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"Banshee": Staffel 1 Review

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"Wer oder was ist Banshee?", höre ich schon die Ersten fragen, die mit dem Namen überhaupt nichts anfangen können. Tatsächlich ist die US-amerikanische Action-Serie noch relativ jung und unbekannt in unseren Breiten und ich stieß auch nur durch ein Poster der ersten Staffel und ein paar positive Rezensionen auf die Serie. Ohne groß weiter zu recherchieren, schwang ich mich also auf die Couch und sah mir die 10 Folgen der ersten Staffel an und ich muss sagen, das Urteil fällt gar nicht so leicht:

Banshee Staffel 1 Bild 4

Die Pilotfolge beginnt direkt mit unserer vorerst namenlosen Hauptperson (Anthony Starr), einem Häftling, der gerade entlassen wurde und so schnell wie möglich zurück in sein "normales" Leben will. Dabei ist der Einstieg in die Folge sehr gut inszeniert. Starke Bilder und eine stimmige Musik sollen uns direkt in die Thematik hineinschmeißen, und während der Hauptdarsteller mal schnell die Kellnerin der nächstgelegenen Raststätte flachlegt, sich dort ein Auto klaut und direkt gewaltbereit in den Friseursalon seines altbekannten Hackerkumpels Jobe (Hon Lee) marschiert, wird uns klar, was "Banshee" uns liefern will: Überdrehte Action, schlagfertige Dialoge und jede Menge Sex. Das Ganze gipfelt noch in einer Verfolgungsjagd mit ein paar Gangstern, in der dann auch noch ein großer Bus umkippt und über die Straße schlittert und den Zuschauer mit offenem Mund und einem "Bitte was?!?" auf den Lippen zurücklässt. Und dann folgt das geniale Intro.

Der erste richtige Pluspunkt, der die gesamte Staffel durchzieht, ist, dass diese Serie eines der bestern Serienintros geschaffen hat, die mir bekannt sind. Während ein cooler rockiger Song läuft, werden immer wieder Polaroid-Bilder eingeblendet, welche einen Bezug zur Serie und meistens auch spezifisch zur jeweiligen Folge haben. Das Auffallende hier: Das Intro wandelt sich von Folge zu Folge um! So sehen wir anfangs auf den Bildern unter anderem ein auseinandergebautes Maschinengewehr und ein sauberes Messer, und mit jeder Folge wird das Gewehr weiter zusammengebaut und das Messer blutiger. Die Idee eines solch dynamischen Intros ist genial und funktioniert perfekt, sodass sich davon gerne einige Serien eine Scheibe abschneiden können.

Banshee Staffel 1 Bild 1Nach dem Intro beobachten wir unseren Protagonisten dabei, wie er versucht seine alte Liebe aufzuspüren, für die er 15 Jahre hinter Gitter musste, die die ihn all die Zeit am Leben hielt und die ihn doch kein einziges Mal im Gefängnis besucht hat. Doch anstatt sich mit ihr zu versöhnen und zusammen nun endlich ein unbeschwertes Leben zu führen kommt es ganz dicke. Seine damalige Geliebte Anna (Ivana Miličević) besitzt nun den Decknamen Carrie und ist mit dem Anwalt Gordon Hopewell (Rus Blackwell) verheiratet. Mit zwei Kindern wohnt sie in der von außen langweilig scheinenden Kleinstadt Banshee, welche der Serie ihren Namen gibt. Doch anstatt dass unser gebrochener und wütender "Held" abhaut und sich ein eigenes Leben aufbaut, trifft er eine für alle Beteiligten fatale Entscheidung. Bei einem eskalierenden Überfall auf eine Kneipe sieht er den künftigen Sheriff Lucas Hood, der am nächsten Tag in Banshee anfangen sollte, sterben und übernimmt kurzerhand dessen Identität. Nun ist unser Antiheld nicht mehr namenlos, er heißt Lucas Hood.

Danach vergräbt er mit dem Inhaber der Bar, dem in die Jahre gekommen Boxer und ebenfalls Ex-Knacki Sugar (Frankie Faison), schnell die Leichen und zieht neben der Bar in einen Raum, der mehr an eine Abstellkammer als eine Wohnung erinnert, ein. Nur rechnet Lucas nicht damit, dass er nicht nur mit seiner Vergangenheit in Form vom ukrainischen Gangster-Boss Rabbit (Ben Cross), vor dem er nach einem Diamantenraub mit Anna fliehen wollte, wobei er von der Polizei geschnappt wurde und ins Gefängnis kam, kämpfen muss, sondern auch mit dem zwielichtigen Geschäftsmann Kai Proctor (Ulrich Thomsen), der seine Finger überall in Banshee im Spiel zu haben scheint. Hood muss also nun versuchen ein guter Polizist zu sein, an Anna heranzukommen und gleichzeitig vor Rabbit geheim halten, wo er sich befindet. Doch die "ruhige" Stadt hat noch einiges mehr zu bieten.

Banshee Staffel 1 Bild 2"Banshee" ist von ihrer filmischen Qualität schon mal wirklich nicht schlecht. So sieht man in einigen Folgen wirklich starke Kamerafahrten und Szenen, wie sie vielleicht nicht besonders innovativ oder neu sind, aber stimmig und solide das tun, wozu sie da sind: Sie sehen gut aus. Oft greift die Serie auf Flashbacks zurück, von denen manche wirklich gut sind (z.B: in Folge 6 "Wicks" kommen einige tolle Gefängnis-Flashbacks vor), manche aber auch eher nervig (z.B: Die Vergangenheit des Pärchens Lucas und Anna, die oft eher weniger gut gemacht sind). "Banshee" greift auf einen sehr stimmigen und passenden Soundtrack zurück und generiert gerne auch beklemmend eklige Bilder und Angst einflößend brutale und reale Szenen, bei denen man zum Teil wirklich gerne wegsehen würde. Das ist einerseits positiv, da hier weder Gewalt noch Sex in irgendeiner Hinsicht versucht werden zu zensieren, andererseits schlägt es dann irgendwie doch über die Stränge, wenn man das Gefühl bekommt, in jeder Folge muss mindestens eine explizite Sexszene sein, oder eine gewisse Menge an Schlägen ausgeteilt werden, damit die Macher der Serie zufrieden gestellt sind. Dadurch wirkt das dann leider an einigen Stellen doch eher gestellt, als wirklich authentisch und gut. So nervt zum Beispiel Proctors anscheinend dauernackte Nichte Rebecca manchmal gewaltig oder auch Hood, der mit jedem zweiten weiblichen Charakter ins Bett springt.

