Quellen: Lionsgate, LEONINE

Woran denkt Ihr zuerst, wenn Ihr den Namen Nicolas Cage hört? Sind es vielleicht seine frühen Komödien wie Peggy Sue hat geheiratet, Mondsüchtig oder Arizona Junior? Ist es seine Oscarrolle als selbstzerstörerischer Alkoholiker in Leaving Las Vegas? Oder vielleicht seine Phase als erfolgreicher Actionstar in den Neunzigern, mit Filmen wie The Rock, Con Air und Face/Off – Im Körper des Feindes? Vielleicht denkt Ihr aber auch an den aufgrund seines extravaganten Lebensstils tief verschuldeten Nicolas Cage, der ab 2010 eine Zeitlang gefühlt jede Rolle angenommen hat, um die Rechnungen zu bezahlen und seine Schulden zu tilgen, und dabei jede Menge Direct-to-DVD-Schrott produziert hat.

Nicolas Cage ist wirklich vieles und hat eine bewegte Karriere mit zahlreichen Aufs und Abs hinter sich. Doch eins ist er ganz sicher nicht: langweilig. Auch wenn Cage in schlechten Filmen mitspielt, wirkt er dabei nie so apathisch wie Bruce Willis in den letzten Jahren, sondern gibt vielmehr immer alles und legt gelegentlich auch eine Schippe drauf. Cage ist kein Kassenmagnet mehr wie vor Jahren, doch in Independent-Filmen wie Mandy, Die Farbe aus dem All, Wally’s Wonderland und Pig hat er sich langsam in der Gunst der Filmfans wieder hochgearbeitet. Es gibt wirklich keinen Anderen wie Cage. Deshalb wirkt ein Film wie die kommende Actionkomödie Massive Talent gleichermaßen schräg wie komplett selbstverständlich. Darin spielt Nicolas Cage die Rolle, die er geboren wurde zu spielen: sich selbst. Es ist der ultimative Nicolas-Cage-Film für Nicolas-Cage-Fans.

Auch wenn er im echten Leben aus seiner prekären Finanzlage bereits herausgekommen ist, ist der Nic Cage aus Massive Talent noch verschuldet und verzweifelt auf der Suche nach der nächsten großen Rolle, die seine Geldsorgen löst. Als der steinreiche spanische Drogenbaron und Cage-Superfan Javier "Javi" Gutierrez (Pedro Pascal) ihm eine Million US-Dollar anbietet, damit er bei seinem Geburtstag auftritt, stimmt Cage widerwillig zu, nur um von der CIA prompt als Undercover-Mann auf Javi angesetzt zu werden. Als Javi dann auch noch Cages Ex-Frau (Shaeron Horgan) und Tochter (Lily Sheen, die Tochter von Kate Beckinsale und Michael Sheen) einfliegen lässt, muss Cage die Performance seines Lebens abliefern.

Dass Schauspieler selbstironische fiktive Versionen von sich selbst spielen, ist nicht neu. John Malkovich tat es in Being John Malkovich, Bruce Campbell in My Name Is Bruce und Jean-Claude Van Damme sogar schon zweimal, in JCVD und in der kurzlebigen Amazon-Serie "Jean-Claude Van Johnson". Cage ist der perfekte Schauspieler, um selbst ein Charakter in einem solchen Film zu sein, und der Film wird vor allem für seine Fans zu einem richtigen Fest. Der erste Trailer macht jedenfalls sehr große Lust auf mehr:

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Tiffany Haddish (Girls Trip) und Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") spielen weitere Rollen in der Komödie. Lionsgate wird Massive Talent am 22. April in den USA in die Kinos bringen. In Deutschland hat Leonine die Auswertungsrechte an dem Film, er hat aber noch keinen hiesigen Starttermin.

Nicolas Cage Massive Talent PosterOffizieller Inhalt:

"Sein Talent und seine Karriere sind legendär – legendär gescheitert… Einst war Nicolas Cage (gespielt von Nicolas Cage) ein Superstar. Aber dann er hat einfach zu viele schlechte Filme gedreht. Er braucht die richtige Rolle, um seine Karriere endlich wiederzubeleben, doch er hat noch ganz andere Sorgen: Seine Tochter will nichts mehr von ihm wissen und er steht vor dem finanziellen Ruin. Da kommt das verlockende Angebot des Milliardärs Javier Gutierrez (Pedro Pascal) gerade recht: Für eine Million Dollar soll Cage als Star bei seiner Geburtstagsparty auftreten. Plötzlich ist der ehemalige Hollywood-Star wieder ein gefragter Mann, denn kurz darauf wird er auch von der CIA kontaktiert: Der Milliardär ist ein gefürchteter Verbrecher und Cage soll bei der Party undercover Informationen beschaffen. Als Superfan Javier auch noch Nicolas‘ Ex-Frau und Tochter einfliegen lässt, nehmen die Dinge eine noch brisantere Wendung. Und so muss Cage die Rolle seines Lebens spielen, denn wenn er auffliegt, ist nicht nur er in Gefahr…"