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"Hannibal" S03E06 "Dolce" Kritik

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Der Artikel enthält einige "Hannibal"-SPOILER zur besprochenen Folge!

Wow! Haben sich einige Stimmen zuletzt gerne mal über die langsame Erzählweise von "Hannibal" beschwert, gibt die dritte Staffel inzwischen mächtig Vollgas. Zwar bleiben viele Beziehungen und Motivationen zwischen den handelnden Charakteren weiterhin im Verborgenen, doch die Aktionen der neuen Episode "Dolce" schlagen trotzdem ein wie Geschosse. Die Folge beschäftigt sich mit allen aktuell erscheinenden Figuren und lässt sie auch aktiv agieren, außerdem beschert sie uns endlich das lang ersehnte Wiedersehen zwischen Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) und Will Graham (Hugh Dancy).

Viel wird diese Folge an Plotproblemen unter den Teppich gekehrt. Schon einige der vorigen Folgen machten das Fehlen von logischen Zusammenhängen mit bloßem visuellem Stil wieder wett, auch hier ist es ähnlich. Zwar mangelt es nicht an Wendungen und Aktionen, doch werden viele Dinge nicht erklärt, stattdessen wird auf Überraschungsmomente gesetzt. Das Verlangen der Zuschauer nach mehr wird mit dieser Folge sicherlich erfüllt, und Zuschauer, die auf schnelles Staunen aus sind, kommen voll und ganz auf ihre Kosten.

Zu Anfang der Folge stürzt der verletzte Hannibal nach dem Kampf mit Jack Crawford (Laurence Fishburne) aus "Contorno" durch das morgendliche Florenz. Daheim angekommen lässt er sich von seiner Tarn-Ehefrau Bedelia Du Maurier (Gillian Anderson) verarzten, die genau weiß, dass Hannibals Freiheit nicht mehr von langer Dauer sein wird. Sie fragt sich nur noch, wer es sein wird, der den Kannibalen zuerst in die Finger bekommt. Sie selbst versucht sich allerdings komplett aus der Situation herauszuwinden, indem sie sich eine Droge injiziert und auf Unschuldslamm macht. Dass das sicher nicht ihre letzte Begegnung mit ihrem Patienten Dr. Lecter war, ist aber auch ihr bewusst:

You may make a meal of me yet, Hannibal. Just not today.

Hannibal Dolce Kritik

Während sich Bedelia herauswindet, kommt Will Graham erst dazu. Sein Sturz vom Zug hat ihm außer ein paar Gesichtsnarben wohl nicht weiter geschadet, auch Chiyo (Tao Okamoto) hat dadurch keine Zeit gewonnen. Etwas schade ist es schon, dass manche Handlungen in der Serie scheinbar sinnlos egalisiert werden. Trotzdem ist es ungemein befriedigend die beiden Hauptfiguren endlich wieder beieinander zu sehen, zu hören, wie sie miteinander sprechen, und ihre gedanklichen Ergüsse teilen. Ein ganz besonderer Moment der dritten Staffel.

If I saw you every day, forever, Will, I would remember this time.

Wunderbar wird die Beziehung der beiden zueinander visualisiert. Eine Folge von "Hannibal", in der der Rezensent nicht auf die beeindruckende Optik eingeht existiert schlichtweg nicht. Auch in Baltimore bekommen wir wieder einige fantastische Augenblicke beschert. Die Sexszene zwischen Alana Bloom (Caroline Dhavernas) und Margot Verger (Katharine Isabelle) gehören zu den verstörend schönsten Bildern der Staffel und bestechen vor allem durch die Verschmelzung der Gesichter beider Frauen.

Hannibal Dolce Kritik

Diese groteske Darbietung weiß auch über die schiere Sinnlosigkeit der Szene hinwegzutäuschen. Sicherlich wird die perfide Beziehung zwischen Alana, Margot und Mason Verger (Joe Anderson) in den nächsten Folgen noch eine wichtige Rolle spielen, doch wirklich essentiell wird sie fürs aktuelle Geschehen noch nicht verkauft. Trotzdem bleibt das Haus der Vergers einer der interessantesten Gesichtspunkte der Serie, vor allem unter dem Aspekt, dass sich Mason zusammen mit seinem Pfleger Dr. Doemling (Glenn Fleshler) eine schöne kleine Speisekarte zusammenbaut um Dr. Lecter gebührend begrüßen zu können.

Das Aufeinandertreffen der beiden soll nicht mehr lang dauern, und nachdem Will einen sehr stupiden Tötungsversuch an Hannibal unternimmt, der leider auch zur etwas zu übertriebenen Plothetze dieser Folge gehört, findet sich unser scheinbar endlos durchgeprügelter Hauptcharakter wieder in den Fängen seines Peinigers wieder. Auch Jack Crawford fällt überraschend einfach auf die Masche herein und wir haben einen illustren Tisch an dem Hannibal diesmal etwas mehr als nur wörtlich an Wills Kopf herumspielt. Ein schneller Schnitt beschert uns ein schönes Bild, dass unsere beiden Hauptfiguren von der Decke hängen lässt.

Hannibal Dolce Kritik

Doch halt, was ist hier eigentlich los? So ziemlich jeder wird sich nach dem Ende dieser Folge wohl erst einmal kurz sammeln müssen, um das gerade Gesehene zu verarbeiten. Schon die Sägeszene ist ein herber Schlag, und dann hängen Hannibal und Will auf einmal wie Schweine von der Decke. Der korrupte Polizist, der sich gegen Ende der Folge mit Bedelia Du Maurier unterhält war wohl schnell genug am Tatort, um Will vor der Skalpierung zu bewahren. Ob das Kommende viel angenehmer für ihn wird? Sicher nicht bei den Plänen, die Mason Verger für die beiden hat. Doch, was ist mit Jack und gelingt es Alana noch Mason und Hannibal dem FBI auszuliefern, bevor es weitere Verluste gibt? Diese Folge war schnell, diese Folge war spritzig, jedoch auch voller Lücken, welche leider zumindest ein bisschen die Stimmung vermiesen. In der Nächsten heißt es dann wohl:

Gentlemen, welcome to Mushrat Farm!

"Hannibal" S03E05 "Contorno" Kritik

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Der Artikel enthält einige "Hannibal"-SPOILER zur besprochenen Folge!

Buon giorno und herzlich willkommen zurück in der düsteren und furchterregend delikaten Welt von "Hannibal". Wir lassen uns von den Problemen, die die Serie mit der Suche nach einem neuen Zuhause hat nicht verunsichern, und betrachten die neue Folge "Contorno". Nachdem wir zuletzt in "Aperitivo" wieder etwas in der Zeit zurückreisen durften und über das Wohlergehen unserer Lieblingscharaktere aufgeklärt wurden, kehren wir wieder nach Italien zurück, wo sich die Jagd auf Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) weiter zuspitzt. Inzwischen ist jeder hinter dem hochintelligenten Serienmörder her, sei es um ihn festzunehmen, oder um ihn zu töten.

