Jurassic World 3

Quellen: Universal Pictures, Entertainment Weekly

Es ist immer eine riskante Angelegenheit, die Regie eines Films aus einem milliardenschweren Franchise einem Filmemacher anzuvertrauen, der noch zuvor noch keine Blockbuster-Erfahrungen gesammelt hat. Doch immer häufiger haben Studios in vergangenen Jahren ein solches Risiko in Kauf genommen, in der Hoffnung, die Regisseure würden frischen Wind in ihre Franchises bringen. Dass die Rechnung häufig sowohl kommerziell als auch qualitativ aufgegangen ist, zeigen Beispiele wie Christopher Nolan (Batman Begins), Joe und Anthony Russo (The Return of the First Avenger), Gareth Edwards (Godzilla) oder James Gunn (Guardians of the Galaxy).

Auch Colin Trevorrow war ein unbekannter Indie-Regisseur mit nur einem einzigen Low-Budget-Film (Journey of Love) in seinem Resümee, als er von Steven Spielberg und Universal engagiert wurde, um das Jurassic-Park-Franchise wiederzubeleben. Jurassic World wurde vor drei Jahren veröffentlicht und avancierte damals zum weltweit dritterfolgreichsten Film aller Zeiten (seitdem nur noch von Star Wars – Das Erwachen der Macht überholt). Auch wenn einige Fans dem Film vorwarfen, ein uninspiriertes Remake von Spielbergs magischem Original zu sein, waren die meisten Zuschauer von dem Film begeistert, der sich als eine nostalgische Hommage an Spielbergs Film sah.

Nur wenige Tage nach dem Rekordstart von Jurassic World kündigte Universal einen zweiten Teil an, der unter dem Titel Jurassic World: Das gefallene Königreich am 6. Juni in unsere Kinos kommen wird (Trailer). Trevorrow und Derek Connolly kehrten zwar als Autoren zurück, die Regie übernahm jedoch der Spanier J.A. Bayona (The Impossible). Ein Grund dafür war vermutlich, dass Trevorrow ursprünglich für die Regie von Star Wars: Episode XI vorgesehen war (inzwischen verließ er das Projekt).

Letzten Monat hat Universal den Starttermin von Jurassic World 3 bekanntgegeben, der am 10.06.2021 in unsere Kinos kommen wird. Trevorrow kündigte schon früh an, dass er Jurassic World als eine neue Trilogie angelegt hat. Er darf sie wohl auch selbst beenden. Produzent Steven Spielberg hat vor wenigen Tagen gegenüber Entertainment Weekly enthüllt, dass Trevorrow Jurassic World 3 schreiben und diesmal auch selbst inszenieren wird. Damit zeigt sich eine interessante Parallele zu der neuen Star-Wars-Trilogie. Deren erster Film wurde von J.J. Abrams inszeniert und nach einem Film Auszeit darf Abrams die Trilogie mit Episode IX nun abschließen.

So wie sich Die letzten Jedi von der Nostalgie und der Vertrautheit der Originalfilme gelöst hat (nicht zur Zufriedenheit einiger Fans wohlgemerkt), kann man auch hoffen, dass Jurassic World: Das gefallene Königreich auch neue Wege beschreiten wird. Es wird ein Zwischenschritt in einer Reise sein, die Trevorrow in drei Jahren mit Jurassic World 3 zu ihrem Abschluss führen wird. Zwar ist noch nichts darüber bekannt, wovon der dritte Film handeln und wer darin mitspielen wird, doch ich vermute, dass Chris Pratt und Bryce Dallas Howard die Franchise-Stars bleiben werden. Außerdem hat Jeff Goldblum, der im zweiten Film als Dr. Ian Malcolm zurückkehren wird, in den letzten Tagen mehrfach angedeutet, dass Laura Dern als Paläobotanikerin Ellie Sattler im nächsten Film möglicherweise auftreten könnte. Vielleicht bekommen Jurassic-Park-Fans darin sogar das, was Star-Wars-Anhängern verwehrt wurde: eine Leinwand-Wiedervereinigung der drei Originalstars Goldblum, Dern und Sam Neill.