Morbius Matt Smith

Matt Smith in Patient Zero © 2018 Sony Pictures

Quelle: Variety

ANEZIGE

Es ist als ob sich Matt Smith vorgenommen hätte, in jedem Franchise mit möglichst großer nerdiger Fangemeinde einmal aufzutreten. Der ehemalige "Doctor Who"-Star spielte bereits in Terminator: Genisys mit (auch wenn es eine wenig zufriedenstellende Rolle war, die in Sequels erweitert werden sollte, die nie kamen), demnächst wird er in Star Wars: Episode IX zu sehen sein und nun übernimmt er eine der Hauptrollen in Sonys Marvel-Adaption Morbius.

Smith steht in finalen Verhandlungen für eine nicht näher bezeichnete Rolle in dem Film. Die Titelrolle des Wissenschaftlers Michael Morbius, der beim Versuch, sich von einer Bluterkrankung zu heilen, in einen Vampir verwandelt wird, spielt Jared Leto. Nach seinem mäßig überzeugenden Auftritt als Joker in Suicide Squad hat Leto nun die Chance, sich in einer neuen Comicrolle zu beweisen. Die weibliche Hauptrolle in Morbius spielt Adria Arjona ("True Detective").  Regie führt beim Film Daniel Espinosa. am besten bekannt für seinen Actioner Safe House mit Denzel Washington.

Nach dem grandiosen Kassenerfolg von Venom, der miesen Kritiken zum Trotz weltweit mehr als $850 Mio einspielte, ist Sony natürlich entschlossener denn je, den Charakteren aus dem Spider-Man-Universum, an denen das Studio noch die Rechte besitzt, jeweils eigene Filme zu verpassen und möglicherweise sogar ihr eigenes Marvel-Universum zu bilden. Da ihr größter Held, Spidey, selbst ins Marvel Cinematic Universe eingebunden ist, muss Sony eben auf Schurken bzw. Antihelden ausweichen. In den Comics kämpfe Morbius übrigens nicht nur gegen Spider-Man, sondern seine Pfade kreuzten sich auch mit Blade. Ursprünglich sollte die Figur sogar kurz im ersten Blade-Film auftreten (siehe alternatives Ende unten) und dann in Blade 2 zum Hauptbösewicht werden, doch diese Pläne wurden verworfen.

Die Dreharbeiten zu Morbius werden voraussichtlich im Februar beginnen. Der Film hat noch keinen offiziellen Kinostart. Es bleibt nun zu hoffen, dass Sony vor lauter Erfolgsgier nicht wieder ein Franchise gegen die Wand fährt, wie schon bei The Amazing Spider-Man.