Die Handlung ist ziemlich verstrickt und gestaltet sich teilweise auch als äußerst interessant, allerdings mit starken Differenzen zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen. So schafft es die Geschichte um Rabbits ukrainische Mafiosi nie wirklich zu packen, mehr wird sie einem Klischee nach dem anderen gerecht, wodurch Hoods Vergangenheit leider immer mehr ins Uninteressante abgleitet und Ben Cross als Rabbit oft wenig nachvollziehbar erscheint, geschweige denn einen soliden und durchgehend verständlichen Charakter abbildet (am meisten stört hier, wie uns ständig verklickert werden soll, dass Rabbit Schach spielt). Das genaue Gegenteil von Langeweile erfährt man durch Kai Proctors Storyline, dessen zwielichtigen Geschäfte und Intrigen sich als überraschend interessant gestalten und seine Konflikte mit der Stadt, dem ortsansässigen Indianerstamm oder später auch mit Hood gehören zu dem besten was "Banshee" zu bieten hat. Ulrich Thomsen hat die besten Szenen der Serie und auch die besten Dialoge, wodurch es mir nicht schwer fällt zu sagen, dass ich gerne mehr von ihm sehen würde, denn er füllt die Rolle wirklich fabelhaft aus (Ich sage nur "Ein Prosit der Gemütlichkeit!").

Banshee Staffel 1 Bild 3Auch der Australier Anthony Starr weiß in seiner Rolle als penetrant ignoranter Schläger-Bulle aufzugehen. Von ein paar zu starren Dialogen abgesehen bringt er vor allem die ständige Verzweiflung des Charakters sehr gut ins Bild und hat einen gewissen schlagfertigen Witz, welcher in vielen Szenen gut funktioniert. Ebenfalls viel Spaß macht Hon Lee als metrosexueller Asiate und Hacker-Genie Jobe, der sehr unterhaltsam anzusehen ist (vor allem wenn er beleidigend wird) und eine super Hass-Liebe zu Barbesitzer Sugar ausbildet. Eher weniger gut gefallen mir Ben Cross als Rabbit und Ivana Miličević als Anna, doch das liegt hauptsächlich an den teils einfach nicht gut geschriebenen Rollen und weniger an den beiden Schauspielern, die hier versuchen noch das Beste herauszuholen.

Nachdem die ersten 3-4 Folgen alle relativ gut sind, gibt es einen Hänger in der Mitte der Serie, angeführt von einer ziemlich dürftigen Folge, in der eine Bikergang Banshee unsicher macht, doch bis zum Finale fängt sie sich wieder und liefert zwei durchaus gute letzte Folgen ab. Das Staffelfinale lässt so einige Überraschungen hochgehen, bleibt aber leider nicht so konsequent wie gewünscht. Trotzdem stellt es die beste Folge der Staffel dar, hat einige tolle Kampfchoreografien und Schusswechsel und gibt einen interessanten Ausblick auf die Zukunft der Kleinstadt und all ihre schmutzigen Geheimnisse die ans Tageslicht kommen.

Fazit

Wer mit "Banshee" eine Serie erwartet, die mit hochqualitativem Storytelling und ausgefeilten Dialogen nur so gespickt ist… naja, der kann gleich wieder abschalten. Die Show hat einen ziemlich interessanten Plot, der aber durch all die Superlative und die übertriebene Action oft mehr in den Hintergrund rückt. Man sollte also wenn man mit dieser Serie Spaß haben will nicht alles zu ernst nehmen. "Banshee" ist eine ziemlich spezielle Serie und das will sie auch sein. So ist sie sicher etwa für Fans von Action und jeder Menge Frauen und Gewalt, dabei aber nie wirklich niveaulos oder banal, andererseits leider auch nicht bahnbrechend bedeutungsvoll. Mithalten mit den ganz großen Serien kann sie zweifelsohne nicht, aber das versucht sie ja auch gar nicht. Die erste Staffel ist unterhaltsam und vor allem Ulrich Thomsen als Bösewicht Proctor immer wieder eine Augenweide. Deswegen hoffe ich darauf, dass es in Zukunft mehr von ihm und weniger von Rabbit zu sehen gibt und sehe letzten Endes in der ersten Staffel von "Banshee" durchaus Potenzial für die Serie, aber eben auch noch einiges an Luft nach oben.

Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (2014)

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Birdman (2014) Filmkritik

Birdman, USA 2014 • 119 Min • Regie: Alejandro González Iñárritu • Mit: Michael Keaton, Emma Stone, Edward Norton, Zach Galifianakis, Naomi Watts, Lindsay Duncan, Andrea Riseborough, Amy Ryan • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 29.01.2015 • Deutsche Website

Wow – Was für eine künstlerische und technische Symbiose von Theater und Kino! „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ macht hier künstlerisch und technisch beinah beiläufig aus dieser Fusion eine Win-Win-Situation. Das gleichermaßen prächtig aufspielende Schauspielerensemble und die bitterbösen Satirespitzen auf Hollywood’sche Oberflächlichkeit, Verlogenheit der voreingenommenen Kritiker und die sensiblen Befindlichkeiten von Broadwaystars sind ein Fest. Vorne an von Ex-Batman-Ikone Michael Keaton als „Birdman“ angeführt, erweist sich dieser Besetzungskniff als wahre Goldgrube für ironische Doppelbödigkeit, wenn es darum geht, auf dem Mikrolevel beispielhaft eine fast senile, brachliegende Karriere zu reanimieren, oder auf dem Makrolevel das gesamte Business zu verhöhnen. Mehr noch: Die Selbstreflexivität wird durch Michael Keaton auf die exponentielle Spitze getrieben. Der Regisseur Alejandro González Iñárritu („Babel“) holt das Maximum aus seiner Vision, der fingerfertigen, gleitenden Kamera und seinen Darstellern heraus: Grandios und nicht zu Unrecht im Oscar-Rennen 2015 dabei. Seht her!

