Thor Love and Thunder Natalie Portman

Natalie Portman in Thor – The Dark Kingdom © 2013 Walt Disney Pictures/Marvel Studios

Quelle: Yahoo!

Noch bevor Kevin Feige letzten Sommer die komplette (und seitdem dank Corona durcheinander gebrachte) Phase Vier des Marvel Cinematic Universe enthüllt hat, ist einiges über die Pläne durchgesickert. Eine der größten aufrichtigen Überraschungen war jedoch die Ankündigung der Rückkehr von Natalie Portman als Thors Ex Jane Foster, die seit Thor – The Dark Kingdom nicht mehr mit neuen Szenen im Franchise aufgetreten ist. Kaum jemand hat noch Portmans Rückkehr geglaubt, nachdem sich die Schauspielerin recht offen desillusioniert über ihre Marvel-Zeit geäußert hat und es auch ihrer eher lustlosen Performance im zweiten Thor-Film anzusehen war.

So wirklich kann man es ihr auch nicht verübeln, denn die Filme haben herzlich wenig mit ihrem Charakter angestellt, während Thor und Loki die komplette Aufmerksamkeit bekommen haben. Als Thor – The Dark Kingdom dann seine Regisseurin Patty Jenkins, die später Wonder Woman inszenierte, verloren hat, für die sich Portman besonders eingesetzt hat, war ihre Enttäuschung besonders groß.

Doch es war Regisseur und Autor Taika Waititi, der Portman letztlich davon überzeugen konnte, der Reihe eine weitere Chance zu geben. Waititi brachte mit Thor – Tag der Entscheidung frischen Wind ins Franchise und versprach Portman endlich eine interessantere Rolle, denn diesmal wird sie selbst zur Superheldin. Wie schon in den 2014 veröffentlichten Comics von Jason Moore wird Foster selbst zu Thor und schwingt den magischen Hammer Mjolnir. In der Vorlage wird Thor selbst unwürdig, woraufhin Foster (zunächst inkognito) seine Nachfolge antritt. Wie sie diese Macht in dem Film erhalten wird, ist noch nicht klar.

Doch es war vermutlich nicht nur die Verlockung, eine Superheldin zu spielen, die Portmans Interesse geweckt hat. Ihre Figur durchlebt in den Comics nämlich auch eine sehr schwere Zeit, nachdem sie mit Brustkrebs diagnostiziert wird. Bislang war unklar, ob auch dieser düstere Aspekt der Geschichte Teil des Films werden wird, doch Portman hat dies in einem neuen Interview bestätigt: (aus dem Englischen)

Ich kann euch nicht viel sagen. Ich freue mich wirklich darauf. Ich habe angefangen zu trainieren, um Muskeln aufzubauen. Wenn es all diese weiblichen Superheldinnen geben kann, je mehr es von ihnen gibt, desto besser. Ich denke nach… es basiert auf der Graphic Novel "Mighty Thor". Sie macht eine Krebsbehandlung durch und ist nebenbei eine Superheldin.

Die Nutzung von Mjolnir verstärkt in den Comics sogar Fosters Krebserkrankung, weil die Magie die Wirkung der Chemotherapie stört. Thor: Love and Thunder wird also auch ein sehr ernstes und emotionales Thema haben, auch wenn Waititi zugleich ein noch schrilleres und durchgeknallteres Abenteuer verspricht als es der letzte Film schon war. Ich bin jedenfalls dankbar, dass eine Schauspielerin von Portmans Kaliber hoffentlich endlich eine komplexere Rolle in der Reihe bekommt. Die Star-Wars-Prequels haben ihr Talent schon genug verschwendet.

Aktuell ist Portman bereits in Australien und bereitet sich mit Fitnesstraining auf die Dreharbeiten vor, die demnächst beginnen sollen. In die deutschen Kinos wird Thor: Love and Thunder voraussichtlich am 10.02.2022 kommen. Neben Portman kehren auch Chris Hemsworth als Thor, Tessa Thompson als Valkyrie, Taika Waititi als Korg sowie laut Vin Diesel die Guardians of the Galaxy in dem Sequel zurück. Batman-Darsteller Christian Bale soll den Bösewicht des Films verkörpern.