Matrix Trilogie

Carrie-Anne Moss und Keanu Reeves in Matrix Resurrections © 2021 Warner Bros. Pictures

Quelle: Associated Press

Damit hat eigentlich kaum noch jemand gerechnet, doch 18 Jahre nach Matrix Revolutions kam nun mit Matrix Resurrections eine weitere Fortsetzung zum bahnbrechenden Sci-Fi-Actionfilm in unsere Kinos. Die bisherigen Reaktionen auf den Film sind extrem polarisierend und im Mainstream wird er es noch schwerer haben als die ersten zwei Sequels, die bereits viele Zuschauer überforderten und frustrierten. Seit Star Wars – Die letzten Jedi hat kein Franchise-Sequel seine eigene Reihe so demontiert und auf den Kopf gestellt wie Resurrections. Resurrections ist nicht einfach nur eine Fortsetzung, sondern ein Meta-Kommentar zum Vermächtnis des Originalfilms und zu Franchises im Allgemeinen. Bei weitem nicht alles, was der Film versucht, gelingt ihm auch, doch der Mut und die Experimentierfreudigkeit der Regisseurin Lana Wachowski sind bemerkenswert sowie die Tatsache, dass Warner Bros. den Film abgesegnet hat.

Wer den Film, der seit gestern in unseren Kinos läuft, bereits gesehen hat, weiß, dass er sehr viele bewusste Parallelen zum Originalfilm aufweist. Daher endet er auch auf eine vergleichbare Weise, die die Tür für weitere Fortsetzungen offen lässt. Seit Matrix 4 vor zwei Jahren bewilligt wurde, wird gemunkelt, dass der Film den Auftakt zu einer neuen Trilogie bilden könnte. Tatsächlich erweitert er die von den Wachowskis aufgebaute Mythologie um neue Elemente und interessante Charaktere, auf denen man in weiteren Filmen aufbauen könnte.

Doch das ist nicht das, was Lana Wachowski im Sinn hatte. Eigentlich wollte weder sie noch ihre Schwester Lily Wachowski jemals wieder einen Matrix-Film drehen. Es tragisches Ereignis änderte zumindest für eine der Schwestern diese Einstellung: der Tod ihrer beiden Eltern. Für Lana Wachowski ist Matrix Resurrections eine filmische Verarbeitung dieses Verlusts und der Trauer. Weitere Pläne für die Reihe hat sie nicht und das hat sie auf Nachfrage hin gegenüber Associated Press mit einem klaren "nein" zu einer weiteren Trilogie deutlich klargestellt :

Wie schon bei den ersten beiden Matrix-Fortsetzungen kann ich ohne eine weitere Sichtung noch nicht mit Sicherheit sagen, wie sehr ich den neuen Film mochte. Der gab einem wirklich einiges zu verdauen. In jedem Fall bewundere ich jedoch den Ansatz, nicht ausgetretene Pfade zu gehen und zugleich die Geschichte des ersten Films in einem Meta-Kontext neu zu erzählen. An den Originalfilm reicht jedoch keins der Sequels heran, denn ihm gelang ein faszinierendes, umfassendes Worldbuilding und zugleich war es ein in sich geschlossener Film, der kaum offene Fragen hinterlassen hat. Clever, anspruchsvoll, alegorisch und dennoch kompakt und knackig – eine Meisterleistung.

Hättet Ihr denn Interesse an Matrix 5?