Birdman (2014) Filmbild 4Riggan Thomson ist „Birdman“; ein Idol, eine Ikone, eine ausgelutschte, abgehaflterte Karriere. Vor langer Zeit war Riggan ganz groß im Geschäft, doch seine Zeit ist vorbei. Überambitioniert, mit fast blinden Aktionismus und schierer Verzweiflung will der Schauspieler ein Broadway-Stück aufführen, damit er allen und speziell sich als „Birdman“ beweisen kann, dass er es immer noch kann. Der drückende Zeitplan, die Vorbereitungen für die Premiere und der Ausfall eines wichtigen Darstellers sind nervöses Dynamit. Ersatz ist zum Glück in Mike Shiner (Edward Norton) rasch besorgt, der sich jedoch als streitsüchtiger Schürzenjäger entpuppt. Aufgrund seiner Genialität als Schauspieler wird er kurzfristig in den Cast integriert. Riggans Tochter Sam (Emma Stone), die gerade erst aus einer Rehab-Klinik kommt, wird prompt von ihm angeflirtet. Als wäre dies nicht genug, offenbart Freundin und Kollegin Laura (Andrea Riseborough) ihrem Lover Riggan, schwanger zu sein. Riggans Ex-Frau Sylvia (Amy Ryan) möchte auch ihr Ei zwischendurch mit hereinschlagen und Manager Jake (Zach Galifianakis) versucht das Konvolut aus Schauspieler-Nervenbündeln im Broadwaytheater-Vorpremieren-Alltag und vor allem das Geld zusammenzuhalten.

Birdman (2014) Filmbild 1Batman, äh natürlich „Birdman“ Michael Keaton ist die Speerspitze dieses spielfreudigen Kreuzzuges durch die unwirtlichen Charakterwüsten von Hollywood-Sternchen, Möchtegern-Künstlern und scheinbar sonstigen Taugenichtsen, die sich alle gegenseitig das Leben schwer machen. Als Vorwand dient der künstlerische Anspruch, um die notgeile Geltungsbedürftigkeit der einen und irgendwie unverhohlene Profitgeilheit der anderen zu kaschieren. Keatons Rolle verfügt über übersinnliche Kräfte, kann er mittels Gedankenkraft beispielsweise einen Scheinwerfer auf einen untalentierten Schauspielerkollegen fallen lassen, um diesen durch den exzentrischen Draufgänger Edward Norton zu ersetzen (der obendrein ein dicker Name am Broadway ist – Ticketverkauf!). Abseits davon schwebt er als Meditationsform in seiner Umkleide herum und lauscht der brummenden schizophrenen Badass-Stimme von „Birdman“ in seinem Kopf. Hier hören er und der Zuschauer den Off-Kommentar eines übergroßen Egos bei der Reflektion des Geschehens zu. „Birdman“ ist für Riggan Thomson hilfreicher, motivationaler Anker, aber auch leidvoller Ballast zugleich. Ignoranz und Beharrlichkeit können Tugenden sein, um ein Ziel zu erreichen. Mit welcher Erkenntnisresistenz man nun zu Tate schreitet, ist jedoch essentiell. Wie bereits in anderen Werken („Biutiful“), lässt Alejandro González Iñárritu das Fantastische mit der realen Welt im Einklang verschmelzen. Neben Keatons Mut zur authentischen und natürlichen Normalo-„Hässlichkeit“ (Perücke über das ohnehin dünne Haar), überzeugt sein völlig selbstsicheres, selbstironisches Auftreten. Ein durch und durch ambivalenter Charakter, der eine Beachtung seitens der Oscar-Wähler garantieren sollte. Als Punkt auf dem „i“ erweist sich Riggans Flugfähigkeit als freche Metapher für den Höhenflug blasierter, aufgeblasener Promis.

Birdman (2014) Filmbild 3So viel der Vorschusslorbeeren für Michael Keaton, begeistert der restliche Cast keineswegs weniger. Sogar die Nebenrollen sind hitverdächtig. Naomi Watts tapst als alternde, auf den Erfolg wartende Broadway-Sirene Lesley durch die Theaterschluchten. Während Andrea Riseborough als Laura ihr verschrobenes Techtelmechtel mit Riggan bejammert, grämt sich Lesley wegen ihrer stagnierenden Karriere. Beide trösten sich mit abgedroschenen Floskeln trauernder Diven des Showbiz à la „Herzchen, du bist klasse, denk‘ nicht an die anderen da draußen“, was schließlich in einer der zahlreichen bösartigen satirischen Gipfel kulminiert, wenn sie sich am Ende belächeln und einsehen, wie fade, hohl, verlogen und hinterfotzig dieses Gerede an sich ist. Emma Stone brilliert in der Rolle von Riggans Assistentin und Tochter Sam mit emotionaler Labilität (Drogensucht, schwieriger Künstler-Daddy) und teilt sich mit Edward Norton einige sehr verruchte Augenblicke. Der dandyhafte Exzentriker Mike (Edward Norton) rauscht phänomenal mit seiner nervigen Künstleraffektiertheit und dem Gespür, ständig zum falschen Zeitpunkt Frauen anzubaggern (Ex-Freundin Lesley, Riggans Tochter Sam), durch die Theaterproduktion. Um nicht noch mehr vorwegzunehmen, soll dies zu den schauspielerischen Paradeleistungen genug sein. Iñárritu gelingt es, von Manager Jake bis hin zur Kritikerkönigin Tabitha (Lindsay Duncan) oder gar Riggan selbst quasi als Archetypen für seinen persiflierenden, kritikfreudigen Spießrutenlauf durch das Showgeschäft anzulegen, sodass jede Seite von dem Manager-„Freund“ bis hin zur Missgunst der Kritikergilde oder Schauspieler, die den letzten verzweifelten Griff nach dem verbleibenden Strohhalm ihrer Karriere wagen, den Spiegel vorgehalten bekommen. Dies gelingt dem Schreiberling (nicht nur Iñárritu) und zugleich Regisseur unaufdringlich und teilweise auch subtil, dass Manches einem erst hinterher so richtig einleuchtet, mit Nachbrenneffekt.