Jack Crawford (Laurence Fishburne) war eine zentrale Figur der letzten Episode, verlor er in dieser doch seine krebskranke Frau Bella (Gina Torres), und auch in dieser Folge ist er wieder von enormer Bedeutung. Er kehrt nach Florenz zurück, wo er seine große Liebe einst kennenlernte, diesmal jedoch um sich für immer von ihr zu verabschieden. Der Kreis schließt sich, als er ihre Asche in den Kanal verteilt und seinen Ehering gleich hinterherwirft. Jack hat abgeschlossen und nichts mehr zu verlieren. Er scheint somit einer der wenigen Charaktere der Serie zu sein, die es schaffen ihre Vergangenheit abzuschütteln und zu begraben.

Ciao Bella.

Weiter schafft er es auch wieder dem Zuschauer zu beweisen, dass er immer noch einer der größten Sympathieträger der Serie ist, als er bei Inspektor Pazzi (Fortunato Cerlino) zum Essen eingeladen ist und sich der italienischen Sprache versucht. Jack bleibt bis zum Ende der Folge fantastisch, doch nehmen wir mal nicht jetzt schon zu viel vorweg.

Hannibal Contorno Kritik

Während Jack sich an der italienischen Küche vergnügt ist Will Graham (Hugh Dancy) zusammen mit Chiyo (Tao Okamoto) gerade auf dem Rückweg vom Anwesen der Lecter-Familie in Litauen. Im Zug lernen sich die beiden etwas besser kennen und Chiyo scheint Will sehr schnell durchschaut zu haben. Sie macht ihm und den Zuschauern erneut etwas klarer, was die Motivation unseres eigentlichen Hauptcharakters ist, bevor sie ihn küsst und in hohem Bogen aus dem Zug wirft.

If you don’t kill him you’re afraid you’re going to become him.

Doch warum schmeißt sie Will vom Zug? Ist sie auf Hannibals Seite oder will sie Will möglicherweise nur vor dem beschützen, was ihn in Florenz erwarten wird? Sicher ist, dass sie lange nicht so hilflos ist, wie es zunächst schien, sah sie in "Secondo" ja lediglich wie ein Spielball zwischen den Fronten aus. Sie scheint klar Position zu beziehen, auch wenn dem Zuschauer noch etwas verhüllt bleibt, welche genau das ist, und warum sie so handelt. Ihr Charakter dürfte in den nächsten Folgen auf jeden Fall noch sehr interessant werden.

Violence is what you understand.

Hannibal Contorno Kritik

Auch Alana Bloom (Caroline Dhavernas) und Mason Verger (Joe Anderson) befinden sich auf der Suche nach Hannibal. Der vernarbte Psychopath Mason will seinem Peiniger ein ganz besonderes Wiedersehensgeschenk bereiten, und hat deswegen ein beachtliches Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. War man in der letzten Folge vielleicht noch etwas skeptisch wegen Joe Anderson, der ja den überragenden Michael Pitt ersetzen musste, beweist er spätestens hier, dass er auch das Zeug hat, der inzwischen ziemlich unbeweglichen Figur seinen besonders verrückten Touch zu verpassen.

Auch Inspektor Pazzi wird auf das Kopfgeld aufmerksam und nachdem er sein "Il Monstro" endlich gefunden hat, entscheidet er sich dagegen ihn den Behörden zu melden und stattdessen dafür, das Geld von Mason Verger anzunehmen. Seine Gier macht ihn scheinbar blind, und während er geschickt versucht an die Fingerabdrücke des Kannibalen zu kommen, hat dieser ihn schon längst durchschaut und macht sich daran den charismatischen Italiener ganz nach Vorbild seiner Vorfahren umzubringen. Doch Jack bemerkt durch seinen Kontakt zu Pazzis Frau dessen Verschwinden und erwischt Hannibal in flagranti, worauf er sich entschließt, unserem Antagonisten eine Abreibung zu verpassen, die sich gewaschen hat.

Hannibal Contorno Kritik

Hannibal scheint in dem Kampf extrem viel Respekt vor Jack zu haben, der ohne Rücksicht auf Verluste auf ihn losgeht. Es ist ungemein befriedigend auch mal zu sehen, wie der scheinbar übermenschliche Bösewicht blutig geschlagen wird, auch wenn er sich zugegebenermaßen kaum gegen Jacks Schläge wehrt. Vielmehr scheint er fast schon zu akzeptieren, dass Jack ihn gleich tötet:

How will you feel when I’m gone?
– Alive.

Doch diesen Gefallen will er Hannibal nicht tun und so stößt er ihn nach diesen Worten erst mal aus dem Fenster. Was vielleicht auf den ersten Blick unlogisch scheint, hat bloß damit zu tun, dass er Hannibal leiden sehen will, seinen Tod so schnell einfach herbeizuführen würde ihm zwar ein lebendiges Gefühl geben, ihn jedoch sicher nicht vollends befriedigen. Mit dieser Absicht verwundet er ihn stark, lässt ihn aber auch laufen, was zugegebenermaßen natürlich auch damit zu tun hat, dass die Serie etwas langweiliger wäre, würde der titelgebende Charakter jetzt schon ins Gras beißen. Zum ersten Mal musste Hannibal nun so richtig einstecken und bei all den Leuten, die hinter ihm her sind, darf er sich wohl für die nächsten Folgen auf so einige weitere Racheengel einstellen.

Mad about Mads! Special & Gewinnspiel zum Kinostart von Men & Chicken

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Men and Chicken Gewinnspiel Special

Wenn man eine wirklich pechschwarze, politisch inkorrekte Komödie sucht, lohnt sich in der Regel ein Blick gen Skandinavien. Besonders in den letzten 15 Jahren haben sich Dänemark, Schweden und Norwegen mit Filmen wie Die Kunst des negativen Denkens, Slim Susie oder In China essen sie Hunde als Hochburgen des rabenschwarzen Humors in Europa hervorgetan. Ein ganz großer Name in diesem Zusammenhang ist der Däne  Anders Thomas Jensen, der sich bislang für das grandiose Film-Trio Blinkende Lichter, Dänische Delikatessen und Adams Äpfel verantwortlich zeichnete und außerdem noch das Drehbuch zu In China essen sie Hunde und dessen Fortsetzung schrieb. Zehn Jahre nach Adams Äpfel kommt nun endlich Jensens vierte Regiearbeit in die Kinos, Men & Chicken. Ab heute läuft die wirklich abgedrehte Groteske in den deutschen Kinos. Mit dabei sind wieder Jensens Stammdarsteller Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas und Nicolas Bro. Vor allem Mikkelsen dürfte den meisten Filmfans auch in Deutschland ein Begriff sein, seit er in Casino Royale den Bond-Bösewicht Le Chiffre gespielt hat. Aktuell ist er außerdem als genialer Psychopath Dr. Hannibal Lecter in der TV-Serie "Hannibal" zu sehen und beweist auch darin, dass er zu den herausragendsten europäischen Schauspielern seiner Generation gehört.

Aus diesem Grund wollten wir und einige andere Blogger zum Kinostart von Men & Chicken Mikkelsen ein kleines Bloggerspecial widmen. Darin stellt jeder von uns seinen Lieblingsfilm mit dem Dänen vor. Wir sind alle Mad about Mads!

