The Equalizer 3

Denzel Washington in The Equalizer 2 © 2018 Sony Pictures

Quelle: Collider

Es gibt Schauspieler, die ihre Karrieren hauptsächlich auf Franchises aufgebaut haben, wie Vin Diesel oder Dwayne Johnson. Man kann es ihnen auch nicht verübeln, denn Markennamen sind meist sichere Bank. Doch es gibt auch erfolgreiche Hollywood-Stars und Kassenmagnete, die so gut wie nie in Fortsetzungen mitwirken. Einer von ihnen ist Leonardo DiCaprio, meist ein Garant für Qualität und Kassenerfolg, der abgesehen von seinem Schauspieldebüt in Critters 3 jedoch nie in einem Sequel mitgespielt hat. Auch Tom Cruise hat lange Zeit mit der Ausnahme der Mission: Impossible-Reihe nie Fortsetzungen zu seinen eigenen Filmen gedreht. Das änderte sich mit Jack Reacher: Kein Weg zurück und setzt sich auch mit Top Gun: Maverick fort.

Einer von Hollywoods größten und beliebtesten Stars ist auch Denzel Washington. Im Laufe seiner langen Karriere spielte er in vielen Publikumshits wie Training Day, Safe House, American Gangster, Die Akte oder Mann unter Feuer mit, hielt aber stets gleichermaßen Abstand von fremden Franchises wie von Sequels zu seinen eigenen Hits. Diese Einstellung änderte er mit 63, als er in Antoine Fuquas The Equalizer 2 mitgespielt hat. Der erste Film, eine Adaption der gleichnamigen Achtziger-Serie, kam 2014 in die Kinos und spielte weltweit knapp $190 Mio ein. Washington zeigt sich darin von seiner ultimativen Badass-Seite als ehemaliger Marine und Geheimdienstoffizier Robert McCall, der als Racheengel die russische Mafia auseinandernimmt und zeigt, wie tödlich ein Baumarkt sein kann.

The Equalizer war Washingtons zweite Zusammenarbeit mit Fuqua nach Training Day, der ihm einen Oscar eingebracht hat, und offenbar hatte er so viel Spaß an der Rolle des knallharten Rächers, dass er vier Jahre später in der ersten Fortsetzung seiner Karriere zurückgekehrt ist. The Equalizer 2 erhielt zwar deutlich mauere Kritiken als sein Vorgänger, spielte aber weltweit fast exakt so viel wie der erste Film ein. Konkrete Pläne für einen dritten Teil gab es zunächst nicht, obwohl Fuqua den Wunsch äußerte, McCall im dritten Film nach Europa zu schicken.

In der Zwischenzeit hat CBS die Originalserie mit Queen Latifah in der Hauptrolle als Robyn McCall rebootet. Die zweite Staffel läuft aktuell recht erfolgreich in den USA. Dadurch schien das Thema weiterer Filme erledigt sein, doch nun überraschte Washington in einem Interview zu The Tragedy of Macbeth mit der Ankündigung, dass The Equalitzer 3 nicht nur geschrieben wurde , sondern auch bald schon gedreht werden würde: (aus dem Englischen)

Sie haben den dritten Equalizer geschrieben, sodass ich das auf dem Plan habe. Also muss ich mich wieder in Form bringen und anfangen, Leute zu verprügeln. The Tragedy of Macbeth und danach geht man und verprügelt irgendwelche Leute. Besser geht’s nicht, stimmt’s?

Online-Portal Collider hat zudem herausgefunden, dass Antoine Fuqua wieder im Gespräch ist, als Regisseur zurückzukehren, nachdem er mit dem Sklavereidrama Emancipation mit Will Smith fertig ist. Ich schätze, dass die Zusammenarbeit mit Fuqua, mit dem er inzwischen noch Die glorreichen Sieben gedreht hat, eine Voraussetzung für Washingtons Rückkehr war. Ich hoffe nur, dass der dritte Equalizer wieder zur Form des ersten zurückfinden wird – meinetwegen auch gerne in Europa.