Deadpool 3 auf jeden Fall sein R-Rating beibehalten würde, haben die Sorgen nur bedingt genommen.

So wurde auch beim insgeheim geplanten und überraschend angekündigten Predator-Prequel Prey befürchtet, er könnte eine "Disney-Behandlung" bekommen. Die Sorgen wurden nicht geringer, als Produzent John Davis vor einigen Monaten im Interview erklärte, dass der Film zwar für ein R-Rating gedreht wurde, aber auch ohne größere Verluste als PG-13-Version geschnitten werden könnte. Nach dieser Aussage fühlten sich etliche Disney-Zweifler natürlich bestätigt.

Doch nun können wir endgültig Entwarnung geben: Prey hat von der Motion Picture Association (MPA) in den USA offiziell ein R-Rating bekommen für "starke blutige Gewalt". Die deutsche FSK-Altersfreigabe steht noch nicht fest.

Regisseur Dan Trachtenberg hat schon kurz davor im Interview erklärt, dass der Film ohne jegliche Einmischung seitens Disney entsprechend seiner Vision produziert wurde: (aus dem Englischen)

Die Disney-Sache hat den Film inhaltlich überhaupt nicht beeinflusst. Deshalb bin ich so sehr wegen der Veröffentlichung des Trailers aufgeregt. Und an alle Leute, die besorgt waren, dass es PG-13 oder ein Disney-Predator werden würde: Es war ein 20th-Century-Film während der gesamten Erfahrung. Und Disney war großartig dabei, die Zügel dann zu übernehmen und den Film in die Welt zu bringen, aber es gab keinerlei Vorgaben von ihnen. Ich hatte Sorge wegen einiger Formulierungen in dem Drehbuch und als sie es gelesen haben, dachte ich: "Oh nein, werden sie wegen der Beschreibungen der Gewaltszenen ausflippen?" Aber nein. Es ist ein brutaler, intensiver, sehr R-rated Film. Und ich bin sehr froh, dass die Annahme wiederlegt wird, dass Disney nur Disney-Dinge machen wird.

Jetzt können Predator-Fans hoffentlich nachts ruhig schlafen und die Daumen gedrückt halten, dass Prey besser wird als der enttäuschende Predator – Upgrade von Shane Black.

Das Prequel, das hierzulande am 5. August exklusiv bei Disney+ (und in den USA bei Hulu) veröffentlicht werden wird, schildert die erste Reise des Predators zur Erde im Jahr 1719, wo sich die taffe, junge Komantschen-Kriegerin Naru (Amber Midthunder) dem technologisch überlegenen Jäger stellt, um ihren Stamm zu beschützen.

Ich freue mich sehr über die Rückkehr des Films zu den simplen Wurzeln der Reihe und bedauere lediglich, dass er nicht in den Kinos laufen wird. Den Langtrailer zu Prey könnt Ihr hier sehen, einen kurzen neuen TV-Spot findet Ihr unten: