Neue Details zu Tom Hardys problematischem Verhalten am "MobLand"-Set

Die meisten Menschen lassen es im Alter etwas ruhiger angehen. Nicht Guy Ritchie. Der britische Filmemacher, der sein Regiedebüt 1998 mit Bube, Dame, König, grAS feierte, inszenierte in den ersten 20 Jahren seiner Karriere neun Filme. Für die nächsten neun brauchte er nur noch acht Jahre, obwohl mittendrin die Corona-Pandemie und die Hollywood-Streiks lagen. Aktuell ist sein neuester Streich In the Grey in unseren Kinos zu sehen, zwei weitere Filme – Wife & Dog und Viva La Madness – sind bereits abgedreht und werden noch dieses bzw. nächstes Jahr erscheinen.

Inzwischen ist Ritchie jedoch nicht nur im Filmgeschäft aktiv, sondern auch im Fernsehen. Derzeit produziert er drei Serien für drei unterschiedliche Streamer: "The Gentlemen" für Netflix, "Young Sherlock" für Amazon Prime und "MobLand – Familie bis aufs Blut" für Paramount+. Alle drei wurden auf Anhieb zu Hits für ihre jeweiligen Plattformen und werden demnächst in die zweite Runde gehen.

Eine dieser Serien machte vor wenigen Tagen Schlagzeilen aus einem denkbar unangenehmen Grund: Tom Hardy soll als Hauptdarsteller von "MobLand" gefeuert worden sein, weil sein Verhalten am Set untragbar geworden sei. Es gibt widersprüchliche Berichte darüber, ob Hardy tatsächlich entlassen wurde oder ob eine mögliche Entlassung im Raum steht und noch diskutiert wird. Schwieriger wird der Sachverhalt auch dadurch, dass die zweite Staffel mit Hardys Beteiligung bereits abgedreht ist und die potenzielle Entlassung eine dritte Staffel betreffen würde, die noch gar kein grünes Licht hat. Jedoch stellte Paramount+ als Zeichen großer Zuversicht bereits das Autorenteam für die zweite Staffel zusammen und hofft, im Herbst mit den Dreharbeiten zu beginnen.

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Was mit Hardys Charakter, dem gewieften Harry Da Souza, der als treuer Fixer die Probleme einer kriminellen Londoner Familie löste, dann geschehen würde, ist unklar. The Hollywood Reporter grub jedoch etwas tiefer und fand heraus, was am Set der zweiten "MobLand"-Staffel eigentlich vorgefallen sein soll. Laut einem Insider weigerte sich Hardy häufig stundenlang, seinen Wohnwagen zu verlassen und zum Set zu kommen. Er ließ die restliche Besetzung, darunter Superstars wie Pierce Brosnan und Helen Mirren, auf sich warten, als eine Art Machtdemonstration. Dieses Verhalten ist bei Hardy nicht neu. Auch Mad Max: Fury Road-Regisseur George Miller erzählte einst, dass Hardy immer wieder überredet werden musste, seinen Wohnwagen zu verlassen. Patrick Stewart, der neben Hardy in Star Trek: Nemesis mitgespielt hat, bezeichnete den Schauspieler als einen seltsamen, jungen Einzelgänger, der mit der restlichen Besetzung keinen Kontakt pflegte.

Hardy soll außerdem bei "MobLand" darauf beharrt haben, die Dialoge seines Charakters zu ändern, und geriet immer wieder mit Produzent Jez Butterworth und Serienschöpfer Ronan Bennett aneinander, weil er ihnen ungefragt Anmerkungen zu den Drehbüchern zukommen ließ.

Weder Paramount+ noch Hardy oder die anderen Darsteller haben sich zu der Situation bislang geäußert.

Quelle: The Hollywood Reporter

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