Quelle: FSK

Am 23. Juni startet Nicolas Winding Refns von vielen Anhängern bereits sehnlichst erwartetes Horrorprojekt The Neon Demon endlich auch in den deutschen Lichtspielhäusern. Wir haben den Film bereits gesehen und gleich in zwei Texten (einmal die Kritik und einmal ein spoilerlastiger Blick auf inhaltliche Details) ausführlich für euch besprochen.

Auch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (kurz FSK) durfte – oder besser: musste – das Werk inzwischen zwecks einer kommerziellen Kinoauswertung für die obligatorische Altersfreigabe begutachten – und kam zu einem durchaus überraschenden Urteil: So wurde der zum Ende hin tabubrechende Schocker von dem Gremium nicht nur ungekürzt durchgewunken, sondern erhielt gar eine feiertagsfreie Jugendfreigabe „ab 16 Jahren“!

Wenn man bedenkt, dass noch immer Streifen mit fünf Spritzern Kunstblut zuviel die Jugendfreigabe verweigert wird (siehe kürzlich Green Room), und The Neon Demon nicht bloß mit blutigen Bildern aufwartet, sondern auch sexuelle Gewalt und eine wirklich verstörende Nekrophilie-Szene beinhaltet, ist dieses Urteil in der Tat wunderlich. Man darf also schon auf die schriftliche Begründung der FSK, die in der Regel vor Start auf deren Website hinterlegt wird, gespannt sein. Ich zumindest hätte hier definitiv mit einer strengen FSK-18-Plakette gerechnet, doch so kann man sich offensichtlich täuschen! In England wurde der Film übrigens nur für volljährige Kinogänger zugelassen, während in den USA ein – in Anbetracht des Inhalts – ebenfalls recht zahmes R-Rating (unter 17 Jahren nur in Begleitung Erwachsener) vergeben wurde.

Werdet Ihr euch The Neon Demon im Kino anschauen und was haltet Ihr von der Entscheidung der Jugendschützer?


Trailer

Titelbild © Koch Media