Sonniges Wetter, ein maues Angebot an neuen Filmen und fehlende Unterstützung durch die Ferien sorgten vergangenes Wochenende für das bislang drittschwächste Ergebnis der Top 20 der deutschen Kinocharts dieses Jahr – und die wahre Besucherdürre für die Kinos steht noch bevor. Im Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft und während der WM und EM herrscht in den Kinos in Deutschland (und vielen anderen europäischen Ländern) bekanntlich gähnende Leere. Das liegt nicht nur daran, dass die Menschen lieber Fußball schauen statt ins Kino zu gehen, sondern auch daran, dass die meisten Verleihe sich aus diesem Grund gar nicht erst trauen, ihre großen Filme während der WM bzw. EM herauszubringen und das Filmangebot in den Kinos attraktiver zu gestalten.
Ganz anders wird es dieses Jahr im Dezember aussehen. Wenn Avengers: Doomsday und Dune: Part Three mit nur einem Tag Abstand hierzulande starten, weil weder Warner Bros. noch Disney kneifen und den lukrativen Starttermin kurz vor Weihnachten aufgeben wollen, werden viele Kinos an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, denn schließlich handelt es sich um zwei der meisterwarteten Filme des Jahres. Dass zwei Blockbuster dieser Größenordnung tatsächlich am selben Wochenende anlaufen, ist nahezu präzedenzlos. Natürlich denken viele vielleicht an das Phänomen Barbenheimer, doch Barbie und Oppenheimer richteten sich an völlig unterschiedliche Zielgruppen und keiner der beiden Filme wurde bereits im Vorfeld als potenzieller Riesenblockbuster gehandelt.
Neben der als Dunesday getauften Kombo wird im Dezember ein weiteres Sequel mit großem Hitpotenzial um die Gunst der Kinogänger:innen kämpfen: Der vierte Jumanji-Film bzw. der dritte, seit das Franchise mit Dwayne Johnson und Co. wiederbelebt wurde, sollte ursprünglich eine Woche vor Doomsday und Dune starten, wurde aber kürzlich um zwei Wochen nach hinten verschoben, um unmittelbar vor Weihnachten in die Kinos zu kommen. Jumanji mag auf den ersten Blick als ein kleineres Franchise verglichen zu Avengers und Dune erscheinen, doch man sollte nicht vergessen, dass die letzten beiden Filme trotz direkten Konkurrenz durch die 8. bzw. 9. Star-Wars-Episode fast 1,8 Milliarden US-Dollar weltweit eingespielt haben und insgesamt knapp 4,6 Millionen Kinotickets in Deutschland verkauften. Für das Familienpublikum wird auch Jumanji 4 in der Weihnachtszeit die erste Wahl sein.
Nachdem Jumanji: Willkommen im Dschungel und Jumanji: The Next Level mit nur zwei Jahren Abstand in die Kinos kamen, ließ der neueste Film sieben Jahre auf sich warten. Grund dafür waren neben der Pandemie und den Hollywood-Streiks die vollen Terminkalender des Casts. Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan sind sehr gefragte Stars mit stets mehreren Projekten in der Pipeline. Erst letztes Jahr konnten sie für ein neues Jumanji-Abenteuer versammelt werden, das dann auch gleich als letzter Teil der Reihe angekündigt wurde – zumindest insofern man solchen Aussagen aus Hollywood überhaupt Glauben schenken mag. Im November haben die Dreharbeiten – wieder unter der Regie von Jake Kasdan und nach einem Drehbuch von Kasdan, Jeff Pinkner und Scott Rosenberg – begonnen.
Ende März gab Johnson über Instagram bekannt, dass die letzte Klappe gefallen sei – pünktlich zur Sony-Präsentation bei der CinemaCon in Las Vegas zwei Wochen später. Dort wurden den anwesenden Mitgliedern der Kinobranche erste Bewegtbilder aus dem Sequel präsentiert und der offizielle Filmtitel wurde enthüllt. In Jumanji: Open World kollidiert die geheimnisvolle Welt des Spiels mit der realen Welt, wie bereits am Ende von The Next Level angedeutet wurde. Dabei kommen Johnson, Black, Gillan und Harts Charaktere als Demo-Versionen ihrer Avatare in die reale Welt und treffen die vier jungen Freunde, die in den letzten beiden Filmen die Avatare steuerten. Das bedeutet, dass auch Alex Wolff, Madison Iseman, Ser’Darius Blaine und Morgan Turner wieder mit von der Partie sind.
Zu weiteren Rückkehrern aus den letzten beiden Filmen zählen Nick Jonas, Awkwafina, Rhys Darby, Marin Hinkle, Danny DeVito, Lamorne Morris und Bebe Neuwirth, die nach einem Gastauftritt im letzten Film wieder ihre Rolle aus dem ersten Jumanji mit Robin Williams verkörpert. Neue Rollen übernehmen Burn Gorman (Pacific Rim), Nasim Pedrad (Aladdin) und Brittany O’Grady ("The White Lotus").
Jumanji: Open World startet am 23.12.2026 in den deutschen Kinos. Unten könnt Ihr das Foto des Star-Quartetts vom Set sehen, das Johnson anlässlich des Drehendes veröffentlichte:
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Quellen: Deadline, Dwayne Johnson Instagram