Men and Chicken Gewinnspiel 4

Meine Wahl fiel mir einfach. Adams Äpfel war der Film, mit dem ich skandinavischen Humor kennen und lieben lernte und es war auch der erste Film, in dem ich Mads Mikkelsen für mich bewusst wahrgenommen habe (seine früheren Werke holte ich später nach). In einem vollen Saal beim Fantasy Filmfest 2005 sah ich den Film in perfekter Atmosphäre und seitdem wurde der Streifen zu einem Klassiker bei Filmabenden. Obwohl es beim Humor des Films durchaus derbe und böse zugeht, traf ich bislang tatsächlich noch niemanden, der keinen Gefallen an dem Film fand. In Adams Äpfel spielt Ulrich Thomsen den gewalttätigen Neonazi Adam, der zur Resozialisierung in die Obhut des Landpfarrers Ivan (Mikkelsen) gegeben wird. Sich an gesellschaftliche Normen anzupassen, liegt Adam fern, überall eckt er an und hasst seine Umwelt. Doch in Ivan findet er einen ebenbürtigen Gegner, an dem er sich zunächst die Zähne ausbeißt. Ivan lebt nämlich in seiner eigenen Welt von Illusionen, will alles Negative und Böse nicht wahrhaben und sieht sich stattdessen stets nur den Versuchungen Satans ausgesetzt. Auch wenn Adam Ivan winderweich prügelt, wenn er nicht mehr weiter weiß, tut Ivan so, als wäre nichts gewesen, was Adam nur noch mehr zur Weißglut treibt.

Men and Chicken Gewinnspiel 5Was Schwarz auf Weiß vielleicht nach einem harten Drama klingt, ist de facto Humor der bösesten Sorte, dem auch Themen wie Behinderung, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung nicht fremd sind. Was bei so vielen anderen Filmemachern hätte schnell geschmacklos werden können, wird in den Händen von Anders Thomas Jensen und seinem Cast zu einem Paradebeispiel an skandinavischer Feinsinnigkeit. So verdreht die Figuren von Adams Äpfel auch sind, so sehr sind sie auch alle menschlich. Thomsen und Mikkelsen liefern sich einen grandiosen Machtkampf in dem Film, an dessen Ende der Zuschauer auf jeden Fall der Gewinner ist.

Was unsere Kollegen zu ihren Lieblingsfilmen mit Mads Mikkelsen zu sagen hatten, erfahrt Ihr unter den weiterführenden Links unten:

Crazy4Film (Casino Royale)
Hitfilms (The Salvation)
Filmtogo (Die Jagd)
Entertainment Blog (Pusher II)

Zum Abschluss möchten wir Euch auch in Zusammenarbeit mit dem DCM Filmverleih ein wirklich cooles Gewinnspiel anbieten, an dem jeder Fan von Mads Mikkelsen teilnehmen sollte. Zu gewinnen gibt es insgesamt drei unterschiedliche Fanüakete:

– 1 x 2 Kinotickets für Men & Chicken plus von Mads Mikkelsen signiertes Filmposter

– 1 x Set aus 4 Eierbechern zu Men & Chicken plus von Mads Mikkelsen signiertes Filmposter

– 1 x DVD-Set der bisherigen Filme von Anders Thomas Jensen (Flickering Lights, Dänische Delikatessen, Adams Äpfel) plus von Mads Mikkelsen signiertes Filmposter

Die Abbildungen zu den Preisen findet Ihr unten:

 Men and Chicken Gewinnspiel PosterMen and Chicken Gewinnspiel DVDs Men and Chicken Gewinnspiel Eierbecher

Alles, was Ihr tun müsst, ist diese Frage zu beantworten:

In welchem Film spielte Mads Mikkelsen die Hauptrolle komplett in deutscher Sprache?

Die Antwort mit dem Betreff "Mads Mikkelsen" an madaboutmads@pureonline.de schicken und schon seid Ihr dabei. Einsendeschluss ist am 9. Juli 2015.

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Filminhalt:

"Gabriel und Elias sind zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Der eine lehrt Evolutionspsychologie und Philosophie an der Universität, der andere beschäftigt sich stattdessen hemmungslos mit Nichtigem, Nichtstun und Masturbieren. Nach dem Tod ihres Vaters erfahren sie durch ein hinterlassenes Video, dass dieser gar nicht ihr biologischer Vater war. Ihr leiblicher Vater, der mittlerweile fast 100 Jahre alt ist, soll sich auf der entlegenen Insel Ork aufhalten. Angekommen auf der skurrilen Insel, die mit rund 40 Bewohnern kaum besiedelt ist, warten weitere Überraschungen auf Gabriel und Elias: Nachdem sie zunächst auf den pragmatischen Bürgermeister und seine neurotische Tochter Ellen stoßen, treffen sie auf ihre verstörten und handgreiflichen drei Halbbrüder Franz, Josef und Gregor, die sich lieber mit ausgestopften Tieren als mit Menschen umgeben. Gestrandet im verwahrlosten Anwesen ihres echten Vaters, umgeben von reihenweise grotesken ‚Haustieren‘ und ihrer animalischen Neuverwandtschaft, kommen Gabriel und Elias den wahren Umständen ihrer eigentlichen Herkunft immer näher…" (Quelle: DCM Filmverleih)

The Gunman (2015)

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The Gunman (2015) Filmkritik

The Gunman, USA 2015 • 115 Min. • Regie: Pierre Morel • Drehbuch: Sean Penn, Pete Travis, Don MacPherson • Mit: Sean Penn, Javier Bardem, Idris Elba, Ray Winstone  Mark Rylance • FSK: ab 16 Jahren • Kinostart: 30.04.2015 • Deutsche Website

The Gunman (2015) Filmbild 1Liam Neeson in der Rolle des ruppigen, gealterten Actionhelden ist aus der aktuellen Actionfilm-Landschaft gar nicht mehr wegzudenken. Seit seiner Rolle in 96 Hours füllt der ehemalige Charakterdarsteller mit einem Actionfilm nach dem nächsten die Kinos und hat sich damit sogar eine ziemlich große Fangemeinde aufgebaut. Nun wagt sich kein anderer als 96-Hours-Regisseur Pierre Morel daran, wiederholt Sprungbrett ins Action-Genre für den nächsten Schauspieler in seinen Mittfünfzigern zu sein. Karrieretechnisch vielleicht von Neeson inspiriert, ist es nun Sean Penn (Milk), der in der Verfilmung von Jean-Patrick Manchettes Kriminalroman "Prone Gunman" den Ex-Söldner Jim Terrier spielt, der acht Jahre nach einem von ihm ausgeübten Attentat von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Jim muss sich dabei nicht nur gegen die Leute wehren, die ihm an den Kragen wollen und um die Frau kämpfen, die er liebt – er ist auch gesundheitlich sehr angeschlagen.

The Gunman (2015) Filmbild 2Wer bei Regisseur, Prämisse und den actionreichen Trailern denkt, Morel würde mit The Gunman nun den nächsten Taken abliefern, irrt sich. An Action bietet The Gunman nämlich relativ wenig. Und selbst wenn es mal zur Sache geht, muss man sich wieder mit Wackelkamera und Unübersichtlichkeit herumschlagen. Zudem sind die Actionszenen in wenigen Einstellungen unnötig brutal und fühlen sich an, als hätte man wirklich um eine FSK 16 gekämpft, um den Schein eines harten Actioners aufrechtzuerhalten und so mehr Leute ins Kino zu locken. Sean Penn posiert dabei oft lieber oberkörperfrei, um seinen antrainierten Actionfilm-Body zu präsentieren, anstatt zu zeigen, was in ihm steckt.