Birdman (2014) Filmbild 2Das Setting bleibt zum größten Teil indoor in einem Broadwaytheater. So bekommt man dann auch ganz nonchalant die verwinkelten labyrinthenhaften Ecken eines solchen Theaters vorgeführt. Die ganze Arbeit an so einem Stück wird dadurch greifbar gemacht. Das ganz große Lob heimst die schwebend, gleitende, weitestgehend schnittfreie Kameraführung ein. Hitchcocks „Cocktail für eine Leiche“ kam bereits (fast) ohne Schnitte aus und eingesetzt als Stilmittel in moderneren Filmen sorgte zum Beispiel die lange Kamerafahrt zu Beginn in „Gravity“ für eine unglaubliche Tiefe und Schwerelosigkeit, oder die Gefängnishof-Kampf-Szene in „The Raid 2“ gewann an epischer Dynamik. Alejandro González Iñárritu lässt seine Kamera bei Zeiten fast unentschlossen hinter irgendeinem der Figuren seines Films her stiefeln, als sei der Zuschauer ein unbeteiligter, unsichtbarer Dritter im Raum. Meist befindet man sich im Verfolgermodus und bleibt dann auf dem Weg wieder bei dem nächsten Aufeinandertreffen der Figuren im Theater hängen. Untermalt wird dies von Marsch-artigen Drumsets, die niemals lediglich als Tusch herhalten, sondern akzentuiert die wabernde, emsige, hektische Interaktion in dem Theater wiederhallen lassen.

Im Kern geht es neben Satire auch um die Phase im Leben eines Menschen, wenn er aus der Vogelperspektive (!) auf den status quo hinabblickt und erschreckt feststellt, dass er von den einst edlen Ideen weit weg ist und mehr Schäume als Träume auf der Haben-Seite zu verbuchen sind. Oder noch viel schlimmer: Wenn man etwas erreicht und leider leichtfertig verspielt hat. Fehlende Anerkennung, verlorener Stolz, zu viel Stolz, ruinierte Beziehungen, egoistische Ausschweifungen, Geringschätzigkeit für echte Lebensinhalte und falsche Götzen prasseln allesamt als Shitstorm auf die Hauptfigur nieder, die den Kopf mit allen Mitteln einfach nur über Wasser halten möchte/muss. Dieser Film jongliert dieses Gesamtpaket beeindruckend virtuos, ohne schwer zugänglich zu sein. Die ineinander schmelzenden Amouren von Theater und Film waren noch nie so geschmeidig und ungekünstelt auf derlei vielen Ebenen. Auf ebenso vielen Ebenen funktionieren die Andeutungen in das Fantastische im Wechselspiel zur eigenen Realität des Films und des dargebotenen Settings. Ferner watet diese Charakterstudie der Film- und Kunstindustrie mit freimütiger, bissiger Krittelei auf, die dermaßen ohne Umschweife austeilt, dass Oscarwählern „Birdman“ zu böse sein könnte und eine Auszeichnung verwehrt bleibt. Als besonderen Schlussakkord lässt Alejandro González Iñárritu auch kein gutes Blatt an dem Beauty-Wahn und plastischer Chirurgie und gibt dem Zuschauer eine letzte Gelegenheit einen gerechtfertigten Höhenrausch von "Birdman" Riggan selbst zu interpretieren.

Trailer

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 24 – Heiligabend-Gewinnspiel

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Adventskalender 2014 Gewinnspiel

Filmfutter-Adventskalender-Gewinnspiel #4

Gratuliere!

Du hast alle Adventskalender-Rätsel der vierten Woche richtig gelöst und kannst jetzt an unserem dritten Adventsgewinnspiel teilnehmen! Die ersten drei Teilnehmer gewinnen garantiert. Das sind unsere drei Preise am vierten Advent:

1 x BluRay von My Week with Marilyn
1 x BluRay von Der Hobbit – Smaugs Einöde
1 x BluRay von American Hustle

Adventskalender 2014 Gewinnspiel Smaug Adventskalender 2014 Gewinnspiel American HustleAdventskalender 2014 Gewinnspiel My Week with Marilyn

Das Gewinnspiel ist leider vorüber!

 

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 23

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Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten Der Polarexpress

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Der Polarexpress

Wir sind beim letzten Film unserer Liste der 20 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten angelangt und für dieses Türchen habe ich einen ganz besonderen Streifen aufbewahrt. Viele Filmliebhaber haben ihre persönlichen Weihnachtsklassiker. Manche schauen jedes Jahr gerne Ist das Leben nicht schön?, andere bevorzugen Stirb langsam und für weitere gehört Tatsächlich…Liebe um diese Jahreszeit in den Player. Es sind allesamt tolle Filme und haben auf jeden Fall ihre Berechtigung als Weihnachtsklassiker, doch mein persönlicher jährlicher Favorit der festlichen Zeit ist seit 2004 Robert Zemeckis' Der Polarexpress. Die Verfilmung eines Kinderbuchs des US-Autors Chris Van Allsburg ist kein perfekter Film. Mehrere Filme in unserem Adventskalender, darunter auch die oben aufgeführten, sind bessere Filme als Der Polarexpress, doch keiner davon bringt mich so sehr in die Weihnachtsstimmung wie dieser.

