Louie Anderson tot

Louie Anderson in "Baskets" © FX Network

Quelle: Deadline

In letzter Zeit geht es gefühlt Schlag auf Schlag und nur wenige Tage nach Bob Saget, Meat Loaf und Hardy Krüger müssen wir leider einen weiteren Todesfall aus der Film- und Serienindustrie vermelden. Der US-amerikanische Stand-up-Comedian Louie Anderson, am besten bekannt durch seine Emmy-prämierte Rolle als Christine Baskets aus der schrägen Comedyserie "Baskets", ist am Freitagmorgen in einem Krankenhaus in Las Vegas gestorben, wo er sich in Behandlung wegen seines diffusen großzelliges B-Zell-Lymphoms, einer Unterart des Non-Hodgkin-Lymphoms, befand. Anderson war 68 Jahre alt.

Als zweitjüngster von elf Kindern wurde Anderson 1953 in Saint Paul, Minnesota geboren. Sein Debüt im US-amerikanischen Network-Fernsehen feierte Anderson 1984 bei "The Tonight Show" unter dem damaligen Moderator Johnny Carson. Eine kleine Nebenrolle spielte er im Teenie-Kultfilm Ferris macht blau (OT: Ferris Bueller’s Day Off). Vor allem machte sich Anderson aber einen Namen auf Comedy-Bühnen in den USA. So lernte er auch Eddie Murphy kennen und freundete sich mit ihm an. Dieser Freundschaft war auch Andersons Besetzung im Comedyhit Der Prinz aus Zamunda (OT: Coming to America) aus dem Jahr 1988 zu verdanken, als das Studio darauf bestand, einen Weißen in dem Film zu besetzen. Murphy war begeistert von Andersons Talent und verhalf ihm zu der Rolle des Maurice. Die Rolle verkörperte Anderson letztes Jahr im Sequel wieder. Außerdem spielte er Maurice in zwei Folgen von Lena Waithes Comedyserie "Twenties".

In den Neunzigern spielte Anderson die Hauptrolle als Psychotherapeut in der kurzlebigen und von ihm miterschaffenen Sitcom "The Louie Show" auf CBS, die jedoch schon nach sechs Folgen eingestellt wurde. Größeren Erfolg feierte er als Schöpfer der Zeichentrickserie "Life with Louie", die von 1995 bis 1998 samstagmorgens auf Fox Kids in den USA lief und von Andersons Kindheit inspiriert war. Für die Serie wurde Anderson mit zwei Daytime Emmys ausgezeichnet.

Nach Gastauftritten bei "Ally McBeal", "Nash Bridges" und "Scrubs" in den frühen 2000ern war Anderson mehr als zehn Jahre lang nicht mehr im Fernsehen zu sehen. Seine triumphale Rückkehr feierte er als Mutter (!) von Zwillingsbrüdern Chip und Dale Everett Baskets, beide gespielt von Zach Galifianakis, in der Serie "Baskets". Für die erste Staffel gewann Anderson überraschend den Golden Globe als Nebendarsteller und setzte sich dabei gegen Konkurrenten wie Andre Braugher ("Brooklyn Nine-Nine"), Tony Hale ("Veep – Die Vizepräsidentin") und Ty Burrell ("Modern Family") durch. In den darauffolgenden Jahren erhielt Anderson zwei weitere Emmy-Nominierungen für die Rolle.