Neuer Predator-Film kommt, Regisseur steht fest

© 2018 20th Century Studios

Quelle: Deadline

Der außerirdische Jäger mit der Fratze, die nur eine Mutter lieben kann, wird nur kurz nach seinem letzten erfolglosen Kinoausflug einen neuen Anlauf nehmen, diesmal jedoch unter einem neuen Studio.

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Dan Trachtenberg wurde als Regisseur eines neuen Predator-Films verpflichtet, den ich vorerst der Einfachheit halber als Predator 5 bezeichnen werde, da alle bisherigen Filme (beide Alien-vs.-Predator-Teile ausgenommen) mehr oder weniger in derselben Kontinuität spielten und keine Reboots waren. Trachtenberg zeigte großes Potenzial mit seinem Regiedebüt 10 Cloverfield Lane, sodass es mich ein wenig überrascht, dass er seitdem immer noch keinen weiteren Film inszeniert hat. Immerhin drehte er eine "Black Mirror"-Episode und die Pilotfolge von Amazons "The Boys". Trachtenberg war auch einer der Regisseure, die für die "Uncharted"-Verfilmung verpflichtet waren, bevor er das Projekt, wie viele vor ihm, verlassen hat.

Das Drehbuch zu Predator 5 schreibt TV-Autor Patrick Aison, der u. a. an den Serien "Kingdom", "Treadstone" und "Jack Ryan" gearbeitet hat.

Es gibt aktuell keine Details zum Plot des neuen Predator-Films, außer dass er nicht an Predator – Upgrade (OT: The Predator) anknüpfen soll. Ob es ein komplettes Reboot oder eine weitere lose Fortsetzung werden wird, wissen wir auch nicht.

Predator erinnert mich ein wenig an Terminator. Bei beiden Franchises versucht man seit geraumer Zeit, sie wiederzubeleben, und bislang hat es einfach nicht gezündet. Ich mag tatsächlich die meisten Filme beider Reihen, doch es lässt sich schwer abstreiten, dass der erste Predator und die ersten beiden Terminator-Filme unerreicht bleiben, und sich das Interesse der Kinogänger an weiteren Franchise-Beiträgen offensichtlich in Grenzen hält. Der von Robert Rodriguez produzierte Predators war ein solider Erfolg, aber offenbar auch nicht groß genug, um die geplante Fortsetzung zu verwirklichen. Alien vs. Predator funktionierte wegen seines Crossover-Gimmick mit dem ersten Film an den Kinokassen, doch bereits der zweite baute erheblich ab. Shane Black, der im Originalfilm selbst mitgespielt hat, nahm sich vor, mit Predator – Upgrade einen richtigen Eventfilm zu inszenieren und erhielt dafür auch ein verhältnismäßig hohes Budget von $88 Mio. Doch weder Kritiker noch Fans waren von seinem Film sonderlich begeistert und an den Kinokassen führte er nicht zum erwünschten Erfolg, sodass alle Sequel-Pläne eingestampft wurden.

Jetzt also auf ein Neues, nachdem Disney die Fox-Franchises geerbt hat. Dass ausgerechnet Predator eins der ersten erwachsenen Fox-Franchises ist, die Disney wiederbelebt, überrascht mich nach dem Misserfolg von Predator – Upgrade doch ein wenig. Das gibt jedoch auch den Fans der Alien– und Stirb-langsam-Reihen Hoffnung (oder Sorge), dass auch diese in nächster Zukunft wiederauferstehen könnten.

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