Auch insgesamt hat das Dreier-Star-Gespann aus Sean Penn, Javier Bardem (Skyfall) und Idris Elba (Pacific Rim) wenig Möglichkeiten, sich zu beweisen. Elba ist höchstens fünf Minuten zu sehen und gerade wenn Bardem einmal anfängt, seine unterschwellig bedrohliche Rolle auszuspielen, kickt ihn das Drehbuch schon wieder raus. Das Ganze ist somit sogar noch unglücklicher gelungen, als Ridley Scotts Star-Verschwendung The Counselor aus dem Jahr 2013, in dem Javier Bardem ironischerweise auch mit von der Partie war.

The Gunman (2015) Filmbild 3Am Anfang des Films befindet sich Mustache-Sean noch in der Republik Kongo, bevor es zum Katz-und-Maus-Spiel durch verschiedene Länder geht. Geerdet im sandigen, immer wieder von Aufruhren geplagten Afrika-Setting, kommt sich The Gunman mit seinem politischen Unterbau ganz schön schlau vor, bevor dieser Aspekt komplett fallen gelassen wird und Sean Penn – der auch als Co-Autor am Film mitwirkte – und die anderen Drehbuchautoren Pete Travis (8 Blickwinkel) und Don MacPherson (Mit Schirm, Charme und Melone) den Plot unnötig verkomplizieren. Die verwirrend konstruierten Intrigen, Charaktermotivationen und Wendungen sind mehr vorgegaukelte Raffinesse als tatsächliche Komplexität – trotzdem aber noch nicht das Hauptproblem von The Gunman.

The Gunman kann sich einfach nicht entscheiden, was für eine Art Film er sein möchte. Für einen Actionfilm ist zu wenig und zu stümperhafte Action vorhanden; für einen komplexen Thriller ist die Inszenierung zu unspannend, die Verstricktheit zu gewollt und die Geschichte schlichtweg zu uninteressant; und für ein packendes Drama um einen traumatisierten Ex-Söldner bleibt durch all die eben aufgezählten Aspekte zu wenig Zeit für eine gute Charakterentwicklung.

Fazit

The Gunman ist ein einziger großer Flickenteppich, der gerade durch den Versuch, viel zu bieten, an fast allem scheitert. Unspannend und unnötig kompliziert, und dabei so uninteressant, dass die einzige Frage am Ende des Films die nach dem Sinn des Colorgradings und der Daseinsberechtigung dieses Films ist. Wirklich mehr als Diebstahl von zwei Stunden Lebenszeit ist The Gunman dann nur noch durch seine Schauspieler.

Trailer

Starttermine für neue Staffeln "Chicago Fire" und "Law & Order: SVU"

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Chicago Fire Staffel 4 Start

Quelle: NBC

Was Shonda Rhimes für ABC ist, das ist Dick Wolf für NBC. Mit "Law & Order" und "Chicago Fire" sowie deren zahlreichen Ablegern hat er für den Sender zwei ihrer erfolgreichen Serien-Franchises erschaffen, die bis heute das Programm von NBC dominieren. Auch wenn "Law & Order" bereits vor fünf Jahren von NBC überraschend abgesetzt wurde (ein Revival als Miniserie scheint aber im Gespräch zu sein), beginnt für "Law & Order: Special Victims Unit" dieses Jahr die 17. Staffel, womit sie sich auch auf dem Weg in die Geschichtsbücher befindet, sollte sie noch einige weitere Jahre überdauern. Auch das Serienuniversum von "Chicago Fire" läuft so gut, dass nach "Chicago P.D." dieses Jahr bereits der zweite Ableger der Serie starten wird, "Chicago Med". Dass eine Serie so erfolgreich ist, dass sie es auf zwei Spin-Offs innerhalb von drei Jahren seit dem eigenen Ausstrahlungsbeginn bringt, ist wirklich eine Nummer für sich. Zudem spielen "Law & Order" und die drei "Chicago"-Serien im selben Universum, was natürlich jede Menge Crossover ermöglicht. Vergangenen November fand bereits ein großes Crossover-Event zwischen "Law & Order: Special Victims Unit", "Chicago Fire" und "Chicago P.D." statt.

Wer auf die Welt dieser Serien steht (und angesichts der Zuschauerzahlen hierzulande dürften es jede Menge Leute sein), kann sich demnächst wieder auf eine volle Ladung von Dick-Wolf-Serien freuen. NBC gab die Starttermine der neuen Staffeln der Serien im Herbst bekannt. Als erste geht am 23.09. die 17. Season von "Law & Oder: Special Victims Unit" mit einer Doppelfolge zum Auftakt an den Start, gefolgt von der dritten Staffel "Chicago P.D." am 30.09. Staffel 4 von "Chicago Fire" beginnt dann am 13.10. Der Neuling im Bunde, "Chicago Med", kommt erst spät aus den Startlöchern und wird sein Debüt am 10.11. feiern. Fortan werden dienstagabends "Chicago Med" und "Chicago Fire" im Doppelpack ausgestrahlt werden.

In Deutschland ist man noch ein wenig hinterher bei allen diesen Serien. Während die dritte Staffel von "Chicago Fire" aktuell beim Bezahlsender Universal Channel zu sehen ist, wurden die letzten Seasons von "Law & Order: SVU" und "Chicago P.D." im deutschsprachigen Raum noch nicht ausgestrahlt.

"Hannibal" S03E04 "Aperitivo" Kritik

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Der Artikel enthält einige "Hannibal"-SPOILER zur besprochenen Folge!

Nach einigen technischen Problemen kehren wir etwas verspätet in die Welt von "Hannibal" zurück und werden mit der neuen Folge "Aperitivo" zurück in die Vergangenheit geschleudert. Dem Namen des appetitanregenden Getränks gerecht werdend steigert die Folge die Spannung und gibt außerdem endlich preis, welche der Charaktere die zweite Staffel überlebt haben, und mit welchen Narben sie nun leben müssen. So beginnt auch die Folge schon gleich mit zwei Personen, von denen wir längere Zeit nichts mehr gesehen haben: Mason Verger und Dr. Frederic Chilton. Trotz all dem Make-up fällt einem unweigerlich auf, dass Joe Anderson für Michael Pitt einspringen musste, der nach seinem genialen Auftritt in Staffel 2 leider die Serie verließ, doch das nimmt dem Charakter nicht seinen unheimlichen Charme.

Die beiden stehen sich als Opfer des Kannibalen gegenüber, jeder mit seinen eigenen Spuren im Gesicht und jeder auch auf der Suche nach ihrem Peiniger. Doch während Mason Verger eine pompöse Rache an Hannibal Lecter plant ist Dr. Chilton wohl eher interessiert daran den Serienmörder in seine Anstalt zu bekommen, um sich mit ihm zu beschäftigen. Somit kommt es zu keiner Einigung der beiden, und nachdem sie nicht nur optisch ihre wahren Gesichter entblößen, gehen die beiden wieder auf getrennten Wegen.

