John Wick 5 ist offiziell in Arbeit

Keanu Reeves in John Wick: Kapitel 4 © 2023 Lionsgate

Quelle: Comicbook

John Wick ist tot. Lang lebe John Wick!

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Vor wenigen Tagen ist das Action-Franchise mit Keanu Reeves dem Club der Milliardäre beigetreten. Das Gesamteinspiel aller vier Filme hat zehnstellige Zahlen erreicht und John Wick: Kapitel 4 hat mit seinem bisherigen Umsatz von rund $430 Mio massiv dazu beigetragen. Jedes Kapitel der Actionreihe konnte das Einspiel seines Vorgängers deutlich übertreffen, im Falle von Kapitel 4 sogar um mehr als $100 Mio. In Deutschland ist John Wick: Kapitel 4 zum besucherstärksten FSK-18-Film seit über 20 Jahren geworden.

Der fünfte Teil sollte unter diesen Umständen eigentlich ein No-Brainer sein. Tatsächlich wurde im Sommer 2020 ursprünglich angekündigt, dass der vierte und fünfte Film unmittelbar nacheinander gedreht werden würden. Regisseur Chad Stahelski verwarf jedoch den Plan, da er es schwer fand, gleich zwei neue Filme auf einmal zu drehen, ohne sich dabei zu wiederholen. Nach dem immensen Erfolg des vierten Films, der auch noch die besten Kritiken der Reihe erntete, würde man meinen, dass John Wick 5 eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sei, besonders da er schon einmal angekündigt war.

Es gibt jedoch einen kleinen Haken: Jedem Anschein nach ließ Stahelski John Wick nach einem zermürbenden Showdown in Paris und dem Duell mit seinem alten Freund Caine (Donnie Yen) an den Stufen des Sacré-Cœur sterben. In der letzten Szene stehen Winston (Ian McShane) und der Bowery King (Laurence Fishburne) am Grab ihres Freundes und es gbt keinerlei Hinweis darauf, dass der Tod vorgetäuscht war und Stehaufmännchen Wick irgendwie doch überlebt hat. Zwar hat der Film auch noch eine Abspannszene – die erste des Franchises überhaupt – diese deutet jedoch den Konflikt zwischen zwei ganz anderen Charakteren an und weckt ebenfalls keine Hoffnung auf John Wicks Wiederauferstehung.

John-Wick-Studio Lionsgate befindet sich nun in einer Zwickmühle. Der vierte Film wird u. a. für sein konsequentes und augenscheinlich abschließendes Ende gelobt. Andererseits hat Lionsgate aktuell kein anderes aktives Franchise in petto, das auch nur annähernd so erfolgreich ist, sodass das Studio den fünften Film eigentlich wirklich braucht. Bereits im März, kurz nach dem Kinostart des vierten Teils, wurde bekannt, dass man intern weiterhin sehr auf Teil 5 hoffe. Und jetzt hat Lionsgate-Vorsitzender Joe Drake in einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen des Studios tatsächlich verkündet, dass sowohl John Wick 5 als auch das lange erhoffte AAA-Videospiel zum Franchise in Arbeit seien sowie andere Spin-Offs, die dafür sorgen, dass es stetigen Nachschub aus der John-Wick-Welt gibt: (aus dem Englischen)

Wir erweitern das Franchise nicht nur in den Bereich der AAA-Videospiele, sondern sorgen dafür, dass dieses Universum mit Spin-Offs, Fernsehen und so weiter stetig wächst, damit es einen gleichmäßigen Fluss in dem Franchise gibt, auf das das Publikum eindeutig Appetit hat.

Wir ihr wisst, ist es offiziell, dass Ballerina als erstes Spin-Off nächstes Jahr erscheinen wird. Wir entwickeln drei weitere, einschließlich John Wick 5 und einschließlich einer Fernsehserie. "The Continental" wird bald ausgestrahlt.

Und so bauen wir die Welt auf und wenn Film 5 kommt, wird es organisch sein – er wird sich organisch aus dem heraus entwickeln, wie wir diese Geschichten erzählen. Aber ihr könnt Euch auf einen regelmäßigen Rhythmus von neuen John-Wick-Inhalten verlassen.

Die dreiteilige Miniserie "The Continental", die erzählt, wie der junge Winston zum Manager des titelgebenden Hotels aufgestiegen ist, soll im September Premiere feiern. Nächsten Sommer kommt Ballerina mit Ana de Armas (Keine Zeit zu sterben) in der Hauptrolle. Das Spin-off spielt zeitlich zwischen dem dritten und dem vierten John Wick und bringt sowohl Keanu Reeves als Wick in einer Nebenrolle zurück als auch Ian McShane als Winston und Lance Reddick in einer seiner letzten Filmrollen als Charon zurück. Welches das dritte von Joe Drake erwähnte John-Wick-Projekt gemeint ist, ist unklar, ebenso wenig wie ob und wann Keanu Reeves in einem fünften Teil überhaupt zurückkehren würde.

Regisseur Chad Stahelski hält sich jedenfalls sehr bedeckt, was John Wick 5 angeht, möchte aber auch nichts ausschließen. Als er kürzlich nach einem weiteren Sequel gefragt wurde, erklärte er:

Ich meine es nicht böse, aber es ist ein Geschäft. Wenn etwas erfolgreich ist, will man es natürlich weitermachen. Aber es ist sehr leicht, redundant zu werden. Der Trick besteht darin, wie man redundant mit Individualität bleibt. Wie drückt man etwas einen eigenen Stempel auf, was natürlich schon dreimal gemacht wurde?

Die eigentliche Frage, die man sich fragt, lautet nicht: "Will ich das machen?" Ja, ich würde das gerne machen. Wir haben einfach versucht, wirklich alles zu geben. Wir wollten alles, was wir hatten, auf den Tisch legen, nichts zurückhalten. Nach dem Motto Scheiß drauf, hier ist jede Idee, die wir hatten. Wir haben nichts aufgespart. Wir haben nicht versucht, etwas aufzubauen. Wir wollten einfach alles da lassen, was wir hatten. Wir hatten das Gefühl, dass wir alles, was wir hatten, in John Wick 4 steckten und den Kreis schlossen. Wir hatten das Gefühl, dass wir es beendet haben. Also denken wir: Wisst ihr, es war eine tolle Art, die vorigen drei Filme und den vierten abzuschließen und etwas wirklich Befriedigendes und Spaßiges abzuliefern."

Kurz gesagt: Stahelski sagt nicht, dass er einen fünften Film machen wird, aber auch nicht, dass er es nicht tun wird. Auf jeden Fall hat er es nicht eilig, John Wick zurückzubringen und das ist vielleicht auch besser so. Bereits der vierte Film stellte trotz seiner unbestreitbar virtuosen Actionsequenzen meine Geduld gegen Ende auf die Probe und so sehr ich die gesamte Reihe mag, ich habe vorerst genug von John Wick. Mit etwas Abstand und einer längeren Pause könnte sich das aber natürlich ändern. Derweil freue ich mich auf Ana de Armas' Franchise-Debüt nächstes Jahr und bin natürlich auch neugierig, wie das "John Wick"-Videospiel aussehen wird, insbesondere da sich die Filme bereits über weite Strecken wie Videospiele angefühlt haben.

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