Quelle: Hulu

Nächsten Monat feiert einer der besten Sci-Fi- bzw. Horror-Actionfilme aller Zeiten sein 35. Jubiläum. Mit Predator schrieben Regisseur John McTiernan und sein Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger Filmgeschichte, drehten eine der größten Testosteron-Granaten der Achtziger und erweckten eins der faszinierendsten und wiedererkennbarsten Filmmonster überhaupt zum Leben.

Mehrere Sequels haben seitdem versucht, dem Originalfilm einen draufzusetzen, indem sie den Predator mal in die Großstadt schickten, mal in Horden gegen menschliche Profikiller auf einem anderen Planeten antreten ließen, mal zu einem Super-Predator mutieren ließen und zweimal gegen die Xenomorphs aus Alien kämpfen ließen. Es gab bessere und schlechtere Fortsetzungen, doch an das Original reichte keiner der Filme heran. Es war gerade die Simplizität des Erstlings, die Geschichte von mehreren auf sich gestellten Männer im Dschungel, die von einem unsichtbaren, scheinbar unbesiegbaren Feind gejagt und einer nach dem anderen abgemurkst werden, die für Spannung und dichte Atmosphäre sorgte.

Ausgerechnet unter Disney, den neuen Rechteinhabern des Franchises nach dem Kauf von 20th Century Fox, soll der Predator zu seinen simplen, effektiven Wurzeln zurückkehren. Im Geheimen von Dan Trachtenberg (10 Cloverfield Lane) mehrere Jahre lang entwickelt, sickerte Ende 2020 durch, dass Trachtenberg einen neuen Predator-Film plant, und 2021 wurde er offiziell angekündigt.

Es ist jedoch nicht der außerirdische Jäger selbst, sondern seine Beute, die der Originaltitel des Films – Prey – in den Mittelpunkt rückt. Prey erzählt von der ersten Reise des Predators zur Erde und spielt im Jahr 1719 in den Great Plains Nordamerikas. Die Hauptfigur des Films ist Naru, gespielt von Amber Midthunder, eine junge Comanche-Kriegerin, die sich über Geschlechternormen ihres Stammes hinwegsetzt und ihr Volk vor dem geheimnisvollen Jäger beschützt. Ohne moderne Waffen der Technik dürfte es ein spannender Survival-Film werden, der von den Machern u. a. mit Mel Gibsons Apocalypto verglichen wird.

Seit dem letzten September ist Prey bereits abgedreht und wir haben die erste Vorschau für Euch. Dabei handelt es sich um einen waschechten, weniger als eine Minute langen Teaser, der nichts verrät und den Predator selbst nur andeutet. Fans der Reihe werden aber natürlich direkt wiedererkennen, welches Monster da Naru auflauert:

Prey wird nicht in die Kinos kommen, sondern am 5. August in den USA direkt bei Hulu und hierzulande am selben Tag bei Disney+ erscheinen. Laut Produzent John Davis wurde der Film für ein R-Rating konzipiert und gedreht, könnte jedoch mit wenigen Schnitten und ohne große Verluste auch als PG-13-Version erscheinen. Eingefleischte Predator-Fans ziehen bei dieser Vorstellung vermutlich sofort die Augenbrauen hoch und rümpfen die Nase, doch für mich zählt vor allem, dass es ein guter Film wird. Das R-Rating hat Predator – Upgrade auch nicht geholfen.