Now we can talk face to face.

Hannibal Aperitivo Kritik

Auch kehren wir zurück ans Krankenbett von Will Graham, der kurz noch Abigails Silhouette sieht, bevor eigentlich Frederic an seinem Bett steht, natürlich eine klare Anspielung an die fantastische Episode "Primavera". Auch mit ihm hält er ein kleines Pläuschchen und versucht ihn als Verbündeten zu gewinnen, doch nachdem Will keine Lust hat noch eine Freundschaft mit einem seiner Psychiater zu vertiefen, muss Dr. Chilton die Absage akzeptieren, jedoch nicht ohne noch einen sehr schön formulierten Spruch abzulassen:

The optimist believes we live in the best of all possible worlds. The pessimist fears this is true.

Zu guter Letzt lässt sich Chilton auch bei Dr. Alana Bloom blicken, deren schicksalhafter Sturz aus Staffel 2 ihr einige Brüche zugefügt hat, weswegen sie sich von nun an wie Chilton mit einem Krückstock durch den Alltag kämpfen muss. Doch auch hier findet er nicht wirklich Anklang, und während er scheinbar alle Seriencharaktere abklappert und wir zunehmend Sympathie zu ihm bekommen, merken wir auch, wie stark sich die restlichen Charaktere voneinander isoliert haben und inzwischen gänzlich andere Ziele verfolgen. Sehr klar wird dies auch bei einem erneuten Besuch des Schauplatzes, an dem sich das Gemetzel abspielte. Alana Bloom rollt mit einem Rollstuhl an und trifft auf Will Graham, der es ablehnt mit ihr zu reden, stattdessen mit Abigail in seinem "Mind Palace" allein sein will. Auch er hat einen sehr starken Satz, den er uns um die Ohren haut:

Friendship with Hannibal is blackmail elevated to the level of love. A mutually unspoken pact to ignore the worst in one another in order to continue enjoying the best.

Hannibal Aperitivo Kritik

Überhaupt besteht diese Folge weniger aus Handlung oder gar einem Storyverlauf, nein immer wieder werden neue Dialogszenen zwischen zwei Charakteren aufgebaut, die die Spannung auf die Spitze treiben sollen. Auch Jack Crawford und Will Graham sehen sich wieder und die Frage drängt sich auf, warum Will Hannibal am Ende der zweiten Staffel vor Jack gewarnt hatte. Die Antwort scheint irgendwie logisch, kommt jedoch gleichzeitig mit einer ungemein düsteren Fassungslosigkeit:

Because he was my friend and I wanted to run away with him.

Schon in der letzten Folge "Secondo" deutete sich immer mehr an, dass Will alles andere als der nette Protagonist der Serie ist. Diesen Will Graham gibt es schon lange nicht mehr. Doch heißt das, dass Will sich immer noch danach sehnt, mit Hannibal zusammen zu sein, weil er sich von ihm verstanden fühlt wie von keinem anderen? Man sollte nicht vergessen, dass dieses Verständnis zu großen Teilen einfach nur aus Manipulation besteht, und dem gezielten brechen des Vertrauens zueinander von beiden Seiten. Wills Position in all dem wird immer deutlicher, nimmt seinen eigentlichen Plan aber trotzdem nicht vorweg, der, wie so vieles in der Serie, im Dunkeln weiter verborgen lauert.

Jack Crawford muss sich in der Zeit mit dem Tod seiner Frau herumschlagen, den er zwar am Ende verursacht, doch der schließlich unausweichlich immer näher rückte. Unglaublich schön inszeniert wirken die folgenden Szenen, in denen Jack und Bellas Hochzeit zusammen mit Bellas Beerdigung verschmelzen (eine Inszenierung die erneut stark an "Primavera" erinnert, wo Will Grahams ärztliche Behandlung mit Abigails Bestattung verschmolz). Marc Jobst, der Vincenzo Natali nach den ersten drei Folgen nun als Regisseur ablöst, versteht sein Handwerk und beschert uns viele detaillierte Nahaufnahmen und schön gefilmte Szenen der tatsächlich existierenden Charaktere, nachdem Natali ja oft sehr stark ins surreale driftete.

Hannibal Aperitivo Kritik

Auch sehr interessant gestaltet ist die Szene, in der sich Dr. Bloom mit Mason Verger trifft. Mit auffälliger Colorkey-Technik wird die Farbe Rot auf Alanas Lippen und auf ihrem Kleid stark hervorgehoben, der Hintergrund, vor dem die beiden sich unterhalten, wirkt beinahe wie ein Greenscreen und lässt die Begegnung umso markanter im Gedächtnis bleiben. In dieser Szene wird auch Alanas Motivation klarer, als sie sich als Masons neue Therapeutin überraschend interessiert daran zeigt, Dr. Lecter in seine Falle schnappen zu lassen. Welche Rolle dabei Masons Pfleger Dr. Cordell Doemling noch haben wird liegt vorerst in den Sternen.

Die Spannung steigt weiter ins Unerträgliche. Auch diese Folge gestaltet sich eher als ruhig, doch macht sie umso mehr Spaß dadurch, dass Dr. Chilton uns von einem unserer altbekannten Charaktere zum nächsten führt und uns dieser Aperitif noch mal als kleiner Happen dienen soll, bevor es in Italien wieder zur Sache geht und wir uns auch endlich wieder auf Hannibal Lecter freuen dürfen, der in dieser Folge ja in persona gar nicht auftaucht. Chilton beendet schon sein erstes Gespräch mit Mason Verger mit den Worten, die wohl jetzt an die nächsten Folgen gerichtet sind:

Happy Hunting…

Ted 2 (2015) Kritik

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Ted 2 (2015) Filmkritik

Ted 2, USA 2015 • 116 Min. • Regie: Seth MacFarlane • Mit: Mark Wahlberg, Seth MacFarlane, Amanda Seyfried, Morgan Freeman, Liam Neeson, Jessica Barth, Giovanni Ribisi • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 25.06.2015 • Deutsche Website

Ted 2 (2015) Filmbild 1Ganze drei Jahre ist es nun her, dass ein kleiner Junge seinen Teddybären über Nacht lebendig wünschte und die beiden zu einem der beliebtesten Assi-Duos der Leinwandgeschichte geworden sind. Ted überzeugte viele Zuschauer mit seinem vulgären Humor und setzte sich trotz R-Rating in der Box-Office-Top-Ten fest. Nachdem Seth MacFarlane, "Family Guy"-Schöpfer und Regisseur des ersten Teils, sich mit seinem zweiten Film A Million Ways to Die in the West letztes Jahr selbst inszenierte und der Film nicht nur bei der Kritik größtenteils durchfiel, treffen wir nun wieder auf Johnny und seinen kiffenden Ted(dy). Letzterer ist gerade dabei, Tami-Lynn (Jessica Barth) zu heiraten, während Donnerbuddy John von seiner großen Liebe verlassen wurde und seitdem etwas neben sich steht. Glück auf der einen und Trauer auf der anderen Seite – das kehrt sich aber schnell um, als Ted seine Rechte aberkannt werden sollen, da ihn der Staat nicht als Person, sondern als „Sache“ ansieht, sie dadurch aber den Weg zu der jungen Anwältin Sam (Amanda Seyfried) finden, die genau wie John (Mark Wahlberg) ein kiffender Single ist.