Die Geschichte eines Jungen, der den Glauben an den Weihnachtsmann langsam verliert und an Heiligabend von einem geheimnisvollen Zug, der gen Nordpol fährt, abgeholt wird, um mit anderen Kindern Abenteuer zu erleben, bildet in meinen Augen in vielerlei Hinsicht die Essenz eines weihnachtlichen Films. Man kann sich bestimmt lange darüber aufregen, dass die damals noch nicht ganz ausgereifte Motion-Capture-Animation den menschlichen Figuren leicht unheimliche Züge und "tote" Augen verleiht, doch ich sehe jenseits dieser technischen Details. Mit magischen Bildern, einem tollen Tom Hanks (in sechs Rollen!) und einem zauberhaften Film-Score fängt der Film die weihnachtliche Atmosphäre ein und spricht das kindlich Unschuldige in dem Zuschauer an, etwas, das ale ab einem gewissen Alter verlieren, wenn man aufhört, an viele wundersame Dinge zu glauben. Jahr für Jahr verdrängt der Film jeden Zynismus aus mir und hinterlässt mich mit einem breiten Lächeln. Es ist nicht der beste Film von Robert Zemeckis, der auch für Klassiker wie Zurück in die Zukunft, Forrest Gump und Falsches Spiel mit Roger Rabbit verantwortlich ist, doch es ist trotzdem ein Film, der, wie ich glaube, die Zeit überdauern wird. Für mich ist er jetzt schon ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit und eine Ablöse ist nicht in Sicht.

Wusstet Ihr, dass…

Der Polarexpress der erste Animationsfilm war, der mittels des Motion-Capture-Verfahrens produziert wurde, das zuvor beispielsweise zur Animation von Gollum in Der Herr der Ringe zum Einsatz kam? Dabei spielen die mit Sensoren ausgestatteten Schauspieler ihre Rollen real und ihre Bewegungen und ihre Mimik wird später auf die animierten Figuren übertragen. Robert Zemeckis verwendete diese Technik auch bei seinen nächsten beiden Filmen, Beowulf und Eine Weihnachtsgeschichte.

Adventskalender-Rätsel – Woche 4 Rätsel #2

Einige Jahre nach Der Polarexpress inszenierte Regisseur Robert Zemeckis mit Disneys Eine Weihnachtsgeschichte einen weiteren animierten Weihnachtsfilm. Wie lautet der Nachname des Schauspielers, der darin der Hauptfigur Scrooge seine Stimme und seine Bewegungen lieh?

Die Antwort (kleingeschrieben) ist das zweite von zwei Wörtern (ohne Leerzeichen dazwischen), aus dem sich der Code zusammensetzt, mit dem sich unser Gewinnspiel-Tresor am 24.12. knacken lässt.

Hier geht es zu den Regeln.

Exodus: Götter und Könige (2014)

Exodus (2014) Beitrag

Exodus: Gods and Kings, USA/GBR 2014 • 150 Min. • Regie: Ridley Scott • Drehbuch: Adam Cooper, Bill Collage, Jeffrey Caine, Steven Zaillian • Mit: Christian Bale, Joel Edgerton, María Valverde, Ben Kingsley, John Turturro, Aaron Paul, Ben Mendelsohn, Sigourney Weaver • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 25.12.2014 • Deutsche Website

Handlung

Moses (Christian Bale) wird wie ein Sohn von Pharao Seti (John Turturro) an dessen Hof aufgezogen. Doch nur Ramses (Joel Edgerton) ist ein leiblicher Abkömmling des Pharao. Nach Setis Tod wird somit auch Ramses der neue Anführer des ägyptischen Volkes. Über eine Spitzelaktion wird dem Pharao die wahre Abstammung von Moses zugetragen. Da er ausgerechnet ein Hebräer sein soll, also dem Volk entstammt, das die Ägypter versklavt haben, verbannt er seinen „Bruder“. Als Moses seine Herkunft akzeptiert und einen göttlichen Auftrag erhält, findet er seine neue Bestimmung. Er soll die Hundertausenden hebräischen Sklaven aus den Fängen des ägyptischen Pharao befreien und sie nach Kanaan, in das gelobte Land, führen. Doch dafür muss er sein eigenes Leben, seine Frau Zippora (María Valverde) und seinen Sohn Gershom zurücklassen. Einzig und allein den Weisungen Gottes folgend, begibt er sich in eine ungewisse Zukunft.

Kritik

Exodus (2014) Bild 3Ridley Scott, der Erschaffer von Filmperlen wie Alien, Blade Runner und Gladiator, meldet sich mit einem biblischen Epos zurück. Exodus: Götter und Könige ist ein moderner Monumentalfilm, wie man ihn sich von Scott wünscht. Optisch und technisch ist das Werk rundum gelungen auf die Leinwand gebracht. Es ist immer wieder beeindruckend, wie professionell und gekonnt Scott hinter der Kamera die Fäden zieht und wie viel Herzblut er in den Film mit einbringt. So sind die Bilder, die in zweieinhalb Stunden über die Leinwand fliegen, Unterhaltung pur. Und genau so sollte man das gesamte Werk auch verstehen, als Unterhaltungsfilm. Wer zu sehr auf erzählerische Perfektion hofft, wird hingegen schnell enttäuscht. Denn dieser Punkt versetzt der Euphorie einen Dämpfer – und zeigt einmal mehr, dass Ridley Scott in den letzten Jahren nicht unfehlbar war.

Die Story dürfte dem Gros des Publikums bekannt sein. Die Geschichte von Moses wurde bereits unzählige Male erzählt und auch filmisch immer wieder aufbereitet. Und doch ist Scotts Version anders. Auffällig ist, dass er die biblischen Geschehnisse plausibel statt allzu mystisch darstellt. Dabei sind ihm zwar Grenzen gesetzt, doch an den Stellen, an denen sich etwas mehr Realität anbot, hat er sie auch geliefert. Auch eine klare Einteilung der Charaktere in Gut und Böse ist besonders am Anfang schwer auszumachen. Das beste Beispiel ist seine Darstellung von Gott. Einen brennenden Busch sprechen zu lassen passte nicht in das Konzept des Pragmatikers. Gott durch die Erscheinung eines kleinen Jungen sprechen zu lassen, der sehr dominant statt gutmütig daherkommt, passt da schon eher.Exodus (2014) Bild 1 Auch das Meer wie im Filmklassiker Die Zehn Gebote in links und rechts zu teilen erschien Scott zu realitätsfern, also benutzt er einen Ebbe-Flut-Mechanismus, den man leichter nachvollziehen kann. Diese Interpretationen und Sichtweisen auf eine der ältesten Geschichten der Welt wirken nicht, als wolle Scott die Bibel infrage stellen. Sie dienen ihm vielmehr dazu, das auf die Leinwand zu bringen, was er von Anfang an geplant hat: eine klassische Geschichte mit modernen Mitteln als Unterhaltungsfilm neu zu erzählen.

