King Arthur Charlie Hunnam

Charlie Hunnam in King Arthur: Legend of the Sword © 2017 Warner Bros. Pictures

Quelle: SiriusXM

Als Jax Teller wurde Charlie Hunnam mit "Sons of Anarchy" weltweit berühmt, seine Filmkarriere verlief bislang jedoch nicht so glatt. Nach seiner ersten großen Blockbusterrolle in Pacific Rim sollte er in Guy Ritchies Adaption der Artus-Legende Star eines eigenen großen Franchises werden. King Arthur: Legend of the Sword, der 2017 in die Kinos kam, wurde ursprünglich als erster von sechs Filmen über König Artus und seine Ritter der Tafelrunde konzipiert.

Doch wie auch im selben Jahr erschienene Power Rangers, der ebenfalls als Auftakt eienr sechsteiligen Filmreihe geplant wurde, erstickten alle Sequel-Pläne im Keim, nachdem der erste Film an den Kinokassen floppte. Guy Ritchies hyperaktiver Stil, der in seinen Sherlock-Holmes-Filmen noch so gut funktionierte, passte bei King Arthur wiederum weniger gut und das halbgare Drehbuch tat den guten Darstellern leider keinen Gefallen. Der Film ging sang- und klanglos unter und damit war auch die geplante Filmreihe tot.

Das Duo Hunnam und Ritchie rehabilitierte sich dieses Jahr bestens mit der spaßigen Krimikomödie The Gentlemen, die den bitteren Nachgeschmack ihrer ersten Zusammenarbeit schnell vergessen ließ. Der Schauspieler selbst trauert jedoch der verpassten Gelegenheit immer noch nach. In einem Interview (siehe Video unten) hat er kürzlich zugegeben, dass er von allen seinen bisherigen Filmen am liebsten King Arthur noch mal drehen würde:

Ich würde gerne zu King Arthur zurückkehren, weil es viele Dinge gab, die während der Produktion schiefgegangen sind und viele Dinge, die nicht in unserer Macht lagen. Ich denke einfach nicht, dass wir die Ambitionen erreicht haben – wir haben nicht ganz den Film gemacht, den wir wollten.

Die Idee war, dass wenn der Film ein Erfolg gewesen wäre, wir mehrere dieser Filme gemacht hätten, und ich bin wirklich fasziniert von der Artus-Legende, und habe das Gefühl, dass wir wirklich eine Gelegenheit verpasst haben, eine lange Geschichte zu erzählen. Es gab eine Fehlbesetzung, die die zentrale Geschichte letzten Endes kaputtgemacht hat. Die Geschichte ist eigentlich gar nicht mehr in dem Film.

Sein Kommentar macht natürlich neugierig, denn es stellt sich die Frage, wer die besagte Fehlbesetzung war. Während der Dreharbeiten haben einige Boulevardzeitungen berichtet, dass Annabelle Wallis, die im Film die Rolle der Maid Maggie spielte, ursprünglich eine deutlich größere Rolle haben sollte, Ritchie jedoch mit ihrem Schauspiel so wenig zufrieden war, dass er den Part kürzte und Teile des Films neu drehen musste, weshalb er seinerzeit um ein halbes Jahr nach hinten verschoben wurde. Sie könnte also die besagte Fehlbesetzung gewesen sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Schauspielerin Àstrid Bergès-Frisbey. Als sie in dem Film besetzt wurde, wurde zunächst berichtet, dass sie die Rolle von Arthurs späterer Frau Guinevere spielen würde, stattdessen verkörperte sie aber eine Magierin. Letztlich kann man aber nur darüber spekulieren, wen Hunnam gemeint haben könnte.

Man sollte auch beachten, dass die erste Schnittfassung des Films etwa dreieinhalb Stunden gewesen sein soll, aus der ein zweistündiger Film geworden ist. Vielleicht steckte in King Arthur irgendwann auch ein guter Film, der beim Dreh und der Nachbearbeitung verloren ging. Nach Antoine Fuquas fantasyfreiem King Arthur aus dem Jahr 2004 mit Clive Owen in der Titelrolle war Legend of the Sword bereits die zweite Big-Budget-Adaption der Legende, die an den Kinokassen gescheitert ist.