Ted 2 (2015) Filmbild 2Viele Leute werden skeptisch sein – zurecht! Denn Ted zog seinen Reiz vor allem aus der fast schon dogmatisch eingesetzten Assi-Teddy-Prämisse. Dieser Überraschungseffekt dürfte abhanden gekommen sein, wie manch einer bestimmt schon beim wiederholten Anschauen des ersten Films bemerkt hat. Und ja, auch in Ted 2 wird (trotzdem) wieder darauf zurückgegriffen. Wie erwartet machen vor allem Gags in diese Richtung den Großteil der Rohrkrepierer aus. Jedoch ist die Kluft der Qualität der Gags, in dieser noch höheren Dichte, größer als bei dem Vorgänger, weswegen man die teils unterirdischen Pointen besser verschmerzen kann.

Blöde Sprüche und Beleidigungen machen natürlich wieder das Herzstück der Lacher aus. Doch tatsächlich hat sich MacFarlane dieses Mal spürbar mehr Gedanken gemacht und spickt sein Comedy-Sequel hier und da mit wirklich originellen Zwerchfellkitzlern, die nicht nur aus vulgären Gesprächen der Marke Pipi-Kacka-Kotze hervorgehen, sondern sich auch gerne mal durch lustig eingesetzte Popkultur-Referenzen auszeichnen (Stichwort: Jurassic Park).

Man merkt es schon: Seth MacFarlane setzt voll und ganz auf das "Höher, weiter, assiger"-Konzept und lässt seinen Ted-Humor dadurch zuweilen auch mal richtig böse und richtig eklig sein – ersteres funktioniert aber sogar. Neben Sam "Flash Gordon" Jones haben diesmal auch Promis wie Football-Star Tom Brady, Talkshow-Host Jimmy Kimmel, Hollywood-Legende Morgan Freeman und vor allem Actionstar Liam Neeson wirklich tolle Cameos. Auch der CGI-Teddybär hat dabei noch etwas an plastischer Knuffigkeit zugelegt.

Ted 2 (2015) Filmbild 3Handlungstechnisch hat man sich dagegen so gut wie gar nicht weiterentwickelt. Die Plot-Points aus dem ersten Teil werden unaufwendig neu verwurstet und in der nicht wirklich nennenswerten Story platziert, was zur sowieso bestehenden Vorhersehbarkeit beiträgt. Und das ist schade, denn auch reinen Comedy-Filmen tut eine interessante Handlung gut. So hangelt man sich, wie schon im ersten Teil, eher schwermütig zum vorhersehbaren und diesmal noch weniger spektakulären Ende, was mit reichlich unbeholfen inszeniertem Pseudo-Pathos aufgeladen ist. Noch dazu wird der Wechsel der weiblichen Komponente im Hauptcast – bzw. das Fehlen von Lori (Mila Kunis) – in lächerlichen 1-2 Sätzen zu Beginn des Films abgehandelt und der neue Love-Interest für Mark Wahlberg ziemlich faul eingeführt.

Amanda Seyfried ist zwar insbesondere in ihren näheren Momenten mit Wahlberg wirklich süß, die kiffende Anwältin nimmt man ihr aber (vielleicht gerade deswegen) überhaupt nicht ab. Ansonsten fügt sich ihr Charakter aber relativ nahtlos in das gut harmonierende Gespann ein. Denn für Mark Wahlberg ist die Rolle des Johnny immer noch perfekt gemacht und die Chemie zwischen ihm und dem Bären, dessen Synchronisation im Original wieder MacFarlane höchstpersönlich übernahm (in der deutschen Fassung: Jan Olden, Synchronsprecher von Peter Griffin aus Family Guy), ist auch nach wie vor perfekt.

Fazit

Wer hätte Ted 2 gebraucht? Sind wir ganz ehrlich: Niemand. Aber das Comedy-Sequel kann sich dann doch genau so gut sehen lassen wie sein Vorgänger, wenn nicht sogar noch etwas mehr. MacFarlane hat wahrlich keinen großartigen Film erschaffen, dafür aber ziemlich unterhaltsamen, kurzweiligen Spaß.

Trailer

Escobar – Paradise Lost (2015) Kritik

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Escobar Paradise Lost (2014) Filmkritik

Escobar: Paradise Lost, BE/ES/FR/PA 2014 • 120 Min. • Regie: Andrea Di Stefano • Mit: Josh Hutcherson, Claudia Traisac, Benicio del Toro, Brady Corbet, Carlos Bardem, Ana Giradot • FSK: ab 16 Jahren • Kinostart: 9.07.2015 • Deutsche Website

Escobar Paradise Lost (2014) Filmbild 1El Doctor“, „El Patrón“, „Don Pablo“ – er ist zwar der Namensgeber, in Escobar – Paradise Lost geht es aber nur zweitrangig um den König des Kokain. Stattdessen erzählt der Film von einer tragischen Liebesgeschichte innerhalb des Escobar-Clans. Der Kanadier Nick (Josh Hutcherson) kommt 1983 mit seinem Bruder an die wunderschönen Strände Kolumbiens und lernt dort die schöne Maria (Claudia Traisac) kennen. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander, Nick aber ahnt noch nicht, dass, sollte er sich weiter mit Maria abgeben, er in ihre familiären Kreise gerät, an deren Spitze niemand anderes als der einflussreiche Pablo Escobar (Benicio del Toro) steht. Nick gerät in einen Strudel aus Mord und Totschlag, aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint.

Escobar Paradise Lost (2014) Filmbild 2Trotz des wundervoll anzusehenden Settings konzentriert sich Regisseur Andrea Di Stefano (zuletzt Priester in Life of Pi) in seinem Erstlingswerk mehr auf die zwischenmenschlichen Beziehungen anstatt die kolumbianische Wärme in schönen Bildern einzufangen. Viel mehr möchte er die dunkle Seite der Zeit unter Escobar beleuchten, schafft dies aber nur partiell. So beginnt der Film damit, dass Nick seinen ersten richtigen Auftrag von Escobar bekommt, der gleichzeitig einen Treuebeweis für Maria und die Familie, von der er nun ein Teil ist, darstellt. Nachdem der vermeintliche Höhepunkt gezeigt wurde, springen wir zeitlich zurück, um uns dem Weg zu widmen, der Nick in diese schreckliche Situation geführt hat.

Jedweder Background-Check bezüglich Josh Hutchersons Charakter bleibt dabei jedoch auf der Strecke, weswegen man lange braucht, Nick irgendwie liebzugewinnen, er trotz dessen aber nie wirklich zur Identifikationsfigur für den Zuschauer wird. Das macht die sowieso schon eher vor sich hin dümpelnde Liebesgeschichte noch einen Ticken zäher und trägt vor allem dazu bei, dass man – sollten wir nach ewig langem Vorspiel doch endlich mal an dem Punkt ankommen, wo es für ihn um Leben und Tod geht – nie wirklich mit Nick mitfiebert. Zur biederen Zeichnung der Hauptfigur trägt aber auch Josh Hutcherson selbst bei. Zwar bemüht er sich, seine Stirn über 120 Minuten hinweg in Falten zu legen, für eine ernste und vor allem erwachsene Rolle sieht der Panem-Darsteller aber schlichtweg zu kindlich aus. Benicio del Toro (Traffic) als Escobar bleibt derweilen im Hintergrund und bekommt keine Möglichkeit, seinem gefährlichen Charakter viel Bedrohlichkeit oder sogar Wahnsinn einzuhauchen. Dafür sorgt er für ein paar unpassend lustige Momente, die leider viel zu oft wiederzufinden sind, und die potentiell dichte Atmosphäre zerstören.