Im Gegensatz zu Darren Aronofskys Bibelverfilmung Noah aus diesem Jahr wird in Exodus: Götter und Könige auf Fantasy-Wesen (Stichwort: sprechende Steinkolosse) verzichtet. Weder bei der Darstellung der Plagen noch bei unerklärlichen Phänomenen driftet er in den Bereich Fantasyfilm ab. Das dürfte ihm einige Kritik ersparen, die Aronofsky über sich ergehen lassen musste. Auch das unterstreicht das Profil seines Unterhaltungsfilms. Einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Originalstoff räumt Scott kaum Platz ein. Stattdessen zeigt er das, was er kann: große Schlachten, opulente Massenszenen und geniale Bilder.

Das Negative an Exodus: Götter und Könige resultiert aus dessen Positivem. Ridley Scott richtet seinen Blick zu sehr auf das Drumherum und vernachlässigt damit die Handlung. Ein Fehler, den er in den letzten Jahren häufiger begangen hat. Ein gutes Beispiel dafür ist das Alien-Prequel Prometheus von 2012, in dem einige Figuren nicht merklich zur Handlung beitragen und ins Überflüssige abgleiten. Das ist auch ein Problem seines aktuellen Films. In den ersten Filmminuten scheint es, als soll die Geschichte aus Moses’ und Ramses’ Sicht gleichermaßen erzählt werden. Genau dadurch wirkt die Einteilung in Gut und Böse auch nicht klar wie in einem Disney-Film. Doch als die Ägypter durch die Plagen in Schwierigkeiten kommen, wird ihr Leid urplötzlich ins Lächerliche gezogen. Am eindeutigsten wird dies durch den ägyptischen Wissenschaftlers dargestellt, der versucht, die Plagen logisch zu erklären und scheitert. Die Rolle wurde mit Trainspotting-Star Ewen Bremner bezüglich der Darstellung des Verrückt-Lächerlichen perfekt besetzt.Exodus (2014) Bild 2 Doch das passt nicht dazu, dass zunächst viel Kraft auf die Entwicklung des Leidens und die Verzweiflung des ägyptischen Volkes gelegt wurde. Dadurch wirkt auch Moses nicht mehr heldenhaft, sondern überheblich. Das passt wiederum nicht zum Rest. Schließlich stellt Christian Bale Moses nicht als Superhelden dar, sondern als einfachen Mann, der seinem inneren Ruf nach Befreiung folgt – auch wenn das Unterfangen aussichtslos erscheint.

Neben dem strengen Perspektivwechsel ist die Liebesgeschichte, die um den Hauptplot drapiert wird, nicht nachvollziehbar genug. Am Anfang wirkt die Beziehung von Moses und Zippora noch romantisch, als Lichtblick im Leben eines gebrochenen Mannes. Doch zum Schluss hin gleitet diese Romantik ins unnötig Kitschige ab. Das erinnert stark an das Ende von Paul W. S. Andersons Pompeii. Dass Scott dafür den Zehn Geboten dann sträflich nur ein paar Filmsekunden widmet, lässt die biblischen Grundstory zu hinfällig erscheinen.

Die Kritikpunkte kann auch der starke Cast nicht vollends kompensieren. Aber immerhin beschert er Scott noch einen Pluspunkt. Denn nicht nur die Leistungen des Moses-Darstellers Christian Bale, der bekannt für seine starken Charakterrollen ist, verleihen dem Film den Glanz, den sich Scott erhofft hat. Selbst Nebenrollen wurden hochrangig besetzt und haben damit zur filmischen Qualität beigetragen – auch wenn man sich einige Rollen, wie die von Sigourney Weaver und Ben Kingsley, mit mehr Tragweite gewünscht hätte.

Fazit

Dass Ridley Scott ein Talent für herausragende Filme hat, steht außer Frage. Und doch scheint er sich in den letzten Jahren zu einseitig mit seinen Filmen auseinanderzusetzen. Handwerklich sind sie einwandfrei, doch erzählerisch bleibt einiges auf der Strecke. Exodus: Könige und Götter unterstreicht seine Fähigkeit, großartige Bilder zu zeigen, die einem den Popcorn-Verzehr versüßen. Er liefert einen modernen Monumentalfilm, der mit einer Topbesetzung und genialen Sets und Kameraeinstellungen punktet. Trotz der Kritik an Plot und Figuren sind kurzweilige zweieinhalb Stunden garantiert. An seinen letzten Riesen-Box-Office-Hit Gladiator, der fast 15 Jahre her ist, reicht er aber nicht heran.

Trailer

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 22

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Adventskalender Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Die Muppets-Weihnachtsgeschichte

Charles Dickens' "Die Weihnachtsgeschichte" zum zweiten! Hat  Die Geister, die ich rief die Handlung noch in die Moderne verlegt, erzählt Die Muppets-Weihnachtsgeschichte noch die klassische Version die Geschichte um den garstigen Geizhals Ebenezer Scrooge (Michael Caine), der von drei Weihnachtsgeistern besucht und bekehrt wird – nun ja, insoweit man die Version mit den Muppets als klassisch bezeichnen kann. Kurioserweise funktioniert der Film sowohl als eine recht getreue Adaption von Dickens' Werk als auch als ein waschechter Muppets-Film mit flotten Songs und einer gehörigen Portion Satire und ironischer Selbstverweise. Ersteres ist vor allem Michael Caines unglaublich hingebungsvoller Performance zu verdanken, der sich gar nicht anmerken lässt, dass er hier mit Stoffpuppen interagiert. Caine spielt sich die Seele aus dem Leib und geht die Rolle so an, als würde er in einem waschechten historischen Kostümdrama spielen. Überraschenderweise funktioniert das sogar im Rahmen eines Muppets-Film, was wohl der endgültige Beweis von Caines ungeheurem Talent ist.

