Ein Mann namens Ove Remake Tom Hanks

Tom Hanks in Ein Hologramm für den König (2016) © X Verleih

Quelle: Variety

Irgendwie haben es die Schweden mit Romanbestsellern über schrullige, ältere Männer. Nach "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von 2009, landete Fredrik Backman mit seinem Romandebüt "Ein Mann namens Ove" einen großen Erfolg und wie schon bei Jonas Jonassons Roman ließ eine Verfilmung nicht lange auf sich warten. Diese kam letztes Jahr in die Kinos, mit Rolf Lassgård als verbitterter Witwer Ove, der in kurzer Zeit seine Frau, seine Arbeit und den Vorsitz im Eigentümerverein seiner Nachbarschaft verliert. Genug ist genug, beschließt Ove, und versucht, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch seine neuen Nachbarn machen ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Ein Mann namens Ove war ein großer Erfolg an den Kinokassen, und zwar nicht nur in seiner schwedischen Heimat, sondern auch weltweit. In Deutschland lockte er fast eine halbe Million Zuschauer in Programmkinos. Die Krönung des Erfolgs kam, als der Film bei den letzten Oscars gleich zweimal nominiert wurde – als "Bester fremdsprachiger Film" und für sein Makeup.

Gewonnen hat Ein Mann namens Ove nicht, doch der Erfolg war genug, um einen gewissen Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson auf den Film aufmerksam zu machen. Die beiden produzieren jetzt ein US-Remake, in dem Hanks Ove spielen wird. Aber auch die Schweden haben ihre Finger wieder im Spiel. SF Studios produziert den Film mit, als Teil ihrer neuen Strategie, englischsprachige Filme für den internationalen Markt herauszubringen.

Das ist natürlich wieder der Moment, an dem die üblichen, meist durchaus gerechtfertigten Tiraden über unnötige Hollywood-Remakes von ausländischen Produktionen beginnen. Aber mal ehrlich, mit einem Star wie Hanks in der Hauptrolle, ist man ja doch etwas neugierig auf das Ergebnis, oder?