Warcraft 2

© 2016 Universal Pictures

Quelle: Collider

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Assassin’s Creed war nicht die einzige Comicverfilmung, die 2016 mit großen Erwartungen in die Kinos kam und letztlich sowohl in der Kritik als auch an den Kinokassen enttäuschte. Warcraft: The Beginning ereilte das gleiche Schicksal. In den USA floppte der Film mit weniger als $50 Mio Einspiel besonders böse. Dank einer starken Performance in China, wo der Film etwa die Hälfte seiner gesamten Einnahmen erwirtschaftete, erreichte er weltweit immerhin $439 Mio – mehr als jede andere Videospieladaption. Da Hollywood-Studios jedoch maximal 25% vom chinesischen Einspiel der Filme abbekommen und der Streifen satte $160 Mio (ohne Marketingausgaben) kostete, wurde er dennoch als kommerzieller Misserfolg verbucht und begrub damit jede Chance auf eine Fortsetzung, dessen Samen am Ende des ersten Films eindeutig gesät wurden.

Zur 4K-Veröffentlichung seines fantastischen, minimalistischen Erstlings Moon, hat Warcraft-Regisseur Duncan Jones erneut über die besonderen Herausforderungen bei der Produktion zu Warcraft: The Beginning gesprochen, die er zuvor als "traumatisch" bezeichnete: (aus dem Englischen)

Ich habe dreieinhalb Jahre damit verbracht, nicht einfach nur an einem Studiofilm zu arbeiten, sondern an einem Film, der von Studio zu Studio wechselte. Es war die absolute… die Essenz des Studio-Filmemachens. Ich hatte die Gelegenheit zu erleben, welche unterschiedlichen Vorstellungen mehrere Studios für einen Film dieser Ausmaße hatten. Ursprünglich gehörten wir Warner Bros. Ich habe mit Atlas zusammengearbeitet. Ich habe mit Universal zusammengearbeitet. Ich habe mit Legendary zusammengearbeitet. Ich habe mit Blizzard zusammengearbeitet.

Natürlich war Blizzard sehr leidenschaftlich, was den Film angeht und wie er sein sollte, denn sie sind diejenigen, die seit einer so langen Zeit an den Spielen dran sind und sie wollten davon nicht abweichen. Also gab es von dort mehrere Punkte, wie der Film sein sollte. Und dann wurde Legendary von Wanda aufgekauft, während wir den Film drehten. Es war ein einzigartiger Augenblick in der Zeit, um zu erleben, wie verrückt das Drehen eines Films im Studiosystem sein kann.

Noch vor dem Kinostart des ersten Films planten Universal und Jones zuversichtlich eine ganze Trilogie von Warcraft-Filmen. Dass diese nicht mehr verwirklicht werden wird, hat Jones inzwischen akzeptiert. Er erklärte, welche Pläne er für die Fortsetzungen hatte, bietet jedoch keine Hoffnung, dass wir sie zu sehen bekommen werden:

Für mich war es die Geschichte von Gul’dan, der die falschen Mauern, das Symbol des Stammes, den er anführt, von der sterbenden Welt in eine neue Welt auf dem Planeten von Azeroth bringt. Und im Mittelpunkt sollte dann Durotans Sohn stehen, der, wie die Kenner der Mythologie wissen, zu einem Charakter namens Thrall aufwächst.

Darum sollte es gehen, diese Geschichte der Orks, die ihre Heimatwelt verlassen haben und in Azeroth ansiedeln. Das sollte die Film-Trilogie werden, die ich im Sinn hatte. Ich denke wirklich, dass die Zuschauer rückblickend mit der Zeit den Film mehr schätzen gelernt haben als die Kritiker zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. Aber leider denke ich nicht, dass wir weitere Filme drehen werden.

Hättet Ihr gerne Warcraft 2 gesehen?