Doch auch die Muppets-Fans werden nicht enttäuscht, denn die Dickens-Geschichte wird immer wieder mit Seitenhieben, ironischen Anmerkungen und allerlei Muppets-typischen Albernheiten gewürzt. Diese gehen fast gänzlich aufs Konto von Gonzo, der als Charles Dickens (!) durch die Geschichte führt, und Rizzo die Ratte als…Rizzo die Ratte. Das sind eben die Muppets!

Wusstet Ihr, dass…

es der erste Muppets-Film war, in dem keine Figuren aus der "Sesamstraße" aufgetreten sind?

Adventskalender-Rätsel – Woche 4 Rätsel #1

Die Originalsprecher von Miss Piggy, Fozzie Bär und Tier lieh auch dem Jedi-Meister Yoda seine Stimme. Wie lautet sein Nachname?

Die Antwort (kleingeschrieben) ist das erste von zwei Wörtern (ohne Leerzeichen dazwischen), aus dem sich der Code zusammensetzt, mit dem sich unser Gewinnspiel-Tresor am 24.12. knacken lässt.

Hier geht es zu den Regeln.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 21 – Adventsgewinnspiel #3

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Nachts im Museum 3 Gewinnspiel

Filmfutter-Adventsgewinnspiel #3

Gratuliere!

Du hast alle bisherigen Adventskalender-Rätsel der dritten Woche richtig gelöst und kannst jetzt an unserem dritten Adventsgewinnspiel teilnehmen! Die ersten drei Teilnehmer gewinnen garantiert. Das sind unsere drei Preise am vierten Advent:

1 x Amazon-Gutschein über €25,-

Filmfutter Adventskalender Gewinnspiel Amazon Gutschein

2 x Fanpakete zu Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal

Wir freuen uns zum Kinostart (18.12.) des dritten Teils der erfolgreichen Fantasy-Filmreihe mit Ben Stiller und Robin Williams (hier in einer seiner letzten Filmrollen) mit freundlicher Unterstützung von 20th Century Fox Deutschland zwei Fanpakete verlosen zu dürfen. Diese beinhalten ein exklusives Walkie-Talkie mit Filmlogo, den frechen Affen Dexter als Kuschentier und eine DVD-Box mit den ersten beiden Teilen der Filmreihe. Damit könnt Ihr Euch schnell auf den aktuellen Stand bringen und den dritten Teil des spaßigen Franchises im Kino anschauen. Die Abbildungen zu den Preisen, die Plotbeschreibung und den Filmtrailer findet Ihr unten:

Filmfutter Adventskalender Gewinnspiel Nachts im Museum 3

"Nachtwächter Larry (Ben Stiller) und seine historischen Freunde aus dem Museum wie Octavius (Steve Coogan), Jedediah (Owen Wilson) und Teddy Roosevelt (Robin Williams) müssen eine abenteuerliche Reise nach London ins Britische Museum unternehmen, um ihr Überleben zu sichern. Denn die Tafel von Akmenrah beginnt ihre Magie zu verlieren und nur die ursprünglichen Besitzer – die Eltern des Akmenrah – wissen wie diese erhalten werden kann. Hier angekommen, erwachen ganz neue historische Figuren zum Leben, so dass Larry und seine Freunde von einem Abenteuer ins nächste stolpern. Aber die Zeit drängt, denn die Tafel verliert mehr und mehr ihre Kraft…" (Quelle: 20th Century Fox Deutschland)

https://youtu.be/emp28wboILE width="600″ height="350″]

Das Gewinnspiel ist leider vorüber, aber an Heiligabend wird ein letztes Mal was verlost!

 

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 20

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Nightmare Before Christmas Die besten Weihnachtsfilme

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Nightmare Before Christmas

Nightmare Before Christmas ist der zweite Animationsfilm auf unserer Liste und hier werden gleich zwei Festtage zelebriert, denn er eignet sich ebenso sehr zu Weihnachten, wie auch als klassischer Halloween-Film. Basierend auf Tim Burtons gleichnamigem Gedicht (jedoch entgegen dem verbreiteten Irrglauben nicht von ihm selbst inszeniert) und beeinflusst durch Burtons Stil, erzählt der Stop-Motion Film die Geschichte von Jack Skellington, dem Kürbiskönig in Halloweentown, der im Gegegsatz zu seinen schaurigen Untertanen der ständige Routine von Halloween überdrüssig ist. Durch einen Zufall gerät Jack nach Christmas Town, wo stattdessen Weihnachten im Mittelpunkt steht. Überwältigt von der Pracht und der Fröhlichkeit der Weihnachtszeit, beschließt Jack kurzerhand, den Weihnachtsmann zu entführen und an seiner Stelle das Weihnachtsfest auszurichten – mit desaströsen Konsequenzen.

Nightmare Before Christmas hat seit nach seinem Release vor über 20 Jahren eine ganze Generation der Goth-Kids beeinflusst und das hat auch einen Grund. Allein aus produktionstechnischer und visueller Hinsicht, ist der Film ein Wunderwerk, das sich vor dem deutschen Expressionismus der zwanziger Jahre respektvoll verneigt, und bleibt als Stop-Motion-Film bis heute unerreicht. Es hat durchaus seine Berechtigung, dass der Film seinerzeit bei den Oscars für "Beste visuelle Effekte" nominiert wurde. Die Detailverliebtheit der Filmemacher ist atemberaubend und man kann sich die Menge an Arbeit, die in den Film gesteckt wurde, kaum vorstellen. Ein weiterer Grund für die anhaltende und verdiente Popularität des Films, ist die einprägsame Musik von Danny Elfman, der auch viele der Filmlieder in der Originalfassung selbst gesungen hat. In seiner 75-minütigen Laufzeit zeugt der Film von mehr Phantasie als viele zweieinhalbstündige Fantasy-Epen heutzutage.

https://youtu.be/2jjnIaVAVCs

Zusätzlich zu dem Trailer möchte ich Euch aber auch dieses saulustige Video nicht vorenthalten, in dem einer von Jack Skellingtons Songs eine etwas weniger jugendfreie Überarbeitung bekommen hat und vermutlich die Gefühle widerspiegelt, die manche Leute gegenüber Weihnachten empfinden…

https://youtu.be/K6WmfurFWBM

Wusstet Ihr, dass…

während der Produktion über 400 Köpfe mit verschiedensten Gesichtsausdrücken alleine für die Hauptfigur Jack Skellington benutzt wurden?

