Paul Thomas Anderson und Daniel Day-Lewis am Set von There Will Be Blood (2007) © Miramax Films

Quelle: Variety

Wenn einer der interessantesten Regisseure seiner Generation mit einem der besten Schauspieler aller Zeiten dreht und deren erste Zusammenarbeit bereits einen der bemerkenswertesten Filme der letzten zehn Jahre hervorgebracht hat, dann horcht man als Cineast sofort auf und liest wie gebannt die neuste Meldung aus Hollywood, die zur Abwechslung mal nicht die x-te Blockbuster-Fortsetzung betrifft.

Die Rede ist vom Ausnahme-Regisseur Paul Thomas Anderson und dem dreifachen Oscarpreisträger Daniel Day-Lewis, deren There Will Be Blood vor acht Jahren für acht Oscars nominiert wurde und Day-Lewis seine zweite goldene Statue einbrachte (die dritte folgte fünf Jahre später für Lincoln). There Will Be Blood zählt für viele nicht umsonst zu den großen modernen Meisterwerken des US-amerikanischen Kinos und Day-Lewis‘ monumentale Performance als Daniel Plainview steht auf gleicher Stufe mit Brandos in Der Pate, O’Tooles in Lawrence von Arabien und Hopkins‘ in Das Schweigen der Lämmer. Es war die perfekte Zusammenkunft aller Elemente, die einen Filmklassiker ausmachen.

Umso gespannter darf man natürlich auf deren neuen Film sein, insbesondere da Daniel Day-Lewis bei seiner Rollenwahl extrem wählerisch ist. Seit seiner oscarprämierten Performance in Lincoln vor vier Jahren spielte er in keinem weiteren Film mit und es ist auch keiner am Horizont. Anderson konnte mit The Master und Inherent Vice – Natürliche Mängel zwar nicht ganz an den Erfolg von There Will Be Blood anknüpfen, doch auch diese beiden Filme haben ihre begeisterten Fans und wurden von der Academy mit mehreren Oscarnominierungen bedacht. Bei einer Sache kann man sich sicher sein: Anderson und Day-Lewis sind außergewöhnliche Talente, deren Arbeit (auch mit ihren Höhen und Tiefen) Beachtung verdient.

In ihrem neuen Film soll es um die Modewelt in New York der fünfziger Jahre gehen. Wie schon bei There Will Be Blood hatte Anderson bereits beim Drehbuch Day-Lewis als Star im Sinn, obwohl der Vertrag noch nicht unterschrieben ist. Auch die Produktionsfirma hinter dem Projekt verspricht Großes. Megan Ellison und ihre Annapurna Pictures zeichneten sich seit 2011 für viele hochqualitative Filme verantwortlich, darunter Zero Dark Thirty, Killing Them Softly, American Hustle, Her, Foxcatcher und Andersons The Master.

Hoffen wir mal, dass dieses Projekt schon bald Form annimmt und vielleicht Anderson endlich den überfälligen Oscar einbringt. Nominiert war er bereits sechsmal, jedoch stets erfolglos.