Quelle: Saban Films

Als erklärter Fan des gediegenen Tierhorrorfilms versuche ich immer neuste Beiträge aus diesem besonderen Subgenre im Auge zu behalten. Innerhalb des Subgenres genießen Haifilme einen ganz besonderen Status. Seit Steven Spielbergs oscarnominiertem Megahit Der weiße Hai haben die Fische im Kino den Ruf von seelenlosen, effizienten Killermaschinen. Dass man diesen intelligenten Tieren damit ein Unrecht tut, ist mir durchaus bewusst, der Tierhorror-Fan in mir freut sich aber immer über gute neue Haithriller. Mit Filmen wie Sharknado, Ghost Shark und weiteren vergleichbaren Absurditäten sind Haifilme zeitweise in den Ultratrash-Bereich abgeglitten, doch seit einigen Jahren gibt es ein kleines Revival von Haifilmen mit Kinoqualität. The Shallows hat mir besonders gut gefallen, auch der erste 47 Meters Down war recht spannend (seine Fortsetzung leider weniger). Mit MEG erreichte das Genre sogar wieder kommerzielles Blockbuster-Niveau.

Wenn die Stimmung und der Biervorrat passen, kann ich auch Haitrash gut genießen, doch noch lieber sehe ich kleine, hochwertige, spannende Streifen aus dem Genre. Ein potenzieller Kandidat aus den kommenden Monaten ist The Requin, den ich tatsächlich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Die Hauptrolle darin spielen ehemaliges Teenie-Idol Alicia Silverstone (Clueless) und James Tupper ("Revenge") als das Ehepaar Jaelyn und Kyle, das romantischen Urlaub in Vietnam macht, bis ein plötzlicher tropischer Sturm über sie hereinbricht. Als die beiden wieder zu sich kommen, stellen sie fest, dass sie auf Überresten ihrer Hütte auf offenem Meer treiben und hungrige Weiße Haie sie bereits umkreisen. Kyle ist verletzt und kann nur hilflos dabei zusehen, wie seine Frau die Raubtiere abwehren muss, während sie mit schwindender Hoffnung auf die Rettung warten.

Einen vergleichbaren Film gab es bereits letztes Jahr unter dem Titel Great White mit Katrina Bowden in der Hauptrolle. Darin stürzte ein Wasserflugzeug ins haiverseuchte Gewässer ab. In The Requin ist es eben eine Hütte, die von einem Monsun weggeschwemmt wurde.

The Requin wurde vom vietnamesischen Filmemacher Le-Van Kiet mit einem für das Genre ordentlichen Budget von rund 8,5 Millionen US-Dollar (mehr als 47 Meters Down) komplett in Florida inszeniert. In den USA wird der Film am 28. Januar in ausgewählten Kinos und über Video-On-Demand erscheinen. In Deutschland bringt der Verleih Leonine ihn am 29. April direkt auf DVD und Blu-ray heraus. Ich würde mich freuen, wenn er vielleicht vorher im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights gezeigt werden würde.

Einen deutschsprachigen Trailer zu The Requin gibt es noch nicht, den US-Trailer und zwei Filmplakate könnt Ihr unten sehen:

The Requin Trailer & Poster 1 The Requin Trailer & Poster 2