Adventskalender-Rätsel – Woche 3 Rätsel #6

Wie heißt der Regisseur von Nightmare Before Christmas?

(z) Tim Burton

(o) Henry Selick

(i) John Lasseter

Der Buchstabe in Klammern ist das sechste von sechs Zeichen, aus dem sich der Code zusammensetzt, mit dem sich unser Gewinnspiel-Tresor knacken lässt.

Hier geht es zu den Regeln.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 19

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Die besten Weihnachtsfilme Stirb langsam

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Stirb langsam

"Jetzt habe ich auch eine Maschienenpistole – Ho, Ho, Ho!"

Keine Liste der besten Weihnachtsfilme aller Zeiten kann ohne diesen Klassiker auskommen. Für einige Leute gehört Ist das Leben nicht schön? zu Weihnachten dazu und für manche ist Gremlins Pflicht, doch wem das alles zu zahm ist, der kann sich Jahr für Jahr damit vergnügen, Bruce Willis in der besten Rolle seines Lebens zuzuschauen, wie er die Geiselnehmer im Nakatomi Plaza dezimiert. Als richtiger Mann am falschen Ort zur falschen Zeit ist sein John McClane einer der besten Actionhelden aller Zeiten, vor allem, weil er zwar ein absoluter Badass, mit gelegentlich coolen Sprüchen ist, zugleich aber auch sehr menschlich rüberkommt, weshalb man als Zuschauer umso mehr mit Willis mitfiebert (ein Aspekt, den die neusten Stirb-langsam-Filme leider völlig vergessen haben, als sie aus McClane Superman gemacht haben). Mit Alan Rickman (in seiner ersten Kinorolle!) hat Willis hier einen mehr als würdigen Gegenspieler. Stirb langsam begründete ein bis heute andauerndes Franchise, machte Bruce Willis zum Weltstar, beeinflusste das Actiongenre nachhaltig und förderte zahlreiche, meist deutlich schwächere, Nachahmer zutage.

Und für alle, die jetzt behaupten möchten, Stirb langsam sein kein klassischer Weihnachtsfilm, denen entgegne ich in den unsterblichen Worten von John McClane: "Yippie-Yah-Yei, Schweinebacke!"

https://youtu.be/5n78XwCDLQU

Wusstet Ihr, dass…

Bruce Willis erst die Hauptrolle bekam, nachdem Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Burt Reynolds, Harrison Ford, Mel Gibson und Richard Gere abgelehnt hatten?

Adventskalender-Rätsel – Woche 3 Rätsel #5

In welcher Stadt spielt Stirb langsam?

(k) New York

(r) Los Angeles

(f) Washington D.C.

Der Buchstabe in Klammern ist das fünfte von sechs Zeichen, aus dem sich der Code zusammensetzt, mit dem sich unser Gewinnspiel-Tresor knacken lässt.

Hier geht es zu den Regeln.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 18

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About a Boy Weihnachtsfilm

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

About a Boy oder: Der Tag der toten Ente

Auch wenn nicht viele About a Boy automatisch mit Weihnachten assoziieren, bedenkt Folgendes: der Film beginnt um die Weihnachtszeit, er endet an Weihnachten und sein Hauptcharakter finanziert sein Leben durch Tantiemen vom Weihnachtssong "Santa’s Super Sleigh", den sein Vater einst geschrieben hat. Das sind die offensichtlichen Aspekte, doch darüber hinaus sind es auch Themen wie Freundschaft, Familie und menschliche Nähe, die About a Boy zu einem perfekten Kandidaten für unsere Liste machen. Es ist ein Film, der es schafft, dass die Freundschaft zwischen einem 38-jährigen Mann (Hugh Grant) und einem 12-jährigen Jungen (Nicholas Hoult) nicht seltsam anmutet. Hugh Grant in der Rolle eines selbstsüchtigen, wohlhabenden Aufreißers, der (zunächst eigennützig) den kauzigen Außenseiter Marcus unter seine Fittiche nimmt, bietet hier die Performance seines Lebens, die bis heute unerreicht bleibt. Obwohl Grant auch hier nicht auf seine leichte Arroganz und den jungenhaften Charme  verzichtet, zeigt er, dass er mehr als nur Romcon-Standardware kann, sondern ein facettenreicher Schauspieler ist. Noch beeindruckender ist aber der junge Hoult, der als Marcus neben seinem erfahrenen Kollegen durchaus bestehen kann und eine tolle Chemie mit seinem Co-Star entwickelt. Toni Collette als Marcus' depressive Hippie-Mutter rundet den Cast ab.

Viele Romane von Nick Hornby wurden fürs Kino bereits adaptiert, doch keins so gut wie About a Boy. Zugegeben, Hornbys Vorlage gehört auch zu seinen stärksten Werken, doch es ist die Symbiose zwischen dem Inhalt, dessen feinfühligen Drehbuchadaption und einem stimmungsvollen Cast, die About a Boy zu einem tollen Feelgood-Streifen macht – trotz seiner Suizidthematik!

Wusstet Ihr, dass…

Brad Pitt die Hauptrolle im Film abgelehnt hat? Seiner Meinung nach wäre es unrealistisch gewesen, wenn jemand, der so attraktiv ist, sich als ein alleinerziehender Vater ausgeben müsste, um Frauen kennenzulernen.

Adventskalender-Rätsel – Woche 3 Rätsel #4

In welcher Reihe von Superhelden-Filmen spielt der Marcus-Darsteller aus About a Boy, Nicholas Hoult, eine Rolle?

(s) Spider-Man

(a) Iron Man

(c) X-Men

Der Buchstabe in Klammern ist das vierte von sechs Zeichen, aus dem sich der Code zusammensetzt, mit dem sich unser Gewinnspiel-Tresor knacken lässt.

Hier geht es zu den Regeln.

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