Escobar Paradise Lost (2014) Filmbild 3Nachdem die Beziehung von Nick und Maria in Eiltempo aufgebaut worden ist (und trotzdem noch lange bevor sie überhaupt etwas an Glaubwürdigkeit gewinnen kann), befindet man sich auf einmal schon wieder an dem zu Beginn gezeigten Pseudo-Klimax. Dessen Prämisse wird nämlich unverständlicherweise durch unoriginelle Überdramatisierung noch ewig ausgereizt und entpuppt sich somit nur als Zwischenstopp der Geschichte. Wenigstens darf Kolumbiens bergige Kulisse hier einmal in ihrer unbegreiflich exotischen Schönheit glänzen, bevor der Film sich langsam seinem kräftezehrenden Ende zuwendet. Mit diesem schlägt Andrea Di Stefano jedoch weit am gewollten Ziel vorbei und weist nach 120 Minuten eher die Banalität seines Films auf, anstatt zu schocken.

Fazit

Escobar – Paradise Lost dreht sich trotz seines Titels nicht um Escobar und genau das ist sein Problem. Benicio del Toro ist der einzige, der seiner Rolle etwas abgewinnen hätte können, und seine Figur ist die einzige, die Potenzial für eine mitreißende Geschichte aufwirft. Andrea Di Stefano hangelt sich in seinem ersten Film aber zu sehr von einem schlecht aufgebauten und somit niemals mitreißenden Setpiece zum nächsten.

Trailer

"Hannibal" S03E03 "Secondo" Kritik

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Der Artikel enthält einige "Hannibal"-SPOILER zur besprochenen Folge!

In der neuen "Hannibal"-Folge "Secondo" bekommen wir mit der mittlerweile dritten Episode den zweiten Gang serviert, also im Grunde das Hauptgericht, wenn man so will. Nachdem "Antipasto" sich als Vorspeise heraushob und "Primavera" den ersten Gang der Handlung der dritten Staffel darstellte spitzen sich die Ereignisse in der aktuellen Folge weiter zu, als Will Graham (Hugh Dancy) nach der vergeblichen Suche nach Hannibal (Mads Mikkelsen) in der letzten Folge beschließt, nach den Wurzeln allen Übels zu forschen. Diese Reise führt ihn nach Litauen, zum großflächigen Anwesen der Familie Lecter. Dort schleicht er erst einmal durch die Büsche und beobachtet die Herrin des Hauses aus sicherer Entfernung bevor er sie mit seiner Anwesenheit und seinem Anliegen konfrontiert.

Chiyo (Tao Okamoto) ist neben einem rätselhaften Gefangenen die einzige Bewohnerin des weitreichenden Grundstücks. Vor vielen Jahren bekam sie von Hannibal den Auftrag, den Gefangenen, der angeblich der Mörder von Hannibals Schwester Mischa ist, zu bewachen. Da sie nicht zur Mörderin werden will, hält sie den Mann unter menschenunwürdigen Umständen am Leben, anstatt sein Leid einfach zu beenden und das Weite zu suchen. Will Graham interessiert sich für ihr Schicksal, und so sie sich auch für seines:

You won’t find Hannibal here. Why are you looking for him after he left you with a smile?
– I’ve never known myself as well as I… know myself when I’m with him

Will gibt in dieser Folge sehr viel Preis, verwirrt den Zuschauer aber dadurch sogar noch mehr. Durch seine Aussage verhärtet sich die Vermutung, dass er Hannibal nicht aus beruflichen Gründen sucht, oder gar um sich zu rächen; er will einfach nur verstehen. Wills dunkle Seite zeigt sich, als er den Mord an Chiyos Gefangenen so instruiert, dass sie selbst es ist, die ihn aus Notwehr umbringen muss, um seinen Tod danach auf kunstvolle Art (und mit einer sehr offensichtlichen Anspielung an Das Schweigen der Lämmer) darzustellen. Etwas sehr konstruiert wirkt das Geschehen in Litauen aber leider schon, nachdem die Hüterin des Gefangenen in keinster Weise zu hinterfragen scheint, dass sie Jahre lang einer scheinbar sinnlosen Aufgabe nachging, bis ihr plötzlicher "Retter" Will Graham auftaucht und die Erlösung durch Tod mit sich bringt.

Hannibal Secondo Kritik

Doch nicht nur Will Graham ist Hannibal auf der Spur. Endlich bekommen wir Laurence Fishburne wieder als Inspektor Jack Crawford zu sehen, der in die florentinische Kirche aus der letzten Folge kommt, und dort auch auf den italienischen Inspektor Pazzi (Fortunato Cerlino) trifft. In dem Gespräch der beiden wird jedoch schnell klar, dass Jack kein Interesse daran hat, Hannibal Lecter zu finden, er will einzig und allein seinen Freund Will Graham zurückhaben. Auf ein Wiedersehen mit dem Kannibalen hat der angeschlagene Jack sichtlich wenig Lust. Dabei ist er ihm eigentlich wieder gefährlich nahe…

Auch Hannibal hält sich mit seiner Begleiterin Bedelia Du Maurier (Gillian Anderson) noch in Florenz auf und mordet fröhlich weiter, während Bedelia anmerkt, dass es bei seinem Verhalten nicht mehr lange dauern wird, bis man ihn schließlich fassen wird. Hannibal scheint unerschrocken der Tatsache ins Auge zu sehen, ja macht sogar den Eindruck, als wolle er, dass man ihn schnappt. Das Spiel der beiden wirkt wie schon in der ersten Folge sehr stimmig, zeugt aber immer mehr auch von brillanter Schlagfertigkeit. Zweifelsohne einer der witzigsten Momente seit längerer Zeit bleibt Hannibals scheinbarer Affekt-Mord an Dr. Sogliato (Rinaldo Rocco), den Bedelia schließlich zu Ende führt.

Technically, you killed him.

Hannibal Secondo Kritik

Auch dadurch eröffnet sich immer weiter, wie Hannibal Bedelia in seine Welt hineinzieht, auch wenn diese anmerkt, dass sie bei einer Verhaftung Hannibals über die nötigen Mittel und Wege verfüge, sich aus der Sache herauswinden zu können. Es bleibt interessant zu sehen, wie sich in der Serie inzwischen keine wirklich festen Positionen bilden und die Motivationen der Charaktere oft nicht vollends klar sind. Bedelia Du Maurier und Will Graham scheinen gleichermaßen der Faszination an Hannibal Lecter verfallen zu sein, auch wenn sie sich dadurch immer mehr selbst in ein Monster verwandeln. Sehr rätselhaft bleibt noch der Ausblick in die Zukunft, was hinter den Handlungen der beiden Charaktere steckt.

