Oscar Isaac London

Oscar Isaac in Ex Machina (2015) © A24

Quelle: Deadline

Im Kino war Ben Stiller seit gut drei Jahren nicht mehr zu sehen. Grund dafür sind nicht etwa ausbleibende Angebote oder eine Schaffenspause. Vielmehr widmet sich Stiller aktuell seiner anderen Leidenschaft und steht lieber hinter der Kamera. Sein Regiedebüt feierte er bereits 1994 mit der Tragikomödie Reality Bites – Voll das Leben. Seitdem inszenierte er mehrere Filme, vornehmlich Komödien wie Zoolander und Tropic Thunder, und spielte darin selbst auch immer die Hauptrolle. Seinen größten Triumph als Regisseur feierte er jedoch vorletztes Jahr mit der Miniserie "Escape at Dannemora" mit Patricia Arquette und Benicio del Toro, in der er selbst nicht vor die Kamera getreten ist. Dafür wurde er für einen Regie-Emmy nominiert und von der Regiegewerkschaft DGA sogar ausgezeichnet. Für den Streaming-Dienst Apple TV+ inszeniert er aktuell die düstere Arbeitsplatz-Dramaserie "Severance", wieder mit Patricia Arquette in der Hauptrolle.

Ernste Themen liegen Regisseur Stiller offenbar mindestens genauso gut wie humorvolle, und das will er demnächst auch im Kino beweisen. Für Lionsgate wird er beim Thriller London nach einer neuen Kurzgeschichte des norwegischen Krimiautors Jo Nesbø Regie führen. Das Drehbuch schrieb Eric Roth, der für Forrest Gump mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und zuletzt auch A Star Is Born mitgeschrieben hat. Die Hauptrolle übernimmt Star-Wars-Darsteller Oscar Isaac. Isaac ist die treibende Kraft hinter dem Film. Er erwarb die Rechte an Nesbøs Kurzgeschichte und brachte Stiller und Roth als Regie/Autor-Duo zusammen.

Zum Inhalt des als hochspannend beschrieben Films liegen noch keine Details vor, doch Stiller, Nesbø, Roth und Isaac stellen als vier beteiligte Namen aus meiner Sicht schon mal gute Voraussetzungen dar.