Bedelia beweist immer wieder, dass sie keineswegs schwach ist, nein sie weiß genau, welche Karten sie in der Hand hat, und spielt sie aus. Auch sieht sie sich zeitweise immer noch als Hannibals Therapeutin und im Dialog zwischen den beiden finden sich so viele schön formulierte Zeilen wie selten zuvor. Vor allem gehen beide in dieser Folge, wie ja auch Will Graham, auf Hannibals Vergangenheit ein. Nach der Frage, was passiert ist, dass er zu dem Monster wurde, dass er heute ist, hat Hannibal die ehrliche Antwort:

Nothing happened to me. I happened.

Doch sogar noch schlagkräftiger und schockierender bleibt die Frage, die die gute Bedelia von sich gibt, bevor sie Hannibals Fingern entgleitet, als dieser sie gerade beim Baden shampooniert:

How did your sister taste?

Hannibal Secondo Kritik

Das kann man schon mal als "Punchline" bezeichnen, mit der sie klar machen will, dass Hannibal keineswegs unter dem Trauma leidet, seine Schwester verloren zu haben. Vielmehr hat er ihr ihren Verrat dadurch vergeben, dass er sie schließlich verspeist hat. Immer weiter entwickelt sich das Bildnis des Kannibalen so zu einer Übermacht, einem Wesen, das seine eigenen Vorstellungen von Moral besitzt und einer Naturgewalt gleichkommt. Einmal von seinen Geliebten betrogen gibt es nur eine Möglichkeit für ihn das Geschehene vergessen zu machen, und das muss folglich auch mit Will Graham geschehen:

I have to eat him.

Wie schon zuvor bleibt ein Satz im Raum stehen und beendet die Folge, während der Zuschauer mit offenem Mund dasitzt und sich fragt warum die gemeinen Menschen von NBC nicht alle Folgen am Stück zeigen können. Trotz teils unrundem Storytelling bleibt die Handlung extrem spannend und unterhaltsam während sich die Zeichen für ein Aufeinanderprallen von Hannibal Lecter und Will Graham weiter verdichten. Es dauert wohl nicht mehr lange, dann wird es einen Knall geben.

Halt auf freier Strecke (2011) Kritik

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Halt auf freier Strecke, DE  2011 • 110 Min • Regie: Andreas Dresen • Mit: Milan Peschel, Steffi Kühnert, Talisa Lilly Lemke, Mika Seidel, Thorsten Merten • FSK: ab 6 Jahren • Kinostart: 17.11.2011 • Offizielle Website

Handlung

Frank hat einen Hirntumor. Inoperabel. Die Lebenserwartung liegt bei wenigen Monaten. „Das heißt den zehnten Geburtstag meines Sohns…“ Er und Ehefrau Simone beschließen, dass sie die letzten Monate zuhause als Familie verleben wollen. Mit der Zeit bauen Franks geistige Fähigkeiten immer weiter ab. Monate zwischen Alltag und kräftezehrender Pflege beginnen.

Kritik

Halt auf freier StreckeWie verläuft der Alltag mit der Gewissheit, dass einer aus der Mitte der Familie sterben muss? Kräftezehrend, nervenraubend und niederschmetternd, nur durch wenige lichte Momente überhaupt erträglich gemacht. Andreas Dresen zeigt die letzten Monate von Frank (Milan Peschel). Wie er daran verzweifelt, seine Rolle als Familienoberhaupt nicht mehr schultern zu können. Wie sich Angst und Frust und Aggression verwandelt. Wie er körperlich und geistig immer stärker abbaut. Sein Videotagebuch wird von Eintrag zu Eintrag immer zusammenhangsloser. Der Tumor wirbelt Erinnerungen und Anekdoten durcheinander und raubt ihm schlussendlich die Sprache.

Mutter Simone (Steffi Kühnert), eben noch frisch gebackene Hausbesitzerin, muss von nun an Mutter, Ernährerin, Pflegekraft und Psychologin in einem sein. Tochter Lilli (Talisa Lilly Lemke) verschließt sich und geht auf Abstand, zu einer Situation, die den Teenager heillos überfordert. „Kommt jetzt Krebs, oder was?“, kommentiert die 14-Jährige den ersten emotionalen Zusammenbruch ihres Vaters flapsig. Wie klar Nesthäkchen Mika (Mika Seidel) die Geschehnisse überhaupt begreift, bleibt bis zum Ende unklar. „Krieg ich Dein I-Phone, wenn Du tot bist?“

Dresen enthält sich jeder Wertung. Franks Mutter verkraftet den Zustand ihres Sohnes nicht, so dass zum letzten Treffen nur sein Vater anreist. Nach einem Wettkampf, den ihr Vater, mittlerweile im Rollstuhle, besucht, verkriecht sich Lilli erst in der Umkleide-Kabine und flieht anschließend zu einer Freundin. „Gute Besserung, Herr Langer!“, ruft diese dem Zurückgelassenen zu. Scheinbar konnte Lilli nicht einmal ihrem nächsten Umfeld eröffnen, wie ernst es um ihren Vater tatsächlich steht. „Manchmal denke ich, es wäre besser, wenn er einfach einschläft“, eröffnet Simone ihrer eigenen Mutter unter Tränen.

Halt auf freier Strecke (2)Halt auf freier Strecke schönt kaum und verzichtet auf erbaulichen Kitsch. Beim letzten gemeinsamen Weihnachtsfest, will Frank seinen Kindern die berühmten Lebensweisheiten des Sterbenden schenken. Die Krankheit hat seinen Geist und sein Sprachzentrum allerdings bereits so sehr beeinträchtigt, dass er nur Fragmente stammeln kann, eh er völlig erschöpft in die Kissen sinkt und einschläft. Ähnlich lapidar endet die Geschichte auch. „Ich muss zum Training.“

Obwohl Frank an Krebs erkrankt ist, liegt der Vergleich mit dem großartigen Still Alice – Mein Leben ohne gestern sehr viel näher. Wie in dem Alzheimer-Drama müssen Betroffene und Angehörige damit umgehen, dass ein geliebter Mensch nicht nur an körperlichen Gebrechen leidet, sondern sich auch sein Charakter unumkehrbar verändert. Durch den Verzicht auf Musik, die beobachtende Kamera und die Entscheidung Nebenrollen nicht mit Schauspielern, sondern mit tatsächlichen Ärzten und Pflegekräften zu besetzen, wirkt Halt auf freier Strecke beinah dokumentarisch.

Fazit

Halt auf freier Strecke (3)Halt auf freier Strecke ist kein angenehmer Film. Selbst Szenen, in denen Franks Gesundheitszustand visualisiert wird – als Frank Langes Tumor begrüßt Harald Schmidt in seiner Sendung Thorsten Mertens – dienen kaum der Auflockerung, sondern verdeutlichen das Unaufhaltsame. Mit einem entsprechend bedrückten Gefühl entlässt Andreas Dresen den Zuschauer in den Abspann. Kein Film, den man gerne sehen möchte. Aber ein Film, der viel über das Leben mit einem Todkranken in angemessenem Ton erzählt.

 

Trailer

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